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Termin für Synagogen-Baustart+++Aus für Impfzentren+++Libeskind in Babelsberg

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Liebe Leserinnen und Leser,
es geht voran in Potsdams historischer Mitte. Die Bürgerstadt AG feierte gestern Richtfest am Haus Einsiedel, die Karl-Marx-Genossenschaft legte den Grundstein für ihre Neubauprojekte im Block III, das Musikerhaus steht kurz vor der Vollendung - und der Termin für den Baustart der Synagoge steht nach MAZ-Informationen endlich fest.
Ein “weiterer Glückstag in der Potsdamer Mitte”, findet Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Doch der OB zeigt nicht nur Herz für Potsdams alte neue Mitte, sondern auch für einen alten Kasten, den die einen in der Stadt am Liebsten sofort abreißen, die anderen auf ewig sichern würden. Was am Ende wird aus dem Rechenzentrum an der Breiten Straße? Diese Frage beantwortete der OB am Mittwoch so klar wie selten zuvor.
Und um die Neuigkeiten aus der Potsdamer Bauwelt komplett zu machen: Aus Krampnitz gibt es neue Details über den Öko-Kiez der Zukunft. Und in Babelsberg stehen alle Zeichen auf Libeskind. Der Bauausschuss hat den Entwurf des New Yorker Star-Architekt für seinen “Tower of Babelsberg” in der Medienstadt am Montagabend erneut beraten - und eine wichtige Vorentscheidung getroffen.
Endgültig entschieden ist indes das Aus der Potsdamer Impfzentren. Ende September ist Schluss in der Metropolishalle, der Heine-Klinik und dem Bergmann-Klinikum, wer sich dann noch in Potsdam gegen Corona impfen lassen möchte, muss die mobilen Angebote oder den Einsatz seines Hausarztes in Anspruch nehmen.
Doch nun, genug der Gebäude und Zentren - und mitten hinein ins wahre Leben. Das tobt nämlich im Potsdamer Südosten. Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von meiner Kollegin Nadine Fabian entführen, die zwischen Baggersee, Broiler-Brummi und Stern-Center einen Tag lang Am Stern, in Drewitz und im Kirchsteigfeld unterwegs war.
Weitere Neuigkeiten aus Potsdam und Umland lesen Sie weiter unten im Newsletter und natürlich wie immer auf MAZonline.de. Ihnen einen guten Start in den Freitag und ein wunderbares Wochenende!
Herzliche Grüße,
Anna Sprockhoff
Leiterin der Lokalredaktion Potsdam
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Das Stadtgespräch

Simulation: Ronald Sima
Simulation: Ronald Sima
Ist das der “Tower of Babelsberg”, den Daniel Libeskind in der Medienstadt bauen möchte? Der Entwurf ist leider trotz einer wichtigen Vorentscheidung im Potsdamer Bauausschuss noch immer geheim. Der Babelsberger Künstler Ronald Sima hat sich aber genau wie der New Yorker Architekt für dieses (Schreckens-)Szenario einmal vom Motiv der Filmrolle inspirieren lassen.
Was im nicht-öffentlichen Bauausschuss geschah, konnte MAZ-Redakteur Peter Degener in Erfahrung bringen, der es hier aufgeschrieben hat. Und in einem Kommentar äußert er sich zum Fakt, dass das, worum es geht, noch immer ein Geheimnis ist.
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Die besondere Geschichte

Menschen aus Potsdams Südosten. Fotos: Varvara Smirnova
Menschen aus Potsdams Südosten. Fotos: Varvara Smirnova
Der Stern, Drewitz und das Kirchsteigfeld sind bunter und vielfältiger als jene denken, die dort nicht wohnen. Für das Projekt “Potsdam ganz nah” war MAZ-Redakteurin Nadine Fabian 24 Stunden lang im Kiez unterwegs - beim Broiler-Brummi auf dem Kepler-Platz, bei den Ponys der Schiller-Grundschule, am Baggersee und auch am ältesten der vielen Potsdamer Schlösser, das verloren außerhalb des Welterbes steht. Die meisten Potsdamer verbinden mit dem Südosten der Stadt vermutlich das Stern-Center. Dort war sie auch und hat für Sie herausgefunden, wer eigentlich hinter der Stimme des Einkaufszentrums steckt und immer dann zu hören ist, wenn verlorene Personen und Autobesitzer anhand ihrer Nummerschilder gesucht werden. Hier lesen Sie ihre schönen Kurzgeschichten.
Zwei sehr persönliche Perspektiven auf das Kirchsteigfeld bieten Ihnen diese Geschichten. Rob Krier (83) war der Generalplaner des Stadtteils - und schimpft im Interview gehörig auf seine Architektenkollegen, die damalige Verwaltung und sogar seine Auftraggeber aus der Immobilienbranche. Es tut ihm in der Seele weh, wie im Kirchsteigfeld eine große Chance vergeben wurde, wie das MAZ-Interview mit ihm zeigt.
Und Rainer Schüler aus der MAZ-Redaktion war Mitte der Neunziger Erstbezieher im Stadtteil. Das Besondere: Die Wohnung befand sich in einem kreisrunden Turm. Das weckte den Hobbytischler in ihm, denn fast jedes Möbelstück vom Sofa bis zum Regal musste eigens für den irren Grundriss gestaltet werden.
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Der kulinarische Tipp

Thomas Giese, Chef der Havelfrucht GmbH in Werder. Foto: Julius Frick
Thomas Giese, Chef der Havelfrucht GmbH in Werder. Foto: Julius Frick
Die Apfelernte hat begonnen! Von einem Rekordjahr ist man in Werder und Umgebung leider weit entfernt. Aber: „Dafür ist die Qualität der Äpfel aber besser. Der Regen der letzten Wochen hatte einen positiven Einfluss auf das Größenwachstum“, sagt zum Beispiel der Obstbauer Thomas Giese. Die MAZ hat ihn und seine Kollegen zur Ernte befragt. Also holen Sie sich nicht irgendwelche, sondern regionale Äpfel auf den Tisch.
Sie könnten zum Beispiel am Samstag zum Frischemarkt in Werder. Der Obst- und Gartenbauverein zeigt dort eine Ausstellung historischer Apfelsorten, unter anderem mit „Antonowka“, „Gascoynes Scharlachroter“, „Danziger Kantapfel“ oder „Borsdorfer Renette“. Apfel-Liebhaber dürfen probieren und die Schuffelgärtner vom Galgenberg hinter dem Lindowschen Haus beantworten Fragen rund um die Apfelzucht.
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Unsere Entdeckung der Woche

Foto: Peter Degener
Foto: Peter Degener
Der Potsdamer Musiker Christian Näthe („Kleines, sauberes Städtchen“) hat dem Kreativhaus Rechenzentrum zum 6. Geburtstag ein Ständchen gebracht. Zugegeben, es ist “gnadenlos polemisch”, wie er selbst sagt, aber auch voller Gefühl für den alten kreativen Kasten. Näthe hatte es kaum eine Stunde vor der Welturaufführung in seiner Küche frisch fertiggestellt. Kostprobe? „Der kleine Würfel muss sich nicht verstecken. Wir lieben das Quadrat mit seinen Kanten und Ecken.“
Weil die Textsicherheit bei der Geburtstagsparty noch fehlte, brauchte er glatt jemanden, der ihm den Text hielt – und Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) bot sich spontan an. Das Lied in voller Länge können Sie sich hier auf Facebook anschauen. Und was Mike Schubert über die Zukunft des Rechenzentrums sagte, lesen Sie hier.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Die Blütenpracht in Pink und Rosa konkurriert mit der blau gekachelten Hauswand. Beides macht was her. Leider konnte der Hibiskus es nur in der kurzen Blütezeit mit dem recht trostlosen Anblick des Vorplatzes ringsherum aufnehmen. Der besteht vollständig aus versiegelten Betonfläche. Das Gebäude zeigt zur belebten Straße sogar Laderampen für Lastwagen. So zentral im Stadtbild ist das äußerst selten, machte hier aber früher großen Sinn.
Mittlerweile gibt es andere Pläne für den Ort. Irgendwann soll er sich beleben und Menschen zu Arbeit und Austausch anziehen. Die Zielgruppe hat für den Vorplatz sicherlich kreative Ideen.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum Sonntag, 5. September, eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Vergessen Sie Ihre Postadresse nicht, denn Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Bushaltestellen Mahlower Straße: Droht Teltow ein dauerhaftes Verkehrschaos?
Krankheit und Essen: Hier finden Potsdams Dife-Wissenschaftler die Zusammenhänge heraus
Corona-Impfen in Potsdam-Mittelmark: Kleinmachnow und Werder bieten Aktionen ohne Termin
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Unser Tipp fürs Wochenende

Was können Sie am Wochenende in Potsdam unternehmen? Drei verschiedene Tipps:
im Volkspark lädt am Samstag von 13 bis 18 Uhr das Drachenfest ein. Profis aus aller Welt zeigen die schönsten und rasantesten Drachen in der Luft. Auch am Boden gibt es viel Programm mit Kindertheater und einer spannenden Ralley. Hier geht’s zum Programmflyer.
Wer es etwas ruhiger mag, dem sei eine der zwei Führungen auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof ans Herz gelegt, die am Samstag um 11 Uhr mit Gästeführer Gerhard Petzholtz (Gästeführer) und um 14 Uhr mit Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt stattfinden. Dort erfahren Sie mehr über die vielen Berühmtheiten auf dem großen Friedhof. Die Details zu den Führungen finden Sie hier.
Bereits heute Abend findet im Waschhaus die Vorrunde der Poetry-Slam-Meisterschaften Berlin-Brandenburg statt. 27 Poetinnen und Poeten aus Berlin und dem Land Brandenburg treten in 3 Semifinals an, um sich für das große Finale zu qualifizieren. Auf der Open-Air-Bühne des Waschhauses sind heute Abend neun Slampoet*innen dabei. Es gibt noch Tickets!
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Sie sind überall: Ganz Potsdam hängt voller Wahlplakate. Unser Videokolumnist Marcus Gude findet das absurd.
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 61
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 61
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