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Stiller Abschied des Thalia-Chefs+++Rauchverbot an Haltestellen +++ Essen im "Loft"

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Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Guten Morgen, liebe MAZ-Leserinnen und Leser!
Zwei Wochen, nachdem Vorwürfe sexuelle Belästigung innerhalb des Abraham-Geiger-Kollegs an die Öffentlichkeit geraten sind, zieht Rektor Walter Homolka sich als Gesellschafter zurück. Alles zum “System Homolka” lesen Sie hier.
Die Entscheidung zu einem zentralen Bahn-Projekt in Brandenburg ist gefallen: Die Potsdamer Stammbahn kommt zurück. Sie soll als Regionalverbindung reaktiviert werden und nicht als S-Bahn.
Mehr Sitzbänke und Aufenthaltsqualität für die Sternstraße, ein Wochenmarkt auf dem Ernst-Busch-Platz, ein Pförtner für die Stadtteil-Schule und die Furcht, der Wald am Priesterweg könnte Wohnhäusern weichen: Das und noch viel mehr kam am Samstag beim Stadtteil-Dialog in Drewitz auf den Tisch.
Was ist sonst in Potsdam wichtig? Die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen, aber leider muss das nicht unbedingt nur eine gute Nachricht sein, wie das Jugendamt in seinem aktuellen Kinderschutzbericht erläutert.
Happy Birthday, Fahrland! Vor 825 Jahren wurde der heutige Potsdamer Ortsteil das erste Mal urkundlich erwähnt. Dieses Jubiläum wird am kommenden Wochenende mit einem dreitägigen Fest gefeiert.
Nach jahrelanger Debatte wird die Bus- und Tramhaltestelle Magnus-Zeller-Platz am Schlaatz in einem Modellprojekt zur ersten „rauchfreien Haltestelle“ der Landeshauptstadt.
Und es gibt wieder einmal Neues aus dem Bürgerservice. Potsdamer, die für den anstehenden Sommerurlaub noch einen neuen Pass oder Ausweis benötigen, sollten die neue Warteliste des Bürgerservice für diese dringenden Anträge nutzen. Seit letztem Freitag ist sie freigeschaltet.
Als letztes möchte ich Ihnen noch die traurige Geschichte der verschwundenen Goldfische von der Freundschaftsinsel ans Herz legen. Falls Sie welche übrig haben: Die Inselgärtner freuen sich - ganz ernsthaft - über Goldfisch-Spenden.
Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim lesen dieses Newsletters. Bleiben Sie gesund und uns gewogen!
Herzliche grüße, Ihre
Saskia Kirf,
Redakteurin in Potsdam
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Das Stadtgespräch

© Quelle: Monika Skolimowska
© Quelle: Monika Skolimowska
Im Juli schon könnten die Parkgebühren in der Potsdamer Innenstadt auf drei Euro steigen – von zwei Euro in der Kern-City beziehungsweise von 1,50 Euro am Rand zum Beispiel der Jägervorstadt. Für diese Veränderung spricht einiges - doch es gibt auch Gegenargumente. Indes werden die zahlreichen Parkhäuser in der City zur günstigen Alternative. Und auch außerhalb der engen Innenstadt darf vielerorts nur mit Anwohnerausweis geparkt werden. Die wiederum können auch sehr viel teurer werden als bisher. Übrigens: Wer Autofahren und Parken auch jetzt nicht wirtschaftlich findet, erfährt hier alles Wissenswerte zum 9-Euro-Ticket in Potsdam.
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Die besondere Geschichte

Thomas Bastian bei seiner kurzen Rückkehr nach Potsdam. Foto: Bernd Gartenschläger
Thomas Bastian bei seiner kurzen Rückkehr nach Potsdam. Foto: Bernd Gartenschläger
25 Jahre lang leitete Thomas Bastian das Thalia-Kino in Babelsberg. Ein Herzinfarkt riss ihn im September beinahe aus dem Leben. Nach acht Monaten kehrte der Kinochef erstmals wieder nach Babelsberg zurück – doch es ist ein Abschied - nicht nur von den roten Kinosesseln, sondern der ganzen Stadt. Das Porträt von MAZ-Redakteur Peter Degener über Kinochef-Bastian ist eine Rückblende durch “25 rauschende Jahre” in Babelsberg und ein Leben im Kino.
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Der kulinarische Tipp

Restaurant "Loft" – Essen und Trinken über Potsdams Broadway.  Foto: Bernd Gartenschläger
Restaurant "Loft" – Essen und Trinken über Potsdams Broadway. Foto: Bernd Gartenschläger
“Loft” steht an der Tür der Brandenburger Straße 30. Doch was sieht man innen? Einen Aufzug. Und genau das ist das Besondere an diesem Restaurant. Es befindet sich im dritten Stock und bietet einen großartigen Ausblick über die Dächer von Potsdam. Der Name „Loft“ ist verdient, findet unsere Gastro-Kritikerin Manuela Blisse. Doch bekanntlich sollte ja nicht nur der Ausblick ein Genuss sein. Wie es im Loft schmeckt, lesen Sie in der ausführlichen Kritik.
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Drei Namen sind mit diesen Gebäuden verbunden. Hans Friedrichs, Friedrich Schiller und Adolf Hitler. Friedrichs war Potsdamer Oberbürgermeister in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Militär im Ruhestand war williger Gefolgsmann des Führers, hatte aber ein großes Interesse an der preußischen Tradition und vor allem am Potsdamer Stadtbild. Anders als in Berlin, wo die Nazis mit den Plänen für die “Welthauptstadt Germania” keine Rücksicht auf die bisherige Gestaltung der preußischen Hauptstadt legten, wollte Friedrichs die einstige Residenzstadt Potsdam nicht überformen.
Hinter dem Bahnhof Charlottenhof entstand in seiner Amtszeit zwischen 1935 und 1938 die “Friedrichsstadt”, die aus kleinen, günstigen Wohnungen besteht und architektonisch auf das Holländische Viertel Bezug nimmt. Der Eingang in das Viertel wird von einem hohen, gemauerten Arkadengang bestimmt, die den sonst eher einfachen Häusern etwas sehr Repräsentatives verleiht.
Den Platz benannte Friedrichs nach dem Reichskanzler und Führer Adolf Hitler, die umliegenden Straßen nach anderen Nazi-Größen wie Göring, Frick und Wessel. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden sie alle umbenannt und erhielten unverfängliche Namen deutscher Dichter wie Grillparzer, Wieland und Schiller. Der Hitler-Platz wurde zum Goetheplatz. Doch mit dem Babelsberger Goetheplatz gab es bereits einen Platz dieses Namens in Potsdam. So wurde 1950 noch einmal umbenannt: Seitdem grenzt direkt an die Schillerstraße auch noch ein Schillerplatz.
Text und Fotos: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Entscheidung gefallen: Stammbahn bindet Kleinmachnow als Regionalbahn an - zwei Halte
Stahnsdorf: Fest auf einziger Streuobstwiese in der Region Teltow
Polizei: Mann will in Glindow Streit schlichten und wird selbst mit Eisenstange angegriffen
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Verkehr in Potsdam

Auch in der Woche ab 23. Mai müssen Auto-, Radfahrer und Fußgänger in Potsdam mit Verkehrseinschränkungen rechnen. Außer an den Dauerbaustellen rund um das Leipziger Dreieck, Behlertstraße und Hochstraßenbrücke sind an diesen Stellen Stau oder Engpässe zu erwarten.
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Hafemeister: Das Letzte kommt zum Schluss

Ich bin entschieden gegen Rassismus und Kolonialismus. Und gegen Bilderstürmerei. Aber ich bin auch dagegen, dass an alten und entsprechend zeitgeschichtlich einzuordneten Kunstwerken rumgefummelt und nachgebessert wird. Ich möchte auch nicht, dass Pippi Langstrumpf neu geschrieben wird. Man kann Kunst zeitkritisch begleiten, man kann sie einordnen, aber man kann sie nicht moralisch „reparieren“. So einfach und so schwierig ist das. Punkt.
Text und Karikatur: Jörg Hafemeister
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