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Stadtbäume++Bürgerservice++Poller

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, schwitzen Sie schon? Heute wird es warm, vielleicht sogar
Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

schwitzen Sie schon? Heute wird es warm, vielleicht sogar schwül. Die ersten richtig heißen Sommertage stehen an. Ich möchte das Zelt auspacken und mit meinem Sohn im Garten übernachten - ob das dieses Wochenende schon etwas wird, entscheiden wir aber spontan, denn es sind auch Regen und Gewitter angesagt. Da hat man dann keine Nachtruhe mit einem Kleinkind.
Doch gerade beim Campen gibt es deutlich hartgesottenere Menschen als mich. Die Zeltplätze in und um Potsdam sind gut gebucht, teils sogar schon voll, und die Gäste kommen auch aus anderen Bundesländern.
Sie genießen schattige Zeltplätze mit Zugang zum Wasser und besuchen die Kultur-Highlights in der historischen Altstadt. Und da geraten sie dann ins Schwitzen. Kaum ein Baum, der Schatten spendet, ist etwa am Alten Markt zu finden. Auch am Lustgarten stehen die Bäume weitab der Wege.
Stattdessen reflektieren Asphalt und Granit die Hitze. Das wollen die Kommunalpolitiker gerne ändern - doch die Verwaltung hat Bedenken. Und Aufwand! Ich hoffe, dass die Stadtpolitik dafür sorgt, dass man im Rathaus so richtig ins Schwitzen gerät bei der Suche nach einer Lösung. Die Bürger und auch die Besucher der Stadt werden sicher für jede Verbesserung des Stadtklimas dankbar sein.
Genießen Sie das Wochenende, vielleicht bei einer der Unternehmungen, die wir Ihnen am Ende dieses Newsletters empfehlen. Den nächsten finden Sie wieder am Dienstag in Ihrem Postfach. Alle aktuellen Neuigkeiten aus Potsdam und Umgebung lesen Sie bis dahin wie gewohnt auf MAZ Online.

Herzliche Grüße
Ihr
Peter Degener

Redakteur der Lokalredaktion Potsdam

PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Das Stadtgespräch

Foto: Peter Degener
Foto: Peter Degener
Die Idee ist ja traumhaft: Nie wieder auf einen Termin auf dem Amt warten, nur um einen Antrag abzugeben und seinen Ausweis zur Feststellung der Identität zu zeigen. Das könnte auch alles per Internet gehen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen würden. Hunderte verschiedene Dienstleistungen der Verwaltung sollen bis Ende 2022 bequem von zuhause für jeden Bürger zur Verfügung stehen! Eigentlich. Denn das Potsdamer Rathaus und auch das Innenministerium des Landes haben nun erstmals mit deutlichen Worten eingeräumt, dass man bei der Umsetzung dieser Ziele, die in einem Bundesgesetz festgeschrieben sind, noch ganz am Anfang steht. Da heißt es nur: weiter träumen.
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Hinter der Recherche

Björn Meding leitet das Schwimmbad blu. Foto: Fabian Lamster
Björn Meding leitet das Schwimmbad blu. Foto: Fabian Lamster
Als MAZ-Volontär Fabian Lamster vor rund zwei Jahren nach Potsdam zog, dachte er nicht, dass er einmal das größte Schwimmbad der Stadt fast für sich allein haben könnte. Er war am Donnerstag mit Badleiter Björn Meding rund um die Schwimmbecken unterwegs, um sich einerseits das spezielle Hygienekonzept und andererseits die Räumlichkeiten insgesamt zeigen zu lassen. Denn am Samstag öffnet das „Blu“ nach der Corona-bedingten Schließung wieder. Die MAZ erklärt, was fortan beim Besuch zu beachten ist. Vor allem das riesige Sportbecken hinterließ einen Eindruck beim Autor. Wann ist die Oberfläche der zweieinhalb Millionen Liter Wasser schon so still und ungetrübt von den Wellen der Schwimmer? Er selbst will allerdings nicht gleich seine Bahnen ziehen und geht lieber ins Freibad. Immerhin wird es jetzt richtig warm.
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Auflösung des Bilderrätsels: Wo ist das?

Dieser Ort wurde gesucht. Foto: Peter Degener
Dieser Ort wurde gesucht. Foto: Peter Degener
Im letzten Newsletter haben wir gefragt, wo sich der „goldene Käfig“ mit den hübschen Glasvasen auf dem Dach und der Figur eines Adlers, der ein Reh schlägt, befindet. Er steht in einem besonderen, oft übersehenen Teil des Parks von Sanssouci – im „Paradiesgarten“ oberhalb der Maulbeerallee. Das „Stibadium“ genannte Gebäude mit dem filigranen Gitter wurde 1846 von Ludwig Persius errichtet und geht auf eine antike Beschreibung zurück. Plinius der Jüngere schreibt von einem halbrunden Speisesofa, einem Stibadium, das von Wein und Säulen umgeben bei seinem Landhaus steht. König Friedrich Wilhelm IV. genoss diese romantische Vorstellung. Er soll selbst in dem für ihn errichten Stibadium gesessen haben - und schöpfte vielleicht beim Anblick des Wasserfalls durch die Gitter neue Kraft und Gedanken.

Das nächste Rätsel gibt es in einem der nächsten Newsletter. Sie haben ein eigenes Potsdam-Rätsel für die Leser? Teilen Sie uns Ihre Idee gerne mit einem Foto mit und schicken Sie ihren Vorschlag an potsdam-newsletter@maz-online.de!
Das Stibadium im Paradiesgarten von Sanssouci. Foto: Bernd Gartenschläger
Das Stibadium im Paradiesgarten von Sanssouci. Foto: Bernd Gartenschläger
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Das ist los im Umland

Ölspur beseitigen, Keller auspumpen oder die Katze vom Baum retten: Die Gemeinde Michendorf hat die Kosten neu kalkuliert und stellt für kostenpflichtige Einsätze künftig höhere Rechnungen. Rückt zum Beispiel das Michendorfer Löschfahrzeug mit Tauchpumpe aus, um einen vollgelaufenen Keller auszupumpen, kostet das künftig 2,26 Euro pro Minute. Mit dem neuen Gebührensatz sind das bei einem großen Feuerwehrfahrzeug 135,89  Euro je Stunde, die in dem Fall der Hauseigentümer zahlen muss.

Der Dorfplatz in Stahnsdorf soll bis zum nächsten Jahr wieder zu einem Mittelpunkt des öffentlichen Lebens im Ort werden. Auf dem Anger rund um die Feldsteinkirche sollen sich die Stahnsdorfer auch außerhalb der bekannten Dorffeste treffen. Der jetzt vorgestellte Entwurf sieht beispielsweise einen Kinderspielplatz sowie einen Bewegungsparcours mit Bockspringen, Balancieren und Schnellkrafttraining vor.

In Kloster Lehnin beginnt die Kultursaison. Die Konzerte der “Sommermusiken” im malerischen Klostergelände können trotz Corona wieder stattfinden. Wem das zu weit weg ist, dem sei verraten: Erstmals werden auf der Webseite klosterkirche-lehnin.de kurze Musikvideos aller Konzerte zu sehen sein.
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Unser Tipp fürs Wochenende

Potsdams Schloss mit der schönsten Aussicht, das Belvedere auf dem Pfingstberg, öffnet wieder den Pomona-Tempel, wo eine neue Ausstellung zu sehen ist. “…ich nehme mir diesem Zwecke zu Folge die Freiheit!“ heißt die Schau mit Werken von Hendrik Schink. Darin geht es um die Zusammenarbeit Karl Friedrich Schinkels mit der königlichen Porzellan-Manufaktur KPM, was sich 2020 zum 200. Mal jährt. Als „Schinkelentwürfe“ haben sie Geschichte geschrieben und bereichern bis heute das Angebot der Manufaktur. Der Ort der Ausstellung ist besonders passend, denn der Pomonatempel gilt als Schinkels erster tatsächlich gebauter architektonischer Entwurf. Weitere Wochenendtipps hat mein Kollege Jan Russezki für Sie zusammengestellt.
Das Werk "Eisenhans" des Künstlers Hendrik Schink.
Das Werk "Eisenhans" des Künstlers Hendrik Schink.
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Das steht nächste Woche an

Die Kitas öffnen wieder!
Ab dem 15. Juni, also ab Montag, dürfen alle Kindertagesstätten und Schulhorte in Brandenburg wieder öffnen - dabei sollen die Kitas dem Vernehmen nach auch von den geltenden Abstandsregeln ausgenommen sein. Rund 18.000 Plätze für die Betreuung von Kindern unter zwölf Jahren gibt es in der Stadt, aber durch die Corona-Schließungen und die Notbetreuung konnte seit Mitte März nur ein Bruchteil der Kinder wie gewohnt ihre Einrichtungen besuchen. Zuletzt mussten die Träger selbst entscheiden, in welchem Rahmen die Kleinen in den Kindergarten gehen durften. Jetzt heißt es also endlich wieder Morgenkreis und Spielplatz für Potsdams Nachwuchs, wir wünschen viel Spaß!

So wird das Sportforum Schlaatz aussehen
Der Schlaatz erhält große neue Flächen für den Freizeit-, Schul- und Vereinssport – das sogenannte „Sportforum Schlaatz“. Es handelt sich um eines der großen Projekte des Kommunalen Immobilienservice, bei dem knapp 12 Millionen Euro investiert werden. Am Dienstag wird klar, wie das Ganze genau aussehen soll. Die Ergebnisse eines Planungswettbewerbs werden dann öffentlich vorgestellt. Schon jetzt ist klar, dass die alte DDR-Halle am Schilfhof abgerissen wird. Stattdessen werden gleich zwei Zweifach-Turnhallen neu errichtet. Sie dienen dann dem Training und Wettkampfbetrieb von Ringern, Judoka, Gewichthebern, Boulderer und den Inline-Skate-Hockeyspielern.

Wieder mal ins Theater?
Die laufende Spielzeit wurde abgebrochen, nun schaut das Hans-Otto-Theater voraus. Am Mittwoch stellt Intendantin Bettina Jahnke vor, was das HOT ab dem Herbst auf die Bühne bringen will.

Mehr Müll als sonst daheim
Die Corona-Pandemie hat bei vielen Bürgern den Alltag verändert. Die Verbraucher kochen mehr daheim, trinken im Homeoffice mehr Kaffee und Tee, übernehmen die Kinderbetreuung oft den ganzen Tag, bestellen häufiger im Internet oder auch beim Restaurant von nebenan. Aber mehr Zeit zu Hause bedeutet auch mehr Abfall, der im Haushalt anfällt. Damit die Recyclingkreisläufe in der Region weiterhin funktionieren, müssen die Konsumenten richtig trennen. Denn die meisten weggeworfenen Abfälle aus Papier, Plastik oder Metall sind Rohstoffe und somit wichtige Ressource für die Wirtschaft. Wie das trotz mehr Müllaufkommen in Corona-Zeiten geht, erklärt die Stadtentsorgung am Mittwoch.

Stadtforum zur Stadtentwicklung nach Corona
Wie wird Potsdam sich weiterentwickeln, wenn man die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie ernst nimmt und auf die Stadtentwicklung und das soziale Miteinander in den Stadtteilen anwendet? Dazu wird am Donnerstag im Stadtforum Potsdam debattiert. Es findet erstmals als Livestream statt und wird auf dem Youtube-Kanal der Stadtverwaltung übertragen. Der Link wird auch auf Internetseite der Stadt zur Verfügung gestellt. Los geht es um 18 Uhr. Erstes Thema ist ein Interview mit der IT-Expertin und Brandenburger Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg (Linke).
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

In dieser Woche beschäftigt sich unser Video-Kolumnist Marcus Gude mit acht rot-weißen Kerlchen, die die Potsdamer Gemüter seit Wochen zum Kochen bringen: Sein Thema sind die verkehrsberuhigenden Poller in der Gutenbergstraße.
Ob er angesichts der Dauer-Umleitung die Messer wetzt oder die Situation doch entschärft sieht, erfahren Sie in seinem Video-Kommentar.
Video: Saskia Kirf
Video: Saskia Kirf
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