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Sorge um Glienicker See+++Corona in Demenz-WG+++Gefährliche Abkürzung

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Liebe Leserinnen und Leser,

bitte begeben Sie sich nicht unnötig in Gefahr. Täglich sehe ich, wie Potsdamer zur Vermeidung eines kleinen Umwegs die Baustelle am Leipziger Dreieck auf hanebüchenen Wegen passieren. Ja, der schnellste Weg ist vorerst dicht. Ich ahne aber schon einen Unfall mit einer Tram voraus, weil ständig Personen im engen Gleisbett entlang laufen - am besten noch mit Rollator oder Rollkoffer. Dabei ist es in der fraglichen Kurve zwischen Friedrich-Engels-Straße und Heinrich-Mann-Allee nicht nur unübersichtlich, sondern das Ausweichen kaum möglich. Die entscheidende Frage: Warum wurde der bequeme Fußgängerweg, der erst im Oktober eröffnet wurde, eigentlich wieder gesperrt?
Auch schon etwas her, nämlich im Oktober, ist der Eklat in der Kunstausstellung „Blickwinkel 1.0“ im Turm der Garnisonkirche. Jetzt ist die fragliche Ausstellung als 3D-Rundgang online zugänglich – und Stiftungsvorstand Wieland Eschenburg gesteht im MAZ-Interview mit dem zeitlichen Abstand ein, dass der Ausschluss mehrerer Kunstwerke ein Fehler gewesen ist. Die gefilzte Figur von Adolf Hitler der Künstlerin Simone Westphal sei als Werk nicht nur „sehr, sehr stark“. Sie „passt genau zum inhaltlichen Ansatz der Stiftung“, sagt Eschenburg im Nachhinein.
Während der Kirchturm langsam aber stetig wächst und als markanter Höhepunkt der Stadtsilhouette zurückkehrt, geht Vieles, was uns Potsdamern lieb ist, schleichend verloren. So warnen die Gärtner von Sanssouci und Co. davor, dass die prägenden Altbäume auf den sandigen Anhöhen wie dem Babelsberg oder dem Pfingstberg innerhalb weniger Jahre so schwer geschädigt wurden, dass das Erscheinungsbild des Welterbes bald nicht mehr das Gleiche sein wird. Nicht nur auf den Bergen, auch am Wasser gibt es ein Problem: So verlandet der Groß Glienicker See zunehmend - und eine Lösung ist nicht in Sicht. Wäre ein kleinerer See mit etwas verschobener Uferlinie aber vielleicht die Lösung im Streit um den öffentlichen Uferweg?
Klar ist in beiden Fällen, dass der Klimawandel die Hauptursache für trockene Bäume und sinkende Wasserpegel ist. Am Fahrländer See wird außerdem noch der Mensch verantwortlich gemacht, genauer gesagt: der Windsurfer. Er soll den Naturraum derart beschädigen und stören, dass ein Surfverbot auf dem Gewässer durchgesetzt werden soll. Gegen die Kriminalisierung und das Label der Umweltzerstörer haben Potsdams Kite- und Windsurfer nun sogar demonstriert.
Etwas Schönes habe ich noch zum Abschluss für Sie: Kennen Sie Herbert Schmidt? Generationen von Schülern hat er als Chemie-Lehrer in Babelsberg unterrichtet. Am Montag feierte Schmidt seinen 100. Geburtstag mit zahlreichen Schülern, die ebenfalls längst im Rentenalter sind. In seinem Unterricht sind zwar die meisten Experimente schief gegangen. „So haben wir das erlebt“, erzählte einer der Schmidt-Schüler unserem Reporter im Seniorenheim – und vermutet, dass die Experimente genau so ablaufen sollten.
In diesem Sinne: Erst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure. Egal ob am Hauptbahnhof oder im Klassenzimmer. Bringen Sie sich nicht unnötig in Gefahr!
Herzliche Grüße
Ihr
Peter Degener
Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Alle hoffen auf Entspannung, doch die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt unverändert hoch - und bringt die Krankenhäuser im Land zunehmend an ihre Grenzen. Angesichts der stetig wachsenden Zahl von Covid-19-Patienten haben es die Berliner mit ersten Aufnahmestopps in den Kliniken zu tun, die Krankenhäuser in der Hauptstadt suchen händeringend Pflegepersonal. Auch in Potsdam steigt der Druck. Droht der Klinik-Kollaps? 
Die gute Nachricht: Die Situation ist auch hier angespannt, aber noch zu handhaben, versichern die Krankenhäuser. Dennoch: Auch hier ist der Druck bereits zu spüren. Im Klinikum “Ernst von Bergmann” sind die zwölf OP-Säle auf acht reduziert worden, Personal wird in der Krise anders als bisher eingesetzt. Das St. Josefs-Krankenhaus meldet: Man befinde sich personell in einer sehr schwierigen Ausnahmesituation, die selbst viele berufserfahrene Kräfte in dieser Intensität noch nicht erlebt haben, sagt Krankenhaus-Sprecher Benjamin Stengl. 
Die Hoffnung der Krankenhäuser: Das Versorgungscluster Corona (VCC) im Westen Brandenburgs, ein Zusammenschluss von Krankenhäusern in der Krise, verhindert den Kollaps. Wie das funktionieren soll, hat meine Kollegin Nadine Fabian recherchiert.
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Die Corona-Lage

Auch an der Voltaireschule gibt es einen Corona-Fall. Foto: Bernd Gartenschläger
Auch an der Voltaireschule gibt es einen Corona-Fall. Foto: Bernd Gartenschläger
Wie hat sich die Zahl der Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage an Schulen, in Kitas, Gemeinschaftsunterkünften und in Pflegeeinrichtungen? Was ist los in den Potsdamer Krankenhäuser? Das alles lesen Sie stets aktuell in unserem Corona-Überblick. Eine Übersicht über die Entwicklung der letzten Tage lesen Sie zudem hier im Newsletter.
Die Zahlen
Trotz des aktuellen Lockdowns steigen die Corona-Zahlen in Potsdam: Bereits am Wochenende vermeldete die Stadt einen Rekord- Sieben-Tage-Inzidenzwert von 164,1, am Montag lag er mit 170,8 sogar noch höher. 23 Neuinfektionen mit dem Coronavirus kamen am Wochenanfang hinzu, am Wochenende waren es insgesamt 84. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus in Potsdam infiziert haben, liegt mit Stand Montag bei 2.148. Insgesamt 1.603 Personen gelten in Potsdam als genesen. 851 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich derzeit laut Stadt in häuslicher Quarantäne. 
Situation in den Krankenhäusern
Im Klinikum Ernst von Bergmann (EvB) werden 25 Corona-Patienten auf der Normalstation und zwölf Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt. Im Alexianer-Krankenhaus St. Josefs werden neun Corona-Patienten auf der Normalstation und ein Corona-Patient auf der Intensivstation betreut. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen ist damit stabil gegenüber dem Vortag.
Lage in Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen
Am Montagnachmittag meldete die Stadt, dass derzeit in vier Potsdamer Kindertagesstätten, in sechs Grundschulen sowie in fünf weiterführenden Schulen einzelne positive Corona-Infektionen aufgetreten sind. Neu am Wochenende dazugekommen sind die Grundschule Ludwig-Renn sowie die Grundschule „Am Priesterweg“.
Für Unruhe sorgt zudem ein Corona-Fall in der Lehrerschaft der Voltaireschule. Dort soll der Unterricht abgebrochen worden sein, Gerüchte einer Schließung machen die Runde. Wir haben bei Stadt und Schulamt nachgefragt.
Bei den Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete gibt es laut Stadt keinen neuen Stand gegenüber Freitag, 4. Dezember. Das bedeutet, dass weiterhin sechs Gemeinschaftsunterkünfte betroffen sind, aber einzig eine Gemeinschaftsunterkunft in der Innenstadt steht komplett unter Quarantäne. Dort waren 18 von 21 Personen infiziert. Ansonsten gebe es nur Einzelfälle in den anderen fünf Einrichtungen.
Aktuell sind außerdem mehrere Senioreneinrichtungen von einzelnen Corona-Infektionen betroffen. Einen Ausbruch hat es, wie bereits am Freitag, 4. Dezember berichtet, in einer Einrichtung im Bornstedter Feld gegeben, am Wochenende weitere 26 Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
Text: Sarah Kugler
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Die besondere Geschichte

Foto: Varvara Smirnova
Foto: Varvara Smirnova
Im Omi-Opi-Haus in der Heinrich-Mann-Allee ist eine kleine Katastrophe passiert: Alle neun Bewohner der Demenzkranken-Wohngemeinschaft sind am Wochenende positiv auf das Coronavirus getestet worden, das Haus steht nun bis zum 15. Dezember unter Quarantäne. Um trotzdem für die Bewohner da sein zu können, sind Hausleiterin Manja Sprdlik und zwei Pflegekräfte spontan in die Einrichtung eingezogen. Keine leichte Aufgabe, aber „zusammen schaffen wir das gut“, sagt Sprdlik. Immer zwei Kollegen betreuen die Bewohner, während der dritte Schlaf aufholt.
Um den Pflegekräften wenigstens ein bisschen Arbeit abzunehmen, hat Gastronomin Christina Wolf verschiedene Potsdamer Kollegen zusammengetrommelt, die nun täglich das Mittagessen für das Omi-Opi-Haus liefern. Wolf ist der Einrichtung sehr verbunden, ihre Schwiegermutter lebte dort bis zu ihrem Tod im August dieses Jahres. Bereits am Sonntag organisierte sie einen Überraschungsbesuch, bei dem der Potsdamer Sänger Robert Bernier musizierte und Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) kleine Geschenke vorbeibrachte. Wie es den Pflegern und Bewohnern vor Ort geht, lesen Sie hier.
Text: Sarah Kugler
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Verkehr aktuell

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Egal, ob im Auto, auf dem Rad oder zu Fuß: Auch die zweite Dezemberwoche verlangt im Stadtverkehr viel Geduld ab. An folgenden Baustellen und Engpässen ist besondere Vorsicht geboten. Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
Wegen Aufbauarbeiten von Lärm- und Staubschutzwänden ist es erforderlich, die Abfahrt der L40 zur Friedrich-List-Straße stadteinwärts am Dienstag, 8. Dezember, 6 Uhr, bis Mittwoch, 9. Dezember, 18 Uhr zu sperren. Die Umleitung wird ausgeschildert. Für Betonierarbeiten ist es notwendig, die Auffahrt der L40 in Fahrtrichtung Teltow zu sperren. Dies ist geplant vom 9. Dezember, 22 Uhr bis 11. Dezember, 6 Uhr. Eine Umleitung wird eingerichtet.
Aufgrund eines Kraneinsatzes wird die Heinrich-Mann-Allee am Donnerstag, 10. Dezember und Freitag, 11. Dezember, im Bereich Bahnhof Rehbrücke für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.
Um den Fahrbahnrand zu erneuern, ist es notwendig, die Fahrländer Chaussee halbseitig zu sperren. Die Verkehrsführung erfolgt in Einbahnstraßenregelung mit Umleitung. In Richtung Priort wird der Verkehr an der Baustelle vorbeigeleitet. In Richtung Kartzow wird eine Umleitung von Priort Bahnübergang nach Buchow-Kartzow auf die L204 Falkenrehde zur B273 bis Kreisverkehr Satzkorn eingerichtet.
Wegen einer Kranaufstellung muss die Kirschallee in Höhe Nummer 18 zwischen 8 Uhr und 14 Uhr voll gesperrt werden.
Die gesamte Verkehrsprognose lesen Sie hier.
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Der kulinarische Tipp

Die Corona-Krise birgt eine bislang beinahe übersehene Chance: Viele sonst allzeit ausgebuchte Lokale bieten ihre Menüs nun zum Mitnehmen oder geliefert an - und auch die Potsdamer Top-Restaurants, die man vielleicht sonst wegen vermeintlicher oder realer Hochpreisigkeit nicht aufsucht, haben sehr faire Angebote.
Foto: Köster
Foto: Köster
Das Maison Charlotte in der Mittelstraße ist seit vielen Jahren als Teil des Gastro-Konzerns Junick (Kaffeerösterei, Juliette, Sie wissen schon) ein Garant für französische Cuisine auf hohem Niveau. Die Preise sind dabei übrigens im Verhältnis zur Leistung immer moderat gewesen, doch das nun offerierte Abholangebot ist wirklich kaum zu schlagen.
Immer von Freitag bis Sonntag bietet das zehnköpfige Team ein Drei-Gang-Menü für 39 Euro pro Person an: Zwiebelsuppe als Starter, gefolgt von confierter Gänsekeule oder Ochsenbäckchen, abgerundet mit hausgemachtem Mohnkuchen. Auch die Weinkarte kann probegetrunken werden, zu deutlich reduziertem Preis. Wer die Küche des Charlotte bislang nicht kennt, kann sich hier von deren Qualität überzeugen, langjährige Besucher ihren Hunger und die Sehnsucht nach dem herrlich unprätentiösen Franzosen stillen. Alle Informationen hält die Homepage des Restaurants bereit - bon appetit!
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Unsere Entdeckung der Woche

Foto: privat
Foto: privat
Sechs Meter groß ist der aufblasbare Weihnachtsmann, auf fünf Meter Höhe kommt der dazu passende Baum und zwölf Kilometer Lichterketten schlängeln sich um das Haus und durch den Garten. Weddingplaner und Eventmanager Christian Schulze hat sein Haus in Phöben in ein Weihnachtshaus verwandelt. Zum Advent öffnet der 33-Jährige vor allem für Familien mit Kindern freitags bis sonntags sein kleines Paradies aus Kugeln, Schlitten und Schneemaschine – natürlich unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Vorschriften. 
Die MAZ sucht das schönste Weihnachtshaus
Sie haben Ihr Haus, Vorgärten, Fenster und Dächer ebenfalls für die anstehenden Feiertage geschmückt? Wie dekorieren Sie Ihr Haus oder den Balkon Ihrer Wohnung? Wir suchen fantasievolle Beleuchtungen, selbst gebaute Figuren, opulente Holz-Pyramiden – eben alles, was Weihnachts- und Winterfreunden in der Nachbarschaft das Herz aufgehen lässt. Schicken Sie uns ein Foto von Ihrer Deko! In einer Online-Abstimmung können die MAZ-Leser aus allen Einsendungen der Region ihren Favoriten wählen. Der Gewinner erhält einen Ikea-Gutschein im Wert von 100 Euro – und unter allen Gewinnspiel-Teilnehmern verlosen wir drei Amazon-Gutscheine im Wert von 50 Euro.
Bitte senden Sie Ihre Bilder mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse per E-Mail an weihnachtshaus@maz-online.de, Betreff: Weihnachtsdeko. Einsendeschluss ist am Sonntag, 13. Dezember, 20 Uhr.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Kunst aus kleinen Steinen findet sich an vielerlei Orten in Potsdam. Die meisten Mosaike stammen aus der DDR-Zeit, als bei manchen Gebäuden buchstäblich flächendeckend Bilder an den Fassaden angebracht wurden. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich das Kosmos-Mosaik am Kreativhaus Rechenzentrum. Dort wurden Anfang der Siebziger Jahre politische und propagandistische Motive künstlerisch verarbeitet.
Nur ein paar Jahre später entstand das gesuchte Mosaik in geringer Entfernung zum Rechenzentrum. Aus der Nähe betrachtet verschwimmt das Bild zu einem Pixelmeer – es scheint sich in ein reines Muster aufzulösen. Doch wer auf das Gebäude zugeht, erkennt noch das große Ganze. Dabei fällt es vermutlich den Kindern, die dort ein- und ausgehen, etwas leichter, dem Mosaik einen Titel zu geben.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum 10. Dezember eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Auch in Potsdam-Mittelmark breitet sich das Coronavirus weiter aus. Hier eine Übersicht zur aktuellen Lage. Insgesamt 17 neue Corona-Infektionen meldete der Landkreis Potsdam-Mittelmark am Montag. Die meisten Neuinfektionen meldete der Landkreis aus Teltow (9), Groß-Kreutz (Havel) (8), Beelitz und Kleinmachnow (jeweils 7) sowie Werder/Havel (6).
In einem Saarmunder Pflegeheim wurden drei Bewohner und mehrere Mitarbeiter positiv getestet. Nach Tests in der Grundschule in Bergholz-Rehbrücke und im Glindower Hort verlängert das Gesundheitsamt die bestehende Quarantäne jeweils bis 9. Dezember. In einem Altenpflegeheim in Werder zeigte ein Bewohner am 3. Dezember coronatypische Symptome und wurde mit einem Antigen-Schnelltest zunächst negativ getestet. Ein zweiter Test beim Hausarzt war positiv. Die 36 Mitbewohner des Wohnbereiches der Einrichtung wurden unter Quarantäne gestellt. Die Einrichtung stellte ihren Besucherverkehr ein.
Nachdem am Sonntag die Gemeinde Stahnsdorf einen Corona-Fall aus dem Lindenhof-Hort gemeldet und das Gesundheitsamt daraufhin 13 Kollegen, die beiden Hausmeister und eine Sozialarbeiterin bis zum 15. Dezember in Quarantäne geschickt hatte, musste die Gemeinde den Hort bis auf weiteres schließen. Nach einem neuen Corona-Fall in der Stahnsdorfer Zille-Schule erhält eine fünfte Klasse bis zum 16. Dezember Distanzunterricht. 
Foto: Luise Fröhlich
Foto: Luise Fröhlich
Die Tafelausgabe in der Tee- und Wärmestube in Werder ist nach der Debatte wegen des Rückzugs des Trägers gerettet. Die Stadt Werder und die Potsdamer Tafel wollen das Angebot im Januar nahtlos weiterführen und stimmen sich dazu gerade ab. Die Ehrenamtlichen, die teilweise seit Jahren freiwillig in der Wärmestube helfen, waren überrascht und schockiert von der Nachricht, dass die Einrichtung ihren Träger, die Ernst-von-Bergmann-Sozial gGmbH, verliert. Dennoch wollen sie sich weiter für die hilfsbedürftigen Menschen einsetzen. 
Mitten ins Herz hat die Nachricht von der Existenznot des Vogelparks Teltow viele Menschen in der Region getroffen und mit so viel Zuspruch für eine Spendenaktion zum Nikolaustag hat dort keiner gerechnet. Foto: Gesine Michalsky
Mitten ins Herz hat die Nachricht von der Existenznot des Vogelparks Teltow viele Menschen in der Region getroffen und mit so viel Zuspruch für eine Spendenaktion zum Nikolaustag hat dort keiner gerechnet. Foto: Gesine Michalsky
Gute Nachrichten auch für die Zukunft des Vogelparks und Streichelzoos von Lothar Lübeck in Teltow, denn die ist für die nächste Zeit erstmal gerettet. Ein großer Autoversicherer in Teltow spendete dem privaten Tierpark 15.000 Euro. Eine Benefizveranstaltung der Gaststätte „Yves Bistro am Vogelpark“ am Sonntag brachte einen Erlös von 3660 Euro, die komplett an den Zoo-Inhaber übergeben wurden. Mehr als 1000 Besucher waren am Nikolaustag nach Teltow gekommen, um mit dem Kauf einer Grillwurst und eines Glühweins „to go“ sowie einem Foto mit Nikolaus und Pferd für fünf Euro dem durch die Corona-Krise existenzbedrohten Vogelpark finanziell zu helfen. Zwei Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam verkauften den Jahreskalender ihres Vereins für 2021. Die Hälfte des Preises ging an den Vogelpark.
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Das Letzte kommt zum Schluss: Hafemeister

Wurde MAZ-Karikaturist Jörg Hafemeister etwa vom Corona-Blues erwischt? Nein, auf ganz lange Sicht bleibt er natürlich optimistisch: “Wunschzettel hin, Weihnachten her: Früher war mehr Lametta. 2020 bedeutet Vorfreude vor allem Vorfreude auf Weihnachten 2021.”
Karikatur: Jörg Hafemeister
Karikatur: Jörg Hafemeister
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