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So leicht kommt man an falsche Impfpässe++Großes OB-Interview++Rettung für "Familie Grün"

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Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Liebe Leserinnen und Leser,
nachdem es vor einigen Tagen noch hieß: “Nicht schon wieder!”, darf ich heute verkünden: Es gibt Hoffnung für die schicksalsgeplagte Familie Grün in der Brandenburger Straße - eine neue Idee und professionelle Unterstützung für die Zukunft des Keramik-Kunstwerks! Das Zauberwort heißt “Polymerbeton”. Was das ist, wieso es am Ende dennoch wie Keramik aussehen könnte und was Katja Buhlmann dazu sagt, die das Andenken an die Schöpfer der Familie Grün - ihre Eltern - bewahrt, das können Sie hier lesen. Mein Dank geht schon jetzt an den Stadtschlossverein, der seine Expertise mit Figurenkopien ehrenamtlich auch dem beliebten Keramik-Kunstwerk zur Verfügung stellen möchte.
Leider gibt es nicht überall so hoffnungsfroh stimmende Nachrichten. Nach dem Corona-Ausbruch hat das Klinikum “Ernst von Bergmann” nun ein Besuchsverbot ausgesprochen.
Die Träger der Potsdamer Kitas schlagen gemeinsam Alarm - der coronabedingte Personalmangel sorgt für Einschränkungen und womöglich sogar Schließungen ganzer Einrichtungen in den kommenden Wochen und Monaten. MAZ-Redakteurin Saskia Kirf hat das Geschehen kommentiert. Sie sieht nun nicht nur kurzfristige Hilfe vonnöten, sondern verlangt ähnlich wie bei den Pflegern auch Verbesserungen im ganzen System.
Zwei gute Corona-Nachrichten: Die Potsdamer Hausärztin Heidi Boschmann verbreitet im Interview sehr viel Zuversicht, was die Impfmüdigkeit angeht.
Und am kommenden Mittwoch öffnet in der Schinkelhalle die erste der zwei neuen Impfstellen. Am Freitag ist dann die Metropolishalle wieder Anlaufstelle für alle Impfwilligen. Das hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung bekannt gegeben.
Von Schubert können Sie heute übrigens noch eine ganze Menge lesen, etwa, was ihn wütend macht. Heute Morgen ist das große MAZ-Interview mit dem Oberbürgermeister zur vierten Welle in der Landeshauptstadt veröffentlicht worden. Mehr dazu finden Sie weiter unten im Newsletter.
Zum Abschluss noch drei Nachrichten, die Sie lesen sollten, um auch heute im Bilde zu sein, was in Potsdam passiert:
Im Prozess und die Tötung eines Babys gab es am Donnerstag eine große Wende. Die Angeklagte Marina S. hat plötzlich ihr Schweigen gebrochen und von einer Sturzgeburt in der Badewanne berichtet.
In der Medienstadt Babelsberg begehren die Anwohner der August-Bebel-Straße auf, die genau gegenüber dem geplanten Libeskind-Turms wohnen. Sie fordern Beteiligung in der geplanten Werkstatt, wo der Entwurf beraten wird.
Und in der Stadtverordnetenversammlung kam es zur unerwarteten Rettung des Oberstufenzentrums 1, das beinahe zugunsten einer Gesamtschule zerschlagen werden sollte. Doch die “Gesamtschule am Schloss” wird stattdessen nun digitale Modellschule in Krampnitz. Was daraus wird, will ich hier jetzt nicht orakeln. Bei Krampnitz denkt man ja gerne “Nicht schon wieder!” - aber wir wollen ja in dieser Ausgabe hoffnungsfroh bleiben.
Ihr
Peter Degener
Redakteur der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Oberbürgermeister Mike Schubert in der Mangel der MAZ-Journalistinnen. Foto: Julius Frick
Oberbürgermeister Mike Schubert in der Mangel der MAZ-Journalistinnen. Foto: Julius Frick
Die vierte Welle rollt, die Infektionszahlen steigen - und Potsdams Oberbürgermeister? Schien bis zu seinem jüngsten Dringlichkeitsantrag zur Bewältigung der Pandemie abgetaucht oder zumindest ungewohnt öffentlichkeitsscheu. Warum? Das haben wir ihn im großen MAZ-Interview zur aktuellen Corona-Situation gefragt. Doch Schubert spricht nicht nur über seine neuen Corona-Strategie, er erklärt auch, warum er sich nicht scheut, das Wort Lockdown in den Mund zu nehmen, Schulschließungen für ihn aktuell keine Option sind und was ihn in dieser Pandemie so richtig wütend macht. Das ganze Interview lesen Sie hier.
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Die Corona-Lage

Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstag 154 neue Corona-Fälle in Potsdam registriert – 33 mehr als am Vortag. Damit stieg die Gesamtzahl aller bisher in Potsdam bestätigten Corona-Fälle auf 11.498. Allein in den vergangenen Tagen wurden 918 Neuinfektionen in Potsdam gemeldet – das entspricht einer Sieben-Tages-Inzidenz von 488,2 – der fünfthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.
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Hinter der Recherche

Der Impfausweis und das zugehörige digitale Zertifikat öffnen in Zeiten von 2G so manche Tür. Foto: Friedrich Stark/epd
Der Impfausweis und das zugehörige digitale Zertifikat öffnen in Zeiten von 2G so manche Tür. Foto: Friedrich Stark/epd
Nachdem in Potsdam in Apotheken mehrere Fälschungen von Impfpässen erkannt wurden, stellt sich die Frage: Woher kommen diese Dokumente? Ein Blick ins Netz zeigt: Dort wird der Betrug mit falschen Corona-Impfzertifikaten und -pässen offen angeboten.
Im Zuge dieser Recherche wurde MAZ-Redakteur Peter Degener von einem Unbekannten in einem anonymen Chat angesprochen. Er gab sich als Kauf-Interessent für einen falschen Impfausweis aus, stellte Fragen - und erfuhr erschreckende Hintergründe. Der Selbstversuch zeigt zudem, wie einfach der Kauf eines gefälschten Nachweises ist und wie weit die Kriminellen offenbar gehen. Lesen Sie hier das Protokoll.
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Der kulinarische Tipp

Christian Heymer kocht im Fritz am Markt in Werder. Foto: Bernd Gartenschläger
Christian Heymer kocht im Fritz am Markt in Werder. Foto: Bernd Gartenschläger
Mit dem “Fritz am Markt” ist Werder (Havel) um ein Restaurant reicher. MAZ-Gastrokritikerin Manuela Blisse hat es für Sie getestet und findet: Das Entdecken der originellen regionalen Küche lohnt sich auch für eine weitere Anfahrt aus Potsdam und Berlin – etwa für die „Brandenburg Tapas“. Die Produkte in der Küche kommen, bis auf Pfeffer, aus einem 15-Kilometer-Radius. Ergänzt werden sie um Spezialitäten aus Brandenburg. Den gesamten Eindruck der Kritikerin und Details von der Speisekarte können Sie hier nachlesen.
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Unsere Entdeckung der Woche

Der Weihnachtsbaum am Museum Das Minsk. Foto: Hasso Plattner Foundation
Der Weihnachtsbaum am Museum Das Minsk. Foto: Hasso Plattner Foundation
Zum zweiten Mal verschönt die Hasso-Plattner-Stiftung mit einem Weihnachtsbaum das Potsdamer Stadtbild. Vor einem Jahr noch war das einstige Terrassenrestaurant Minsk auf dem Brauhausberg in blaue Baustellenplanen eingehüllt. Mittlerweile strahlt es mit weißen Flächen und Kanten - und davor leuchtet eine acht Meter hohe Tanne. Ganz wie die Kunstsammlung des geplanten Museums “Das Mink” aus Ostdeutschland stammt der Baum nicht aus der Ferne. Sie wuchs in Werder an der Havel, wie die Plattner-Stiftung verrät.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Sie findt einen Dolch. Sie ersticht sich. Die Regieanweisungen stammen aus einem der berühmtesten Stücke der Literaturgeschichte. „Juliette“ – das ist der englische Name aus Shakespeares „Romeo und Julia“. Es ist die letzte Szene, der Tod der beiden Verliebten. An einem Ort der Bildung finden sich die berühmten Verse auch in Potsdam. „Hat mein Herz je geliebt?“ steht dort. „O, ich bin ein Dummkopf des Glücks!“ ebenso. „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“….und so weiter bis das Julia ihr eigenes Fleisch zur Scheide des Dolches macht. „Hier roste und lass mich sterben!“ Wo wird so dramatisch die Lust auf Bühne und Literatur geweckt?
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum Sonntag, 5. Dezember, eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Vergessen Sie Ihre Postadresse nicht, denn Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Adventskalender: Jeden Tag bis Weihnachten ein Kinderlächeln aus dem Potsdamer Umland
Corona-Chaos an Schulen: Ein Lehrerbrief aus Teltow voller Wut und Verzweiflung
Meldefrist beendet: Sieben Männer wollen Landrat von Potsdam-Mittelmark werden 
Keine Präsenzpflicht: Nur wenige Kinder im Potsdamer Umland bleiben zuhause
Zurück nach Werder: Paula Grüning eröffnet Atelier in alter Heimat
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 71
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 71
In dieser Woche empfiehlt MAZ-Videokolumnist den “Glögg” vom Lakritzkontor - und zwar aus gutem Grund: Durch den abgesagten Weihnachtsmarkt steht davon nämlich viel zu viel rum - und wird nun im 5-Liter-Kanister verkauft. Was das mit der MAZ-Benefizaktion “Sterntaler” zu tun hat, verrät er im Video auch.
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