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Schuss auf dem Erdbeer-Hof+++Nachruf auf Sanitäter+++Werders Bürgermeister-Wahl

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Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
Parkplätze bleiben in dieser Stadt ein heißes Thema. Sie werden nicht nur immer teurer und sind sowieso sehr rar - jetzt fiel wegen eines Parkplatzstreits sogar ein Schuss in Potsdam - ganz absichtlich. Was es damit auf sich hat, lesen Sie in unserer Rubrik “Stadtgespräch” in diesem Newsletter.
Auch nicht immer einfach: die Parkplatznot vor Schulen. Ob mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad - irgendwie müssen die Kleinsten zu Schule gebracht werden. Besonders bequem ist das Auto, vor allem, wenn man bis vor den Schuleingang fährt. Doch das diese “Elterntaxis” sorgen auch für Ärger - etwa bei anderen Eltern. An der Babelsberger Goetheschule wird am Dienstagmorgen ein Zeichen gesetzt - und wo sonst Autos im Halteverbot, auf Gewhegen und in Feuerwehrzufahrten halten, stehen an diesem Morgen so manche Fahrräder mit Hinweisschildern: “Bringe nur schnell das Kind weg”. Mal schauen, ob das Problembewusstsein bei den Autofahrern dadurch wächst.
Ganz schlechte Park-Angewohnheiten haben auch die Badegäste der Seen in Groß Glienicke und Sacrow. Die stellen die Straßen derart zu, das man kaum noch durchkommt - insbesondere die großen Busse. Das Ordnungsamt geht nach Jahren der Ankündigung nun konkret dagegen vor. Passen Sie also beim nächsten Badeausflug auf, dass Sie möglichst nicht mit dem Auto anreisen - sondern vielleicht mit dem Bus!
Der Potsdamer Verkehrsbetrieb hat die dringendsten Probleme gerade erkannt: Personalmangel. Die Notlösung: Beim ViP beginnen die Ferien einfach einen Monat eher. Denn mit dem Ferienfahrplan sind sofort weniger Fahrer nötig. Die Details zu diesem Fahrplan lesen Sie hier.
Wer lieber woanders badet - etwa im Urlaub in fernen Ländern - und noch einen Reisepass oder einen neuen Ausweis benötigt, der sollte heute aktiv werden. Die vor wenigen Wochen eingeführte digitale Warteliste im Potsdamer Bürgerservice wird nämlich abgeschaltet und zwar heute abend um Mitternacht.
Die gute Nachricht: Bis zu Ferienstart sind es gerade noch drei Wochen! Dann liegt man entweder selbst am Strand oder hat wenigstens deutlich mehr Platz auf Potsdams Straßen und Radwegen. Und mehr Parkplätze sollte es dann für einige Wochen auch geben.
Bleiben Sie gesund,
Ihr
Peter Degener
Redakteur der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Seit Wochen schon knallt es an der Bundesstraße 273 zwischen Potsdam und der Autobahn A10: Obstbauern verscheuchen mit Schussgeräten und Schreckschusswaffen räuberische Vögel. “Stare, Krähen und Tauben gehen auf alles, was rot ist”, erzählt der Chef des Obstgutes Marquardt, Lutz Kleinert. Am Sonntag allerdings wurde eine solche Pistole eingesetzt, um Selbstpflücker in ihre Schranken zu weisen. Die Polizei rückte aus.
Was genau sich vor Ort ereignete, hat MAZ-Reporter Rainer Schüler recherchiert. Er sprach mit dem Chef der Selbstpflück-Felder.
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Die besondere Geschichte

Der Potsdamer Notfallsanitäter Christoph Gadow ist tot. Foto: privat.
Der Potsdamer Notfallsanitäter Christoph Gadow ist tot. Foto: privat.
Diesen Retter konnte keiner retten: Der Tod des Potsdamer Notfallsanitäters Christoph Gadow (35) zieht eine ungewöhnliche Spendenaktion nach sich. Freunde haben um Hilfe für seine Beisetzung und die hinterbliebene Familie gebeten. “Chris, auch wenn du kein Mann warst, der viel Aufhebens um seine Person gemacht hat, schicke ich dich und deine Geschichte jetzt einmal um die Welt in der Hoffnung, so viel Unterstützung wie möglich zu erhalten“, schreibt der Initiator. Die MAZ hat sich die Geschichte von Chris Gadow angehört.
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Verkehr aktuell

Autofahrer und Radler aufgepasst: Viele kleine und einige große Baustellen, etliche Sperrungen und Engpässe behindern den Verkehr auf Potsdams Straßen in der Woche ab dem 13. Juni. So wird beispielsweise die Maulbeerallee wegen der Musikfestspiele Sanssouci am kommenden Sonntag, 19. Juni, ab 10 Uhr, bis Montagmorgen, 20. Juni, 2 Uhr, komplett gesperrt.
Wo überall sonst besondere Vorsicht und Geduld gefragt sind, erfahren Sie hier.
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Die Schiffssirene hallt aus der Ferne, auch die Glocke einer Kirche, eine Autohupe oder ein Telefonklingeln lassen sich ganz bequem  auf Tastendruck erzeugen. Mit Hilfe einer Kinoorgel wurden Filme in der Stummfilmära begleitet. Da gab es Dialog nur auf Texttafeln - stattdessen wurden die Emotionen und Ereignisse allein über die Filmmusik transportiert. Ein paar Geräusche und Effekte kamen hinzu, auch einige Instrumente konnte man damit imitieren. 
Die Welte-Kinoorgel im Potsdamer Filmmuseum war schon bei ihrer Konstruktion im Jahr 1929 für den Luxor-Kinopalast in Chemnitz eines der letzten Exemplare seiner Art. Denn in diesem Jahr feierte auch der erste deutsche, vollständig mit Ton gedrehte Spielfilm “Melodie des Herzens” seine Premiere. Innerhalb weniger Jahre wurde der Stummfilm vom Tonfilm abgelöst, die Kinoorgeln wurden obsolet.
Der Spieltisch der Welte-Kinoorgel im Filmmuseum. Foto: Peter Degener
Der Spieltisch der Welte-Kinoorgel im Filmmuseum. Foto: Peter Degener
Zum Glück haben sich einige Exemplare erhalten. Die Welte-Kinoorgel wurde 1979 aus dem Chemnitzer Kino ausgebaut und dem gerade neugegründeten Potsdamer Filmmuseum übergeben. Zunächst musste das Instrument ins Depot verbannt und eingelagert werden. Vor dreißig Jahren begann die Restaurierung, 1993 erklang die Kinoorgel dann erstmals im nachtblauen Kinosaal des Filmmuseums - und wird bis heute regelmäßig zur Begleitung von Stummfilmen gespielt.
Das, was wie ein Klavier aussieht und neben der Leinwand im Kino steht, ist natürlich nicht die ganze Orgel, sondern nur ihr Spieltisch. Hinter der Leinwand aber sind all die geräusch-erzeugenden Pfeifen und anderen Teile der Orgel in einem großen Raum untergebracht. Durch eine Glasscheibe kann man darin sehen, wie die Stummfilmwelt auf der Leinwand akustisch zum Leben erweckt wird.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

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Hafemeister: Das Letzte kommt zum Schluss

“Nein, das ist kein spezifisches Potsdamer Problem. Trotzdem: Die Absicht, unabhängig von der Bedürftigkeit an der Tankstelle einfach allen ein paar Runden zu spendieren, freut die mit dem größten Spritdurst natürlich besonders. Vor allem aber freut es die Mineralölkonzerne, die sich den größten Schluck aus der Pulle genehmigen. Wohl bekommt’s, liebe Liberalen!”
 Text und Karikatur: Jörg Hafemeister
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