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Scharfe Granate +++ Warteliste für Impftermine+++Corona-Jubiläum

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Wenn ich dem Wetterbericht glauben darf, hat soeben die Regenzeit in Potsdam begonnen. Zumindest mein Handy behauptet, wir sollten in den nächsten Tagen dauerhaft einen Schirm dabeihaben - und eine Sonnenbrille. Aprilwetter im März ist aber wahrlich nichts, was uns jetzt noch schockieren kann, immerhin haben wir mittlerweile ein Jahr, Sie wissen schon, Pandemie hinter uns.
Was wiederum tatsächlich noch einen ordentlichen Schock auslöst? Zum Beispiel der Fund einer scharfen Garante aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem ansonsten friedlichen Feld in Uetz. Genau das hat ein Potsdamer Landwirt am Donnerstag erlebt.
Nicht mehr allzu viel erleben dürfte man in absehbarer Zeit im Staudenhof. Der aktuelle Zankapfel der innerstädtischen Gestaltung soll abgerissen werden, findet der Hauptausschuss der Stadt. Nicht nur Potsdam streitet über das Ost-Gebäude, auch Architekten sind uneins darüber, was der Bau wert ist.
Während des Pandemiejahres haben in Potsdam die Straftaten und auch die Verkehrsunfälle abgenommen. Eine gute Nachricht eigentlich, aber leider wurde bei der Vorstellung der Polizeistatistik auch klar, dass die Expertinnen und Frauenhaus-Mitarbeiterinnen sich nicht geirrt haben: Die Fälle häuslicher Gewalt sind massiv angestiegen.
Es muss schrecklich sein, mit dem Menschen zu Hause festzusitzen, der einem nichts Gutes will. Ich wünsche uns allen von Herzen, dass die Opfer solcher Taten Hilfe finden - und dass wir selbst aufmerksam sind, wenn jemand Hilfe braucht. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund und uns gewogen! Der nächste Newsletter erwartet Sie wieder am Dienstag.
Herzliche Grüße, Ihre
Saskia Kirf
Redakteurin in Potsdam
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Das Stadtgespräch

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Noch immer wird in Brandenburg viel zu langsam gegen das Corona-Virus geimpft: Am Mittwoch zum Beispiel wurden im ganzen Land nur 8959 Impfdosen gespritzt. Hier wohnen allerdings 2,52 Millionen Menschen und selbst, wenn Brandenburg bald die erhofften 40.000 Impfungen pro Woche schafft, würde es, Stand heute, bis Ende April dauern, jedem Brandenburger auch nur die erste Impfdosis gegen Corona zu verabreichen - und zwar Ende April 2022! Mittlerweile liegt das nicht mehr am mangelnden Impfstoff, sondern an der Logistik drumherum. Besonders die Terminvergabe stockt immer wieder. Wer Anspruch auf welchen Impfstoff hat, haben wir hier zusammengefasst.
Nun hat die Landeshauptstadt Fakten geschaffen: Seit Donnerstag können sich Potsdamerinnen und Potsdamer einen Termin für die Corona-Schutzimpfung reservieren, wenn zu den beiden höchsten Prioritätsgruppen gehören, aber laut Impfreihenfolge noch nicht an der Reihe wären. Mit Hilfe eines Online-Formulars auf der Website der Landeshauptstadt sollen kurzfristig Termine vergeben werden können für Impfstoffdosen, die sonst verfallen würden. Wer binnen einer halben Stunde in der Lage ist, am Impfzentrum zu erscheinen, kann sich registrieren. Die MAZ beantwortet die wichtigsten Fragen zur Potsdamer Impftermin-Warteliste.
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Die Corona-Lage

Jetzt ist es wirklich ein Jahr her: Am 14. März 2020 wurde die Ansteckung eines 64 Jahre alten Potsdamers mit SarS-CoV-2 entdeckt. Bis heute sollten 5.295 Fälle folgen.
Dabei hat das Infektionsgeschehen in den vergangenen Tagen wieder an Dynamik aufgenommen, Potsdam befindet sich offenbar ebenso wie ganz Deutschland bereits in der dritten Welle. In unseren täglichen Corona-Updates informieren wir ständig über die wichtigsten Entwicklungen.
In den vergangenen sieben Tagen wurden 80 neue Infektionen in der Stadt festgestellt, die Inzidenz liegt bei 44,4. Der Vergleich zu den Vorwochen macht den Anstieg deutlich: Letzte Woche lag die Inzidenz am Freitagmorgen bei 36,6, in den beiden Wochen davor sogar jeweils unter 30. Mehr als 7000 Potsdamer haben bislang das Angebot der kostenlosen Schnelltests wahrgenommen.
Die Corona-Ampel in der Landeshauptstadt Potsdam steht weiterhin auf Gelb. In den Potsdamer Kitas gibt es aktuell fünf Kinder die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind, einen weiteren positiven Test gibt es in der Schülerschaft einer Gesamtschule.
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Der kulinarische Tipp

Nichts geht ohne Birnen - für uns Brandenburger sollte das spätestens seit Herrn Ribbeck von Ribbeck im Havelland klar sein. Das Berliner Unternehmen Havelwasser sieht das genauso und kreiert deshalb Getränke mit dem besonderen Birnen-Kick. Die gleichnamige Hauptlinie “Havelwasser” ist ein spritziger Mix aus Wein und Birnensaft, ein fein moussierender Drink mit einem Alkoholgehalt von 3,5 Prozent.
Auch der MAZ-Videokolumnist bietet in seinem Feinkostgeschäft Gudes die Havelwasser-Spezialitäten an.Foto: Marcus Gude
Auch der MAZ-Videokolumnist bietet in seinem Feinkostgeschäft Gudes die Havelwasser-Spezialitäten an.Foto: Marcus Gude
Knackiger kommt die “Eierbirne” daher: puddingdicker, würziger Eierlikör, der sich sicher auch in einem Osterkörbchen für Erwachsene gut macht. Cider, Brände und Liköre stehen ebenfalls auf der Karte. Die Produkte von Havelwasser sind im lokalen Einzelhandel ebenso erhältlich wie auf Potsdam liefert, auch die Unternehmens-Homepage selbst verfügt über einen Shop. Und jetzt alle: “So spendet Segen noch immer die Hand/Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland”.
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wohin für die schwere Gittertür zwischen Beton- und Ziegelwand? Wer dem Weg nach rechts folgt, gelangt auf den Verwaltungscampus der Potsdamer Stadtverwaltung. Hoch ragt dort der alte Stasi-Bau, der unter anderem das Bauamt beherbergt. Wer sich dagegen umdreht und die Rampe hinauf läuft, gelangt zum Justizzentrum I an der Jägerallee.
Und weil es sich bei beiden Bereichen um Behörden handelt, ist ganz klar geregelt, wann man diesen Durchgang benutzen darf. Geöffnet ist diese Tür nur an Werktagen zwischen 5 Uhr morgens und 20 Uhr abends. Wehe dem, der wegen ein paar Überstunden zu spät aus dem Büro kommt oder am Wochenende quer über das stets zugänglich Gelände abkürzen will!
Die Tür am Ende der Rampe verbindet zwei Behörden-Areale. Foto: Peter Degener
Die Tür am Ende der Rampe verbindet zwei Behörden-Areale. Foto: Peter Degener
Und weil es sich bei beiden Bereichen um Behörden handelt, ist ganz klar geregelt, wann man diesen Durchgang benutzen darf. Geöffnet ist diese Tür nur an Werktagen zwischen 5 Uhr morgens und 20 Uhr abends. Wehe dem, der wegen ein paar Überstunden zu spät aus dem Büro kommt oder am Wochenende quer über das Gelände abkürzen will!
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Ein Jahr Dauerkrise, ein Jahr Schwerstarbeit: Potsdam-Mittelmarks Chefin des Gesundheitsamtes, Karen Brinkmann, blickt auf zwölf Monate Corona zurück – und verteidigt ihre Mitarbeiter. Wurde die Situation richtig eingeschätzt? Hat der Kreis den Überblick verloren? Und wie geht es ihr selbst? Im Interview mit Konstanze Kobel-Höller blickt sie zurück auf das wohl schwierigste Jahr ihrer Dienstzeit, spricht über Kritik und Krisen und wehrt sich: “Wir werden oft als Sündenbock genutzt.“
Foto: René Gaffron
Foto: René Gaffron
Auf Werders neuem Hoffbauer-Schulcampus im Ortsteil Glindow soll eine Gesamtschule gebaut werden. Das bestätigte der Vorstandsvorsitzende der evangelischen Stiftung, Frank Hohn, gegenüber der MAZ. Bis vor Kurzem war noch unklar, ob im Sekundarbereich ein Gymnasium oder eine Gesamtschule entstehen soll. Aus Werder gab es sowohl Stimmen für die eine als auch für die andere Variante. „Letztlich haben wir in Abstimmung mit der Stadt beim zuständigen Landkreis nach dem Bedarf gefragt“, erklärt Frank Hohn. Starten will Hoffbauer mit der privaten Gesamtschule im Idealfall im Jahr 2023.
Und wo wir schon in Werder sind: Inzwischen steht fest: Auch dort darf eine Hausärztin ab kommender Woche gegen das Corona-Virus impfen. Luise Fröhlich hat mit ihr gesprochen.
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Unser Tipp fürs Wochenende

Uns steht ein verregnetes Wochenende bevor, es herrscht also genau das richtige Wetter, um die Familie oder Freunde einzupacken und das Wochenende in Theater, Kino und Konzertsaal zu verbringen. Lockdown sei Dank geht das nicht - aber das Programm “Kultur.macht.Potsdam” bringt uns am Samstag allen die ersehnten Highlights aus dem Potsdamer Kulturleben nach Hause. Das gesamte Programm ist bereits online, so dass sie bequem planen können, ob sie lieber um 15 Uhr mit den Klinik-Clowns lachen wollen, die Kinder um 16 Uhr mit der Tanzschule Balance auspowern, Filme sehen oder Vorträgen lauschen wollen - oder einfach alles nacheinander. Auf der Plattform Potsdam liefert gibt es passende Snacks und Getränke für den Kulturmarathon.
Potsdams bekanntester Heuhaufen ist Geschichte. Screenshot: Instagram.com
Potsdams bekanntester Heuhaufen ist Geschichte. Screenshot: Instagram.com
Ganz und gar live und vor Ort startet am Samstag außerdem  die Rembrandt-Ausstellung im Museum Barberini. Der Ticketverkauf startet am Mittwoch, 10. März, auf der Website unter museum-barberini.de. Die Tickets sind nur für die jeweils drei nächsten Wochentage buchbar. Wie es aussieht, wenn ein überdimensionaler Heuschober aus dem Museumshof verschwindet, zeigt das Barberini übrigens auf seinem Instagram-Kanal.
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Das steht nächste Woche an

Am Montag dürfen auch die letzten Schüler wieder in die Schule - beziehungsweise die vorletzten, denn auch die Klassenstufen sieben bis neun starten zunächst mit dem Wechselunterricht. Erste zarte Schritte aus dem Lockdown wagen einige Potsdamer Museen ab Dienstag. Was für ein Zufall, könnte man sagen. Denn exakt ein Jahr davor, am 16. März 2020, hat Potsdam das erste Mal dicht gemacht: Schulen schlossen, der Vereinssport wurde untersagt, wir alle fingen langsam an zu begreifen, was dieser neue Corona-Virus bedeuten sollte. Es war, finde ich, ein sehr langes Jahr seitdem.
Zu bundesweiten Klimaprotesten am Freitag ruft ein Netzwerk aus Umweltverbänden auf. 182 Aktionen sind angemeldet – darunter auch eine Menschenkette durch Potsdam.
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Die Stadtpolitik will, dass Park Sanssouci und Co. von der Schlösser-Stiftung als abendliche Treffpunkte für die Jugend geöffnet werden - schließlich trifft sich die Jugend ja ohnehin gern draußen (und hat in der Pandemie auch kaum andere Chancen). MAZ-Redakteurin Nadine Fabian fand diese Idee absurd, auch unser Videokolumnist Marcus Gude sagt, das könne nicht die Lösung sein. Statt die Jugend in die Parks abzuschieben, solle die Stadt lieber lang versprochene Orte wie eine Skaterhalle - der Vorgänger wurde 2008 (!) geräumt - schaffen und die Sozialarbeit absichern.
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 38
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 38
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Kennen Sie schon "mazubi digital"?

Die E-Beilage des neuen MAZ-Ausbildungsmarkts “mazubi digital” ist da! Damit können Schülerinnen und Schüler den passenden Ausbildungsplatz in Brandenburg und Berlin finden. Wir bringen Unternehmen und Auszubildende aus der Region zusammen. Antworten gibt es zu Fragen rund um die Bewerbung – einfach öffnen und die Zukunft planen!
Per Klick auf das Bild geht es zur E-Beilage.
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