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Rathaus-Posse um Schlösser-Shops+++Dönertest: Das sagen die Potsdamer+++Das Ende von "Ballhause"

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Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
stellen Sie sich mal vor, sie wohnen nicht in Potsdam, sondern machen hier einen winterlichen Urlaub, besuchen das Schloss Sanssouci und wollen anschließend ein Andenken im Museumsshop im Schloss kaufen - doch der hat wegen Sonntagsruhe geschlossen. Ja, das gibt es. Seit Januar schon dürfen die Museumsshops der Schlösserstiftung an Sonntagen nicht öffnen - das Ordnungsamt sieht darin einen Verstoß gegen das Ladenöffnungsgesetz. Also seien Sie als Potsdamer einfach mal froh, dass Sie auch unter der Woche das Welterbe besuchen können.
Es gibt aber auch Positives aus dem Umfeld der Schlösserstiftung zu berichten: Der Freundeskreis der preußischen Schlösser und Gärten wirbt umtriebig um Spenden für Sanierungs- und Restaurierungsprojekte. Sie kennen diesen Förderverein gar nicht? So geht es vielen in Potsdam. Die einst in West-Berlin gegründete Initiative hat zwar immens viel in Potsdam erreicht - ist aber recht unbekannt geblieben. Ich hatte die Freude mit der Vorsitzenden des Freundeskreises zu sprechen: über die Hohenzollern-Debatte, Förderprojekte - und eine unbekannte Großspenderin mit einem Herz für Brandenburg. Lesen Sie das Gespräch (und werden Sie vielleicht gar Mitglied!).
Apropos Spenden - das Projekt Garnisonkirche bekommt eine Geldspritze. Es ist leider keine Großspende, sondern wieder einmal eine Art öffentliche Einrichtung, die das Geld gibt. Die Landeskirche setzt ein Zeichen und bekennt sich finanziell zu dem umstrittenen Projekt. Unterdessen sind zwei langjährige Mitglieder aus dem Vorstand der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Kirche ausgetreten - sie tragen den Versöhnungskurs ihres Vorsitzenden nicht mit, der den Erhalt des Kreativhaus Rechenzentrums akzeptiert hat.
Zu anderen Dingen: Die Feuerwehr Potsdam erregte in dieser Woche Aufsehen bei einer Rettung aus luftiger Höhe an der Brückenbaustelle auf der Nuthestraße - sie musste einen Kranfahrer retten. Diese Baustelle, die normalerweise die Autofahrer nervt, wird nächste Woche zum Ärgernis für Zugreisende. Ende März wird die Gleistrasse unter der neuen Brücke gesperrt ein ganzes Wochenende lang gesperrt.
Bevor ich Sie ins Wochenende (und in den Rubriktenteil des Newsletters mit einem sehr schweren Bilderrätsel) entlasse, noch eine gute Nachricht: Die häusliche Gewalt in Potsdam und die Zahl der Straftaten insgesamt in Potsdam und dem Umland haben abgenommen. Leider zeigen sich in der neuen Kriminalstatistik auch weniger gute Entwicklungen. Auch beim Verkehr konstatiert die Statistik: weniger Unfälle, weniger Verletzte! Hier hat vermutlich die Pandemie keine unwesentliche Rolle gespielt.
Zum Finale noch eine Meldung, die es vielleicht mit der Ordnungsamts-Posse zu den Museumsshops aufnehmen kann: Die Wohnungstauschzentrale meldete in wortreicher Mitteilung einen Erfolg: Es gab einen Wohnungstausch! Der erste! Nach nur 18 Monaten!
Also feiern wir nun gemeinsam!
Ihr
Peter Degener
Redakteur der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Foto: Manuela Blisse
Foto: Manuela Blisse
Skandale, Probleme, Krisen: Darum dreht sich unser Stadtgespräch an dieser Stelle regelmäßig. Heute gehen wir mal andere Wege - und stellen eines der beliebtesten Fast-Food-Angebote der Stadt in den Mittelpunkt: den Döner. In welchem Laden schmeckt er am Besten? Wo gibt es die beste Sauce? Wo das knusprigste Brot? Auch darüber lässt sich ja trefflich streiten. Wir haben unsere Leser gefragt, wo sie am liebsten Döner essen und warum? Hunderte Kommentare zu den Läden der Stadt haben uns erreicht. Ob Ihr Lieblingsdönerladen dabei ist? Und was die Potsdamerinnen und Potsdamer warum empfehlen? Das lesen Sie hier.
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Die besondere Geschichte

Die Potsdamer Tee-Händlerin Bettina Ballhause hört nach 33 Geschäftsjahren auf. Foto: Rainer Schüler
Die Potsdamer Tee-Händlerin Bettina Ballhause hört nach 33 Geschäftsjahren auf. Foto: Rainer Schüler
Nach 33 Jahren beendet die Potsdamerin Bettina Ballhause ihr Berufsleben als Einzelhändlerin. Das Ehepaar Ballhause hatte mal fünf Läden mit 200 Tees und Teetrinkzubehör in Potsdam und Berlin. Jetzt läuft der Ausverkauf im letzten. Der Name Ballhause wird verschwinden.
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Unsere Entdeckung der Woche

Foto: Detlev Scheerbarth
Foto: Detlev Scheerbarth
Der Sahara-Staub, der in den letzten Tagen weite Teile Deutschlands heimsuchte, zog in der Nacht zu Donnerstag auch über Potsdam weg und färbte den Himmel rosa. Die Aufnahme von 6.15 Uhr zeigt den Blick vom Mühlenberg zur Nikolaikirche. Der ADAC warnt: den Staub nicht vom Auto wischen, er ist wie Schmirgelpapier.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Häuser mit farblichen Eigennamen finden sich in ganz Potsdam – vom Grünen Haus im Neuen Garten bis zum „Little White House“ am Griebnitzsee. Wer schon länger in der Stadt lebt, kennt vielleicht auch noch das mittlerweile abgerissene Blauhaus in der Heinrich-Mann-Allee. Doch was haben wir hier? Noch gibt es keinen tradierten Namen für dieses einmalige Bauwerk. Villa Fliegenpilz liegt angesichts der hellen Tupfer auf den roten Ziegeln ziemlich nahe, oder?
Womöglich gehörte das Häuschen einmal zu einer großen militärischen Anlage. Wenn man alten Plänen der Residenzstadt glaubt, lehnte sich das heute freistehende Haus bis vor einem halben Jahrhundert an eine der typischen groß dimensionierten Potsdamer Kasernen an. Doch dann wurde dieser Militärbau auf drastische Art halbiert, nur der kleine Anbau blieb stehen und es entstand eine breite Schneise, die dann auf ganz andere Art überbaut worden ist. Von dort sieht man auch die Rückseite des gesuchten Orts mit seinen hellen Tupfern, wenn man sich nicht gerade auf andere Dinge konzentrieren muss.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum Sonntag, 20. März, eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Vergessen Sie Ihre Postadresse nicht, denn Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Protest gegen Ukraine-Krieg in Russland: Wie war es im Gefängnis, Herr Androssow?
Potsdam-Mittelmark: Notunterkünfte für ukrainische Geflüchtete in Michendorf, Bad Belzig
Carina Simmes tritt ihr Amt in der Gemeinde Seddiner See an: Was am ersten Tag der neuen Bürgermeisterin los war
Germany's Next Topmodel: Teltower Kandidatin Lena zeigt Haut: Sedcard-Shooting im Body
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Unser Tipp fürs Wochenende

Schauspieler und Autor Edgar Selge. Foto: Rowohlt
Schauspieler und Autor Edgar Selge. Foto: Rowohlt
Der Schauspieler Edgar Selge ist unter die Autoren gegangen. Am Samstag liest er um 19.30 Uhr aus seinem Debüt im großen Saal des Hans-Otto-Theaters - und es gibt noch Karten. “Hast Du uns endlich gefunden?” heißt der Roman. Ein Zwölfjähriger erzählt darin seine Geschichte zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik. Es geht um eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her.
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 83
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 83
Spritpreisbremse? Nee, sagt der MAZ-Videokolumnist Marcus Gude: zu wenig nachhaltig, zu wenig sozial. Er findet da eine lokale Initiative zum Mietendeckel viel unterstützenswerter.
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