Prozess um geschütteltes Baby +++ Zensus startet +++ Entschärfung in Stahnsdorf

#210・
Potsdam ganz nah
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Guten Morgen, liebe MAZ-Leserinnen und Leser!
In der vergangenen Woche wurde Krampnitz mit Füßen getreten – ganz wörtlich und sogar gewollt: Eine große Übersichtskarte des geplanten Quartiers im Potsdamer Norden war auf dem Fußboden der Bahnhofspassagen befestigt, direkt vor einem der zahlreichen Info-Stände rund um das Entwicklungsvorhaben. Am Freitag war “Krampnitz-Tag” in den Passagen – mit besonderem Fokus auf die Mobilität. Potsdam kooperiert jetzt mit dem Öko-Verkehrsclub VDC – Kernthema bleibt aber die Straßenbahn und ihre Trassenführung in den Norden.
Derweil erwarten viele von Ihnen, genauer gesagt etwa jeder zehnte, in diesen Tagen Besuch. Denn mit dem Zensus 2022 startet die aktuelle Volkszählung auch in Potsdam. Sie gehen lieber raus, als zu Hause zu sitzen? Dann empfehle ich einen Spaziergang in die Römischen Bäder. Das verfallende Bauensemble hat zurzeit viele sonst unzugängliche Räume geöffnet, bevor es ab Oktober für die Sanierung geschlossen wird. Hier können Sie schon einmal einen Blick riskieren.
Ein Denkmal der ganz anderen Art: Babelsberg bekommt einen neuen Stolperstein. Er wird zum Gedenken an Hermann Maaß am 19. Mai um 13 Uhr in der Hermann-Maaß-Straße verlegt. Maaß war Gewerkschafter, Publizist, sozialdemokratischer Politiker und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. Mehr zu Stolpersteinen in unserer Stadt, die übrigens das größte dezentrale Denkmal der Welt bilden, lesen Sie hier.
Was ist sonst noch zum Wochenstart in Potsdam wichtig? Im Bürgerservice wird die Aufstellung von Abhol-Automaten für Dokumente vorbereitet. Im Nuthepark soll ein Jugend- und Freizeitort entstehen, Jugendliche konnten dafür Vorschläge abgeben. Ein Prozess am Potsdamer Landgericht bewegt derzeit viele von uns: Ein 35-Jähriger muss sich dort verantworten, weil er ein Baby fast zu Tode geschüttelt haben soll.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Lesen dieses Newsletters. Bleiben Sie gesund und uns gewogen.
Herzliche Grüße,
Ihre Saskia Kirf,
Redakteurin in Potsdam
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Das Stadtgespräch

Christoph Olschewski leitet die Arche in Potsdam. Das Team begleitet rund 130 Kinder und 40 Jugendliche.  © Quelle: Julius Frick
Christoph Olschewski leitet die Arche in Potsdam. Das Team begleitet rund 130 Kinder und 40 Jugendliche. © Quelle: Julius Frick
Seit Monaten wird das Leben immer teurer. Inflation und steigende Preise treffen vor allem Familien mit geringem Einkommen hart – jetzt schlägt der Chef der Arche in Drewitz Alarm. Er sagt: Auch in Potsdam werden Kinder Hunger leiden. Einige Familien haben sich nach dem Notruf der Arche auf die Anfrage der MAZ auch selbst zu der aktuellen Situation geäußert. Worauf die Eltern für ihre Kinder verzichten, woran es schon jetzt mangelt: Hier lesen Sie die berührenden Statements.
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Der kulinarische Tipp

Vom 18. bis 21. Mai 2022 kommen Frankreich-Liebhaber in Potsdam auf ihre Kosten.  © Quelle: dpa (Symbolbild)
Vom 18. bis 21. Mai 2022 kommen Frankreich-Liebhaber in Potsdam auf ihre Kosten. © Quelle: dpa (Symbolbild)
Weinmarkt war gestern, jetzt kommt der Französische Gourmetmarkt: Ab Mittwoch werden am Brandenburger Tor französische Spezialitäten angeboten. Seit einigen Jahren reist der Markt bereits durch Deutschland und macht in verschiedenen Städten für einige Tage Halt. Versprochen wird „das Beste aus Frankreich“, um „am süßen Teil des Lebens in Frankreich teilhaben“ zu können.
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Verkehr in Potsdam

Der Fuß- und Radweg am Schafgraben wird derzeit saniert – und ist daher gesperrt.  © Quelle: Bernd Gartenschläger
Der Fuß- und Radweg am Schafgraben wird derzeit saniert – und ist daher gesperrt. © Quelle: Bernd Gartenschläger
Autofahrer und Radler aufgepasst: Viele kleine und einige große Baustellen, etliche Sperrungen und Engpässe behindern den Verkehr auf Potsdams Straßen in der Woche ab dem 16. Mai - und sogar Fußgänger müssen Umwege in Kauf nehmen. Wo besondere Vorsicht und Geduld gefragt sind, erfahren Sie hier.
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Schwarzer Ruß rahmt die Fenster dieses Gebäudes, als hätte es hier kürzlich gebrannt. Doch das ist nur Kulisse. Sechs Stockwerke hoch ragt der schmale Bau, der fast nur aus einem offenen Treppenhaus und leeren Fenstern besteht. Die Potsdamer Feuerwehr kann hier den Umgang mit der Drehleiter, das Abseilen oder das Hinaufsteigen mit der Hakenleiter üben. Das hinterlässt Spuren, nur der betonierte Teil ist davon unbeeindruckt.
 Foto: Peter Degener
Foto: Peter Degener
Es handelt sich um den Schlauchturm der Potsdamer Berufsfeuerwehr auf dem Hof der Hauptwache in der Holzmarktstraße. Im Innern hängen und trocknen die Schläuche. Im Advent steht weithin sichtbar ein Weihnachtsbaum oben drauf. Und beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr darf man die Kameraden an der falschen Hauswand in Aktion erleben. Noch nicht genug? Das hier ist das Rätsel der letzten Woche gewesen.
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Das ist los im Umland

Sprengung von Granate in Stahnsdorf: 300 Meter Sperrkreis, 1000 Betroffene
Landwirte in Potsdam-Mittelmark finden kaum noch Schlachtkapazitäten
Michendorf: CDU-Fraktionschefin Marion Baltzer tritt überraschend zurück
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Das Letzte kommt zum Schluss: Hafemeister

Ein toller Bau. Und ein Riesenproblem: Die Biosphäre zeigt die Schönheit der Erde und mahnt ökologische Verantwortung an. Dafür braucht sie neben der Energie ihrer tollen Mitarbeiter auch jede Menge Kohle, genauer gesagt, Steuerkohle. Vor allem zum Heizen und für Gutachten.
Text und Karikatur: Jörg Hafemeister
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