Potsdams neue Impfzentren+++Fotoschatz aus dem Holländischen Viertel+++2 G in Potsdamer Läden

#161・
Potsdam ganz nah
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Liebe Leserinnen und Leser,
noch nie seit Beginn der Pandemie gab es so viele Infizierte - auch in Potsdam sind gestern neue Rekordwerte erreicht worden, die vermutlich heute noch einmal übertroffen werden.
Gute Nachrichten kann ich Ihnen deshalb in diesem Newsletter nicht überbringen.
Potsdams Chef-Infektiologe Tillmann Schumacher hat im ausführlichen Interview, das meine Kollegin Saskia Kirf mit ihm geführt hat, von einer “Pandemie 2.0” gesprochen. Er erklärt auch, wieso zwei Drittel der Covid-Patienten im Bergmann-Klinikum dort liegen, obwohl sie geimpft sind. Schumacher schildert auch, wie hoch die Belastung für das Klinikpersonal derzeit ist.
Und was ist mit dem Schreckgespenst der Triage, bei der entschieden werden muss, wem bei mangelnden Intensivkapazitäten geholfen werden soll und wem nicht? Auch dazu äußert sich der Infektiologe.
Schumacher geht im übrigen davon aus, dass wir nach der aktuell vierten Welle im nächsten Frühjahr noch eine fünfte Welle ertragen werden müssen.
Der beste Weg um das zu verhindern, wäre eine hohe Impfquote in der Bevölkerung. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hat sich gegenüber der MAZ sogar für eine Impfpflicht ausgesprochen - er befürwortet das anstelle immer wiederkehrender Einschränkungen und Lockdowns.
Für Geimpfte und Genesene gelten im Gegensatz zu Ungeimpften nicht so harte Einschränkungen. Sie dürfen noch immer zum Friseur oder in viele Geschäfte. Wie die 2G-Regel, die seit Mittwoch in Potsdams Einzelhandel gilt, tatsächlich in den Geschäften umgesetzt wird, haben wir für Sie herausgefunden.
Die verkaufsoffenen Sonntage im Advent sind übrigens mittlerweile abgesagt. Und auf dem Luisenplatz und dem Bassinplatz herrscht Frust. Die Händler des Weihnachtsmarkts bauen ihre Buden ab, einige haben vergeblich versucht auf Berliner Märkten unterzukommen. Doch was passiert eigentlich mit den vielen Waren?
Eine schöne Nachricht möchte ich Ihnen am Schluss dennoch noch mitgeben. Wenn Sie herunterscrollen, stoßen Sie auf die wunderbare Geschichte von Eberhard Thonfeld. Als junger Mann hat der Fotograf beeindruckende Bilder vom Holländischen Viertel und seinen Bewohnern im Jahr 1977/78 gemacht. Das Potsdam-Museum hat diesen Fotoschatz jetzt von ihm erhalten - und in der MAZ sind die schönsten Motive für jedermann zu sehen.
Manchmal muss man einfach die Tür schließen und an etwas Schönes denken. Begeben Sie sich mit Eberhard Thonfeld auf eine kleine Zeitreise.
Bleiben Sie gesund,
Ihr
Peter Degener
Redakteur der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Impfaktion beim Arbeitsamt am Horstweg. Foto: Julius Frick
Impfaktion beim Arbeitsamt am Horstweg. Foto: Julius Frick
So langsam nimmt das Impfen wieder Fahrt auf. Nicht nur Booster-Termine, sondern auch Erstimpfungen für jene, die bislang skeptisch waren, nehmen zu. Zugleich ist der Andrang bei mobilen Impfaktionen so groß, dass die Dosen selten reichen. “Impf-Stopp” heißt es auf Schildern. Welch traurige Aussage!
Dafür hat Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) nun zwei neue Impfzentren in der Metropolis-Halle in Babelsberg und der Schinkelhalle in der Schiffbauergasse angekündigt. Dort wird auch wieder mit Termin geimpft.
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Die Corona-Lage

In den vergangenen Wochen wurden stets am Donnerstag die meisten Corona-Neuinfektionen pro Woche gemeldet. Der gestrige Tag war keine Ausnahme, stellt aber mit fast 250 neuen Fällen dennoch eine traurige Besonderheit dar. Denn die Sieben-Tage-Inzidenz stiegt auf 402,1. Das ist ein neuer Rekord.
Einen Überblick über die Potsdamer Corona-Entwicklung lesen Sie hier.
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Die besondere Geschichte

Eberhard Thonfeld hat das Holländische Viertel 1977/78 dokumentiert. Fotos: Eberhard Thonfeld, Julius Frick
Eberhard Thonfeld hat das Holländische Viertel 1977/78 dokumentiert. Fotos: Eberhard Thonfeld, Julius Frick
Der Fotograf Eberhard Thonfeld hat mitten in der DDR den Zerfall des Holländischen Viertels, aber auch dessen Bewohner und ihren Alltag in den Jahren 1977/78 dokumentiert. Die über 250 Bilder, die er als 25-Jähriger für seine Diplomarbeit an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst angefertigt hat, wurden jetzt dem Potsdam-Museum übergeben. Der MAZ erzählte Thonfeld die Geschichten hinter den Motiven und von den Menschen im Viertel - etwa vom Friseur Erich Iwan und der Frackverleiherwitwe Schulze. Mit ausführlicher Bildergalerie.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
„Glaube, Hoffnung, Liebe“ steht auf dem Stein, den das sogenante “Hohelied der Liebe” aus der Bibel schmückt. „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen“ heißt der ganze Satz. Wer wohl die Liebe auch farblich so hervorgehoben hat? War es beim Baumeister und seinem Bauherren bereits so vorgesehen? Oder ist es eine spätere Zutat, von denen es auf der Fassade schon sehr viele gibt? Nicht in Gold gefasst, sondern gekritzelt und geritzt.
Verliebte Paare haben sich hier ebenso verewigt, wie gelangweilte Soldaten. Die haben vielleicht mit sehnsüchtigem Gefühl den wundervollen Ausblick genossen, der zu dieser Zeit allerdings schwer eingeschränkt gewesen ist.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum Sonntag, 28. November, eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Vergessen Sie Ihre Postadresse nicht, denn Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Corona-Maßnahmen in Potsdam-Mittelmark: Wie läuft der Laden – mit 2G?
Polizei bestätigt: Tote Frau im Caputher See war eine Vermisste
Rapper Bushido wegen Verdachts auf Brandstiftung angeklagt
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 70
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 70
MAZ-Kolumnist Marcus Gude ist frustriert von der Entwicklung der Pandemie-Lage: “Man kann sich die Situation auch nicht mehr zurechtsaufen.” Er hat einen anderen Tipp.
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