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Potsdamerin beim Supertalent+++Buchpreis geht nach Potsdam +++ Vegan-Firma in Werder

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Lassen Sie uns diese Woche mit zwei tierisch guten Reportagen starten. Da wäre zum einen der todgeweihte griechische Straßenhund Robin, der schwerst verletzt auf einer Müllhalde entsorgt wurde - und nun in Potsdam ein zweites Leben beginnt. Weniger tragisch, dafür aber mit einem gewissen Spukfaktor kommt die Geschichte von Holger Wendt daher. Er beherbergt in seinem Wochenendhäuschen nämlich mindestens 70 Fledermäuse und wurde dafür nun vom Naturschutzbund geehrt.
Indes wächst der Potsdamer Norden bekanntlich fleißig. Die Fahrländer Grundschule muss deshalb eigentlich mitwachsen. Doch das ist nicht so einfach, denn die nötigen Neubauten entstehen zum Teil im Landschaftsschutzgebiet. Direkt um die Ecke, in Krampnitz, soll bekanntlich ebenfalls Großes entstehen - die umstrittenen und risikobehafteten Pläne für den neuen Stadtteil werden jetzt einem „Stresstest“ unterzogen
Gar nicht stressig ist eine neue Entwicklung am Platz der Einheit. Dort gibt es einen neuen Ort der Vielfalt, Inklusion und Teilhabe: Am Samstag wurde der „Iron Roll Flagshipstore“ eröffnet. Dahinter stecken viele Ideen und ein großes Ziel.
Und dann habe ich noch drei gute, gratulationswürdige Nachrichten für Sie: Die Potsdamer Autorin Antje Rávik Strubel hat am Montagabend den Deutschen Buchpreis für ihren herausragenden Roman “Blaue Frau” gewonnen. Der Lottenhof in Potsdam West kann saniert werden. Und das Fanprojekt des SV Babelsberg 03 feiert 20 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit.
Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Lesen dieses Newsletters. Bleiben Sie gesund und uns gewogen!
Herzliche Grüße
Saskia Kirf
Redakteurin in Potsdam
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Das Stadtgespräch

Alkohol und eine Soundbox – das haben Jugendliche in der Schiffbauergasse am Wochenende dabei. Quelle: Varvara Smirnova
Alkohol und eine Soundbox – das haben Jugendliche in der Schiffbauergasse am Wochenende dabei. Quelle: Varvara Smirnova
Wochenende für Wochenende geht im Kulturquartier Schiffbauergasse die Party ab. Die Stiftung SPI ist über ihre Wildwuchs-Streetworker so dicht an der neu entstandenen Jugend- und Partyszene in der Schiffbauergasse Potsdam wie niemand sonst. Potsdams SPI-Chef Andreas von Essen spricht im MAZ-Interview über die Erfahrungen seiner Streetworker vor Ort.
Die Lage ist, das beschreibt auch Andreas von Essen, komplex. Zum einen sind da die Jugendlichen und Erwachsenen, die den zentralen, gepflegten Ort ohne Konsumdruck für spontane Treffs lieben - und denen oftmals die Alternativen fehlen.
Anwohner und Anlieger jedoch ärgern sich über Müll und andere unappetitliche Hinterlassenschaften. Und die Politik? Das Rathaus und die Wegbereiter des Partyhotspots haben Verständnis für die Feiernden, die Flächen sollen schließlich belebt werden.
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Die besondere Geschichte

Im Halbfinale: Potsdamerin Luise Fuhr überzeugte die Jury als Bauchrednerin. Quelle: RTL/Stefan Gregorowius
Im Halbfinale: Potsdamerin Luise Fuhr überzeugte die Jury als Bauchrednerin. Quelle: RTL/Stefan Gregorowius
Die Anspannung war groß, die Freude ist umso größer: Die Potsdamerin Luise Fuhr hat es bei der RTL-Sendung „Das Supertalent“ in die nächste Runde geschafft. Damit hat sie sich für die Halbfinal-Shows der Unterhaltungssendung qualifiziert.
Am Samstag trat die 28-jährige Luise Fuhr zusammen mit ihrer Handpuppe Jeff (107) auf der großen Supertalent-Bühne auf. Dass sie vor mehr als anderthalb Jahren überhaupt mit dem Bauchreden angefangen hat, hat viel mit ihrer zwölf Jahre alten Hündin Abby zu tun. Ende des Jahres 2019 erblindete der Border-Collie-Mischling und erkrankte dann auch noch an einer Depression. Die ganze bewegende Geschichte von Lusie Fuhr, Jeff und Abby lesen Sie hier.
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Der kulinarische Tipp

Kürbissuppe. Foto: Saskia Kirf
Kürbissuppe. Foto: Saskia Kirf
Wir müssen über Kürbissuppe reden. Denn was passt besser zu diesen ersten regnerischen Herbsttagen? Eben. Hier also mein Rezept für Kürbissuppe, die für Wärme und Behaglichkeit sorgt.
Einen Hokkaidokürbis waschen, entkernen und grob würfeln. Das Kürbisfleisch mit einem daumengroßen, gehackten Stück Ingwer, einer Chilischote und zwei gehackten Knoblauchzehen kurz anschwitzen. Mit einem Schuss Orangensaft ablöschen und mit Wasser oder Gemüsebrühe auffüllen, so dass das Fruchtfleisch knapp bedeckt ist. Salzen und pfeffern. Kürbis weich kochen.
Nun drei bis vier Kellen der Kochflüssigkeit abnehmen und beiseite stellen, Topfinhalt pürieren und mit der Flüssigkeit entsprechend der gewünschten Konsistenz auffüllen (natürlich kann man auch direkt alles zusammen pürieren, aber dann gerät die Suppe schnell zu dünn). Einen halben bis ganzen Teelöffel Ras El Hanout dazugeben, noch einmal ein halbes Stündchen köcheln lassen und abschmecken mit Salz, Chiliflocken nach Geschmack und etwas Zitronensaft. Zum Servieren gebe ich frischen Schnittlauch und etwas Kürbiskernöl auf die Suppe.
Foto und Rezept: Saskia Kirf
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Die beiden Bilder befinden sich unter einer Brücke und sind auf einen der Brückenpfeiler gemalt. Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat diese äußerst wichtige Brückenverbindung gerade ihren 175. Geburtstag erlebt. Am 12. September 1846 wurde die Eisenbahnbrücke über die Havel hinter dem Lustgarten eröffnet. Seitdem gibt es eine durchgehende Bahnverbindung von Berlin bis nach Magdeburg.
Die Eisenbahnbrücke hinter dem Lustgarten am Hafen. Foto: Peter Degener
Die Eisenbahnbrücke hinter dem Lustgarten am Hafen. Foto: Peter Degener
Während Zigtausende täglich drüber hinweg rollen und den Blick auf das Wasser und die Speicherstadt oder das Stadtschloss auf der anderen Seite genießen, nutzt kaum jemand die Unterführung der Brücke. Die Anlieger der Kleingartensparte Hinzenberg benutzen den Weg, auch die Mannschaften der Ausflugsschiffe der Weißen Flotte gelangen unter der Brücke zu ihrem Betriebs-Kai, bevor sie die Dampfer in den Hafen fahren. In der ungestörten Ruhe des Ortes sind die zwei Bilder entstanden. Laut Signatur daneben sogar als ein Geburtstagsgeschenk – nur nicht zum 175. der Brücke.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Zuwachs für Magna-Park: Veganz will vegane Lebensmittel produzieren
Werderaner Tannenhof: So sieht es beim "Zehnkampf in den Tannen" aus
Einbrecher treiben ihr Unwesen in Teltow und Kleinmachnow
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Verkehr in Potsdam

Die Sperrung der Friedrich-Engels-Straße am Hauptbahnhof dauert erneut länger als gedacht. Frühestens im November soll die Fahrbahn Richtung Babelsberg wieder geöffnet werden. Grund dafür sind die letzten Arbeiten des Verkehrsbetriebs Potsdam (ViP) an den Fahrleitungen der neuen Tram-Wendeschleife vor dem Hauptbahnhof. Dafür wird das Straßenbahnnetz von Dienstag bis zum 31. Oktober nachts unterbrochen, an den Wochenenden sogar ganztägig.
Außerdem ist die Pappelallee im Potsdamer Norden seit Sonntag eine Woche lang zwischen der Jägerallee und der Schlegelstraße gesperrt. Die Übersicht über diese und andere Baustellen auf Potsdams Hauptstraßen für die zweite Woche der Herbstferien finden Sie hier.
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Hafemeister: Das Letzte kommt zum Schluss

Zur Zeit werden die Hauptbahnhofs-Rolltreppen zur S-Bahn ausgetauscht. Und Begrifflichkeiten ausgewechselt: Auf dem Baustellenschild heißt die Rolltreppe jetzt Fahrtreppe. Im Moment fährt die Treppe allerdings genau so wenig wie sie rollt. Aber egal: Ab Mitte November geht sie wieder.
Text und Karikatur: Jörg Hafemeister
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