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Neue Diskussion ums Glockenspiel +++ Geheimer Nonnengarten +++ Impfen vor der Haustür

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Potsdam will neuen Schwung in die Corona-Impfkampagne bringen. Impfungen ohne Termin oder im eigenen Kiez, mehr Kommunikation und die Handlungshoheit in Brandenburgs größtem Impfzentrum sollen es möglich machen. Denn die Impfbereitschaft in der Stadt ist hoch, Anreize zum Piks brauchen die meisten offenbar nicht, sondern nur niedrigschwellige Angebote wie die spontane Impfung mit dem Johnson&Johnson-Vakzin.
Und sonst noch? Die - wie ist der derzeitige korrekte Name noch gleich, ah ja - Galeria Karstadt Kaufhof-Filiale in der Brandenburger Straße steht nur ein gutes Jahr nach der abgewendeten Schließung vor neuen Herausforderungen.
Aber auch in Potsdam gibt es Nachrichten, die sehr nachdenklich machen. Die schreckliche Gewalttat im Oberlinhaus wirkt bis heute in den Köpfen vieler Potsdamer nach. Meine Kollegin Nadine Fabian hat mit Bewohnern gesprochen, sie protokolliert, wie es ist, in einem solchen Heim zu leben.
Ich wünsche Ihnen einen guten Freitag und ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund und uns gewogen!
Herzliche Grüße,
Saskia Kirf
Redakteurin in Potsdam
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Das Stadtgespräch

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Einmal mehr diskutiert die Stadt über das Glockenspiel der Garnisonkirche - denn völlig überraschend wurde das jetzt unter Denkmalschutz gestellt. Mit der Unterschutzstellung ist laut dem zuständigen Landesamt „keine politische Positionierung zum Wiederaufbau der Garnisonkirche verbunden“. Aus Sicht der Landesbehörde sei es „Zeitzeugnis einer 30-jährigen intensiven stadtpolitischen Debatte und damit schützenswert“.
Doch ganz so unschuldig ist die Entscheidung nicht, sagt MAZ-Redakteur Volker Oelschläger, denn mit seiner Entscheidung auf Eintragung grätscht das Landesamt mitten in eine der emotional aufgeladensten politischen Diskussionen Potsdams.
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Die besondere Geschichte

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Erst weltberühmtes Ananas-Revier, dann geheimer Rückzugsort katholischer Schwestern, die weltliche Kräfte nur akzeptierten, wenn die schwere Jesus-Statue umhergewuchtet werden musste, schließlich vergessen - und wiederentdeckt: Der Nonnengarten des St. Josefs-Krankenhauses hat eine wirklich besondere Geschichte. Nadine Fabian hat sie hier für Sie aufgeschrieben.
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Der kulinarische Tipp

Foto: Saskia Kirf
Foto: Saskia Kirf
Frühlingsrollen kennt jeder, und auch deren größere, unfrittierte Geschwister, die Sommerrollen, sind längst kein Geheimtipp mehr. Ich liebe Sommerrollen: kühl mit knackigem Salat und viel frischem Gemüse gefüllt und gern auch mit Tofu, Seafood oder Fleisch angereichert, sind Sommerrollen der perfekte Snack bei Hitze. Die leckeren Rollen sind fix gemacht: Reispapier kurz einweichen, mit gegarten Glasnudeln, Salat, Gemüse und Toppings nach Wunsch belegt und fest einrollen - fertig. Wer, wie ich, auch gern die lokalen Restaurants unterstützt, ist bei der Sushi-und-Tapas-Bar “Kimono” in der Dortustraße 3 an der derzeit besten Sommerrollen-Adresse der Stadt - dort wurden auch die im Bild gezeigten Rollen mit köstlich-würziger Bulgogi-Beef-Füllung gekauft.
Tipp und Foto: Saskia Kirf
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Foto: Peter Degener
Foto: Peter Degener
Zu nah dran? Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dann muss man zurücktreten - in diesem Fall am besten gleich mehrere Schritte. Nur dann kann man überhaupt überblicken und würdigen, was sich da vor einem befindet. Es handelt sich immerhin um das größte seiner Art in Potsdam. Auch mit etwas Abstand müssen die Augen noch einmal geschärft werden, um zu erkennen, was da abgebildet ist. Erinnerungen an 8-Bit-Grafiken alter Computerspiele werden wach, wenn man die Gestalten und Objekte sieht. 1981, als dieses analoge Werk geschaffen wurde, war die digitale Welt noch nicht so weit wie dieser Künstler. Auch die Menschen waren noch nicht so weit – gemeint sind sowohl die abgebildeten Menschen als auch die Betrachter, die die Botschaft des Künstlers nicht ernst genommen haben.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum Sonntag, 1. August, eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Vergessen Sie Ihre Postadresse nicht, denn Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel und Foto: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Hausboot bei Geltow in Seenot
Ein Ort für Engel: Die Volkssolidarität in Bergholz-Rehbrücke wird 75 Jahre alt
Keine Einigung bei Zufahrt-Streit: Investor verkauft Grundstück an WGT
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Marcus gibt seinen Senf dazu

Der Wohnungsbau in Potsdam boomt: Nirgendwo im Land werden so viele neue Wohnungen gebaut wie in der Landeshauptstadt. Die große Aktivität in Brandenburg entlastet auch die Hauptstadt Berlin. Doch es fehlen trotzdem 5000 Wohnungen in Potsdam, der Neubau hält dem Zuzug nicht stand - und wer schon hier wohnt, kann sich keine größere Wohnung leisten. Längst gibt es ein Bürgerbegehren für einen Mietenstopp.
Auch der MAZ-Videokolumnist Marcus Gude kennt das Problem. Er sagt: Der Markt ist absurd - und so kann es nicht weitergehen.
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 57
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 57
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