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Neue Autobahnraststätte+Kinderdemenz+Straßensperrung

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, ab ins kühle Nass - für mich gab es in den letzten zwei Wo
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ab ins kühle Nass - für mich gab es in den letzten zwei Wochen Urlaub nichts Schöneres, als bei der Hitze in Havel oder Badesee zu springen. In Zukunft könnte für eine kurze Abkühlung aber auch die Mittagspause reichen, denn die Potsdamer Linken wollen den Aradosee hinter unserer Redaktion wieder zum Badesee machen.
Bleibt nur zu hoffen, dass dem Aradosee dann nicht das gleiche Schicksal ereilt wie dem Baggersee am Stern. Seit Jahren strömen immer mehr Menschen ans Wasser, lassen immer häufiger ihren Müll liegen, nutzen das Gelände rund um den See als Toilette, randalieren und parken die anliegenden Wohngebiete zu - zum Leidwesen der Anwohner.
Die gute Nachricht von der Badefront: Das Schwimmbad des Berufsbildungswerkes am Oberlinhauses kann offen gehalten werden. Über Wochen stand die Zukunft der Schwimmhalle an der Steinstraße auf der Kippe, jetzt übernimmt der wichtigste Kursanbieter die Halle - es bleibt also für viele Angebote geöffnet.
Neues gibt es übrigens auch von Potsdams umstrittensten Bad, dem Strandbad in Babelsberg. Nachdem die NDR-Satiresendung „Extra 3“ die Verlagerung des Strandbads zugunsten eines neuen Parkwegs kürzlich in der Rubrik „Realer Irrsinn“ als Verschwendung gebrandmarkt hatte, meldet sich nun der Bund der Steuerzahler in dem Streit zu Wort.
Ob das selbst ernannte „Finanzgewissen der Bundesrepublik“ wohl auch den jüngsten Vorschlag der Fraktion “Die Andere” gut heißen würde? Die präsentieren auf Anregung der Kinder aus der Max-Dortu-Grundschule nämlich eine neue Idee zum Umgang mit dem umstrittenen Glockenspiel der Garnisonkirche: Umbau zum Klettergerüst.
Badesee, Klettergerüst - sie merken, die Stadtpolitik ist aus der Sommerpause zurück, mit vielen frischen Ideen. Mal sehen, womit sie uns in den nächsten Tagen noch so überraschen. Wir werden berichten.

In diesem Sinne, kommen Sie gut durch die Woche, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie uns treu. Den nächsten Newsletter finden Sie wieder am Freitag in Ihrem Postfach. Alle aktuellen Neuigkeiten aus Potsdam und Umgebung lesen Sie wie gewohnt auf MAZ-online.de.
Herzliche Grüße
Ihre
Anna Sprockhoff
Leiterin der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Video: Frauke Hinrichsen
Video: Frauke Hinrichsen
Das Stadtgespräch

An der westlichen A 10 ist eine neue Raststätte in Planung, für die eine Ackerfläche (links) bebaut werden soll. Foto: Bernd Gartenschläger
An der westlichen A 10 ist eine neue Raststätte in Planung, für die eine Ackerfläche (links) bebaut werden soll. Foto: Bernd Gartenschläger
Noch ist es ein schnöder Acker, doch in naher Zukunft soll bei Satzkorn Potsdams erste Autobahnraststätte entstehen. Geplant ist die erste große bewirtschaftetete Autobahnraststätte an der A10 zwischen Satzkorn, Kartzow und Paaren, geplanter Name: „Havelseen“. Der Landesbetrieb Straßenwesen bestätigte am Montag entsprechende Planungen. Demnach soll auf der Westseite des Berliner Rings langfristig ein Ersatz für die Raststätten Wolfslake Ost und West (Oberhavel) errichtet werden. 
Die Stadt Potsdam war nicht an der Standortsuche beteiligt, wird nach eigenem Bekunden den Planungen aber zustimmen. Grund: “Das Konfliktpotenzial des Vorhabens wird – abgesehen davon, dass Landwirtschaftsflächen in Anspruch genommen und versiegelt werden – als mäßig bis gering eingeschätzt.“ 
Nicht nur die Stadtverwaltung ist bei der Standortfrage außen vor geblieben. Auch der Eigentümer der Fläche, der Landwirtschaftsbetrieb Agro Uetz-Bornim GmbH, wurde bislang nur am Rande informiert. 
Mehr zu den Planungen und dem weiteren Vorgehen lesen Sie hier.
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Die besondere Geschichte

Kulani im Gehtrainer: Der Fünfjährige leidet an einer rasant voranschreitenden Kinderdemenz. Gehen, sehen, sprechen – er verliert alle Fähigkeiten. Quelle: Friedrich Bungert
Kulani im Gehtrainer: Der Fünfjährige leidet an einer rasant voranschreitenden Kinderdemenz. Gehen, sehen, sprechen – er verliert alle Fähigkeiten. Quelle: Friedrich Bungert
Kulani ist fünf Jahre alt und hat Kinderdemenz. 395 Tage sind vergangen, seit bei ihm eine Neuronale Ceroid Lipofuszinose Typ 2 (NCL) diagnostiziert wurde. Heute kann er nicht mehr ohne Hilfe laufen, nicht mehr stehen. Er kann ohne Stütze kaum aufrecht sitzen und kaum noch sprechen. Er sieht nur noch wenig und vergisst viel. Zum Beispiel, dass jemand mit ihm im gleichen Zimmer ist, wenn die Person nicht dicht genug bei ihm sitzt. Oder dass man sich doch erst vor ein paar Bissen an den Händen gehalten und sich „Piep, piep, piep – guten Appetit“ gewünscht hat. Jeden Tag taucht er tiefer hinab in eine Welt, die für seine Eltern unerreichbar ist. 
Kulanis Demenz ist fortgeschritten. Ohne Therapie ist die Wahrscheinlichkeit, dass er seinen sechsten Geburtstag feiert, gering. Alle zwei Wochen fährt die Familie zu einer besonderen Therapie nach Hamburg. Doch seit der Coronavirus-Pandemie ist es schwer, den Rhythmus zu halten. Bevor Kulani und seine Mutter in der Klinik aufgenommen werden, müssen sie einen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als fünf Tage sein darf. Das heißt: rechtzeitig Termine machen und hoffen, dass die Kasse den Test auch dieses Mal bezahlt.
Text: Nadine Fabian
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Verkehr aktuell

Die Bauarbeiten an der Hochstraßenbrücke laufen seit Monaten. Foto: Friedrich Bungert
Die Bauarbeiten an der Hochstraßenbrücke laufen seit Monaten. Foto: Friedrich Bungert
Nach der Sperrung ist vor der Sperrung: Nachdem am die Nuthestraße aufgrund der Brücken-Bauarbeiten am vergangenen Wochenende voll gesperrt war, wird an diesem Wochenende von Sonnabend (5 Uhr) bis Sonntag (22 Uhr) die Fahrtrichtung stadteinwärts nach Potsdam gesperrt.
Die Umleitung in Richtung Potsdam führt über die Abfahrtsrampe zur Friedrich-List-Straße und auf der anderen Seite die Auffahrtsrampe wieder hinauf. Die Friedrich- List-Straße ist während der Bauarbeiten voll gesperrt. Mit einer “moderaten Lärmbelastung” ist laut Straßenbehörde am Samstag zu rechnen.
Wo Sie in dieser Woche sonst noch mit Stau und Baustellen rechnen müssen, lesen Sie in unserer wöchentlichen Verkehrsprognose.
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Der kulinarische Tipp

Ein köstlicher Salat mit Süßkartoffeln und Avocado. Foto: Saskia Kirf
Ein köstlicher Salat mit Süßkartoffeln und Avocado. Foto: Saskia Kirf
Es gibt da dieses eine Sommer-Rezept, nach dem die halbe MAZ-Redaktion völlig verrückt ist – die andere Hälfte kennt es einfach nicht. Das soll sich mit diesem Newsletter ändern, und auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, können sich auf einen köstlichen Salat freuen: schmeichelnde Süßkartoffeln, cremige Avocado, kühle Tomaten und krosser Halloumikäse ergeben mit einem frischen, sauer-scharfen Dressing eine Delikatesse für warme Spätsommerabende.
Eine große Süßkartoffel schälen und würfeln, eine rote Zwiebel schälen und in Spalten schneiden. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech mit etwas Öl beträufeln, leicht salzen und pfeffern und bei 200 Grad 15 bis 20 Minuten backen – bis das Gemüse weich ist. In der Zwischenzeit zwei Tomaten und eine reife Avocado würfeln und beides in eine Salatschüssel geben.
Eine Hand voll glatter Petersilie, zwei Knoblauchzehen und eine Chilischote fein hacken – das kann ein kleiner Blender ganz hervorragend in wenigen Sekunden, aber Handarbeit bringt natürlich auch ein gutes Ergebnis – und mit dem Saft einer Zitrone und drei bis vier Esslöffeln Olivenöl zu einer Vinaigrette aufschlagen, salzen. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und zu den Tomaten- und Avocadowürfeln in die Schüssel geben, das Dressing bis auf ein paar Löffel dazugeben und vorsichtig unterheben. Einen Halloumi grob würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl kross braten, auf den Salat geben. Zum Servieren noch etwas Dressing darüberträufeln.
Und noch ein Hinweis zu den Süßkartoffeln: Sie sind der Schlüssel für dieses Rezept und schmecken ganz anders, als die ollen, süßen Pommes, die keiner wirklich mag.
Text und Rezept: Saskia Kirf
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Unsere Entdeckung der Woche

Foto: Friedrich Bungert
Foto: Friedrich Bungert
Für Friedhofs-Führungen der besonderen Art ist der Leiter des Stahnsdorfer Südwestkirchhofs bekannt. Nun lädt Olaf Ihlefeldt erneut zur etwas anderen Entdeckung auf dem 200 Hektar großen Gelände ein - und zwar zur Radtour von Grab zu Grab. Am Sonntag, 30. August, bietet der Förderverein des Friedhofs die Tour gleich zweimal an: um 11 und um 14 Uhr.
Auf zwei Rädern geht es dann zu den Gräbern von Heinrich Zille, Elisabeth von Ardenne ‚Effie Briest‘, Manfred Krug oder Dieter Thomas Heck sowie den großen Gedenkstätten für italienische und britischen Soldaten. Besichtigt und erklärt werden auch die Wirtschaftsbereiche mit den alten Pferdeställen, Tennen und Wohnhäusern sowie der alten Hufschmiede. Fast beiläufig werden die Drehorte großer Filmproduktionen der letzten Jahre besucht, wie „Dark“, „Der Fall Collini“ oder „Manifesto“.
Auf Grund begrenzter Teilnehmerzahl sind Anmeldungen erforderlich unter 0179/3793503 und www.suedwestkirchhof.de. Treffpunkt ist am Haupteingang an der Bahnhofsstraße 2, die Tour kostet 5 Euro pro Person.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo in Potsdam ist das denn? Foto: Peter Degener
Wo in Potsdam ist das denn? Foto: Peter Degener
Es kann einem richtig schummrig werden, wenn man zu lange vor dieser Tür steht. Gründe gibt es genug – nicht nur das wellige Glas, das gut hundert Jahre alt ist. Der gesuchte Ort wimmelt nur so von Gängen, Treppenhäusern und Seitenflügeln. Tausende Menschen mit den unterschiedlichsten Aufgaben gehen ein- und aus.
Die fragliche Tür führt allerdings in einen der etwas weniger öffentlichen Bereiche des gesuchten Gebäudes. Dort passiert fast nichts. Vielleicht ändert sich das in ferner Zukunft. Dann könnte der große Raum hinter der Tür, der sich jetzt noch dem freien Himmel öffnet, überbaut werden. Vielleicht sogar mit einem Glasdach!? Das wäre dann hoffentlich nicht so schummrig, denn die Vision geht davon aus, dass unter dem Dach eine Menge beredet und entschieden wird - die unterschiedlichsten Dinge in kürzester Zeit.
Wir wollen wissen, wo das Foto aufgenommen wurde.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum 28. August eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Darin verbergen sich verschiedene Dinge, etwa eine Powerbank zum Laden Ihres Handyakkus oder auch ein Regenschutz für Ihren Fahrradsattel. Oder hätten Sie lieber einen Zollstock, eine MAZ-Tasse oder gar einen hochwertigen Kugelschreiber? Der Gewinner oder die Gewinnerin wird per E-Mail benachrichtigt.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Foto: Annika Jensen
Foto: Annika Jensen
Rutschen, schaukeln, buddeln – für eine Dreijährige die schönsten Spiele. Auch die kleine Ella aus Werder ist ganz unbekümmert auf dem Spielplatz unterwegs. Und doch wird sie von anderen Kindern oft angeschaut. Angestarrt sogar? Diesen Eindruck hat ihre Mutter Anna Jarka immer wieder. Ella fällt auf, denn sie ist nahezu haarlos und wird es auch bleiben. Die Autoimmunerkrankung Alopecia areata ist schuld am dauerhaften Haarausfall. Wie lange wird Ella noch so unbekümmert damit umgehen können, fragt sich ihre Mutter. Meiner Kollegin Annika Jensen hat sie von ihren Erlebnissen und Sorgen erzählt.  
Foto: dpa
Foto: dpa
Auch Kinder, aber ein ganz anderes Problem: Haben Außenstehende Zugriff auf Daten aus der internen Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern? Ein Schüler hat den Vorwurf erhoben, die Chats, E-Mails und sogar Kontaktdaten an den weiterführenden Schulen im Raum Teltow seien nicht sicher. Der Kreis und die Schulleiter wollen das nun prüfen, gehen aber nicht von einem wirklichen Datenleck aus. Ein Sturm im Wasserglas? MAZ-Reporterin Konstanze Kobel-Höller hat sich dazu umgehört.
Foto: Detlev Scherbarth
Foto: Detlev Scherbarth
Stürmisch geht es auch in Stahnsdorf zu. Aber im Mittelpunkt der jüngsten Diskussion stehen nicht Wetterunbilden, sondern die Laubbläser des Bauhofs. Sie seien nicht nur laut und mit ihren Abgasen umweltbelastend, sondern nähmen den Igeln und Insekten auch ihre Winterquartiere, begründen die Grünen einen Vorstoß, Laubbläser aus Stahnsdorf zu verbannen. Bessern seien sogenannte Bigbags, um das Laub zu sammeln. Sie können sich vorstellen, dass man beim Bauhof wenig begeistert ist. Was halten Sie von der Idee?
Text: Alexander Engels
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Das Letzte kommt zum Schluss: Hafemeister

Zeichnung: Jörg Hafemeister
Zeichnung: Jörg Hafemeister
Die Braumanufaktur im Forsthaus Templin hat zum Tag der Deutschen Einheit etwas besonderes im Kessel angesetzt: die „Potsdamer Stange 30“. Das Einheits-Bier gibt es noch nicht zu kaufen, aber die MAZ nutzte eine spezielle Gelegenheit, es schon mal zu verkosten - und als Inspiration für unsere neueste Karikatur. Zeichner Jörg Hafemeister sagt zur seiner jüngsten Kreation: “Ob das Glas halbvoll oder halbleer ist, das liegt auch im Auge des Betrachters. Am besten trinkt sich das Einheitsbier natürlich in blühenden Landschaften – zum Wohl!”
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