Profil anzeigen

Massive Verzögerung beim Kreativquartier++Stadtwerkefest++englisches Frühstück

Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gute Nachrichten für alle Fans des Potsdamer Stadtwerkefestes: Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause soll die große Party im Lustgarten 2022 ein Comeback feiern. Allerdings wird diesen Sommer kein internationaler Stargast auf der Bühne stehen, auftreten sollen ausschließlich regionale Künstler. Überhaupt soll alles kleiner ausfallen, sollen große Menschenansammlungen vermieden werden. Ein Stadtwerkfest light also. Immerhin: Der Eintritt bleibt kostenlos, die Ticket-Idee ist nach MAZ-Informationen vom Tisch.
Das gilt übrigens auch für die pünktliche Eröffnung des neuen Kreativquartiers an der Plantage. Geahnt hatte man es ja schon, doch seit gestern haben wir es Schwarz auf Weiß: Die Fertigstellung verzögert sich um mindestens ein Jahr. Schuld hat laut Investor die Stadt. Die wiederum will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen.
Ein weiterer Fall also für den obersten Krisenmanager der Stadt? Zuletzt hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) den heftig kritisierten Bürgerservice zur Chefsache gemacht, selbst eingestanden, dass die Zustände in seiner Verwaltung nicht akzeptabel sind. Seine Lösung? Zurück zum Nummern-Apparat - und auf zu mehr mehr Technik und mehr Personal.
Auf zu mehr, oder zurück in die Zukunft - das gilt im Übrigen auch für ein weiteres neues Projekt des Oberbürgermeisters: die Wiederbelebung des Zivilschutzes. Gemeinsam mit Feuerwehrchef Ralf Krawinkel will Schubert den Katastrophenschutz in der Stadt grundlegend neu aufbauen (frei lesbar), bis 2025 unter anderem ein neues Katastrophenschutzzentrum in Drewitz bauen. “Wir spüren den Klimawandel, Pandemien kommen nach vorne, dazu kommen Flüchtlingsbewegungen“, sagt Krawinkel. Die Stadt müsse handeln - und zwar jetzt.
Was sonst noch los war? Am Bahnhof Medienstadt ist gestern ein Mann vom Zug erfasst worden (frei lesbar), am Klinikum haben die Ärzte gestreikt (frei lesbar), die Metropolishalle wird Flüchtlingsunterkunft und die Stadt will die Biosphäre zur "Kalthalle” machen.
Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich einen angenehmen Freitag. Und sollten Sie am Wochenende noch nichts vorhaben, lassen Sie sich von unserem heutigen Newsletter inspirieren: Sie haben die Wahl zwischen englischem Frühstück, einer besonderen Schlössertour oder einem Ausflug in die Welt des Boulderns.
Herzliche Grüße
Anna Sprockhoff
Leiterin der Lokalredaktion Potsdam
***
Anzeige
***
Das Stadtgespräch

Sie wollen beim Bürgerservice im Potsdamer Rathaus lieber eine Nummer ziehen und warten? Dann habe ich großartige Nachrichten für Sie: Bereits ab 10. April wird es wieder eine flexible Terminvergabe nach Zettelsystem geben - zusätzlich zu den online buchbaren Terminen. Die Verwaltung reagiert aber nicht nicht mit der alten Warteliste auf die immer heftigeren Beschwerden.
Es wurden mehr Personal und Räume für den Bürgerservice angekündigt, sowie neue technische Verfahren: So wird geprüft, ob Dokumente künftig auch an speziellen Automaten abgeholt werden könnten. Dann gibt es den Personalausweis vielleicht sogar ganz ohne Termin. 
Hier berichten Potsdamer vom “Glückspiel” und ihren Erlebnissen, um einen Termin zu bekommen.
***
Hinter der Recherche

Foto: Peter Degener
Foto: Peter Degener
Es lag in der Luft und der Stillstand vor Ort war kaum zu übersehen. Jetzt ist klar: Das neue Kreativquartier an der Potsdamer Plantage wird erst ein Jahr später fertig. Investor Christopher Weiß macht die Verwaltung verantwortlich. Man sei „am Baubeginn des Quartiers behindert“, etwa durch die noch immer fehlende Baugenehmigung. Ob die Gründe so einfach sind? Die Stadt will die Ansage von Weiß jedenfalls nicht einfach auf sich sitzen lassen und prüft nun, wer was verschuldet hat.  
Schon vor vier Wochen hatten Stadtverordnete Alarm geschlagen - nicht nur wegen der drohenden Verzögerung, sondern auch wegen der noch immer nicht festgelegten Mietkonditionen für die Kreativwirtschaft.
***
Der kulinarische Tipp

Gerüstet für den Tag: Nach einem echten englischen Frühstück hat der Gast eine solide Basis für körperliche Arbeit. Im „Slice of Britain“ wird die Platte daher etwas moderner und leichter interpretiert. Quelle: Bernd Gartenschläger
Gerüstet für den Tag: Nach einem echten englischen Frühstück hat der Gast eine solide Basis für körperliche Arbeit. Im „Slice of Britain“ wird die Platte daher etwas moderner und leichter interpretiert. Quelle: Bernd Gartenschläger
Englische wie britische Restaurants und Cafés sind hierzulande eine Seltenheit. In Berlin gab es vor Jahren zwei tolle Adressen. Mit dem “Slice of Britain” versorgt Potsdam die Region – wie frühstückt es sich dort, wenn vielfach immer noch Vorurteile über die englische Küche kursieren? Unsere Gastro-Expertin Manuela Blisse hat es getestet. Und so viel sei verraten: Eigentlich hasst sie es, auswärts zu frühstücken. Aber das “Slice of Britain” sei “endlich ein oder sogar der Grund, auswärts zu frühstücken”.
Mehr über dieses “entzückende Kleinod mit britischem Flair” in der Dortustraße lesen Sie hier
***
Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest lautet 42, behauptet der Schriftsteller Douglas Adams. Zum Rest gehört auch die Frage, was man gegen die schwindende Zahl von Schwalben tun kann. Die Antwort: Einen Schwalbenturm mit 42 Schwalbennestern zur Verfügung stellen. 
Das Vogel-Mehrfamilienhaus steht passenderweise im Zentrum einer der großen Neubausiedlungen Potsdams. Die hier gesuchte Schlafstadt zeichnet sich durch den Charme der eintönigen Investorenarchitektur der Neunziger Jahre aus. Doch immerhin finden sich im Umfeld all die Dinge, die die Stadt Potsdam ausmachen.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum Sonntag, 3. April, eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Vergessen Sie Ihre Postadresse nicht, denn Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
***
Das ist los im Umland

„Niederlagen sind Erfahrungen“: Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD) sagt Tschüß
Wasser aus der Nieplitz soll Seddiner See retten
Werder: Leinenzwang, Reitverbot und Aufenthaltsverbote für Hunde und Pferde
***
Unser Tipp fürs Wochenende

Die Neuen Kammern in Sanssouci - ein Blick hinein lohnt sich. Foto: Peter Degener
Die Neuen Kammern in Sanssouci - ein Blick hinein lohnt sich. Foto: Peter Degener
Kein Aprilscherz: Die Saison in den Schlossparks beginnt und damit öffnen ab diesem Freitag eine ganze Reihe der im Winter verschlossenen Kleinode von Sanssouci.
Die historische Mühle von Sanssouci ist wieder täglich geöffnet. Auch der Blick von den Türmen der Schlossorangerie oder in die Neuen Kammern mit ihrer beeindruckenden Ovid-Galerie ist nun wieder möglich.
Bouldern? Das können sogar Kinder! Foto: Peter Degener
Bouldern? Das können sogar Kinder! Foto: Peter Degener
Wer es dagegen sportlich mag, sollte am Samstag nach Golm auf den Universitätscampus fahren. Nach drei Jahren Pause findet dort wieder ein Boulder-Cup statt. Nicht nur zugucken, sondern auch ausprobieren ist möglich - das ist auch etwas für kletter-affine Kinder!
Das Zentrum für Hochschulsport lädt dazu ein, in entspannter Atmosphäre gemeinsam mit Freunden oder der Familie neue und knifflige Kletterwege zu erkunden. Dabei ist es egal, ob man erst seit Kurzem oder schon länger im Boulder-Sport aktiv ist. Der Boulder-Cup findet am Samstag im Haus 11 auf dem Golmer Campus von 10 Uhr bis 18.30 Uhr statt.
***
Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 85
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 85
MAZ-Videokolumnist Marcus Gude freut sich, dass sein Vorschlag zur Rettung des Potsdamer Bürgerservice so schnell umgesetzt wurde - dass man aber immer erst meckern muss! Außerdem macht er sich Gedanken über den Wegfall der Maskenpflicht im Einzelhandel.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.