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Große neue Stadt-Serie+Kinderbauernhof+Gondoliere in Werder+

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Dass wir als Lokalredaktion ein Herz für Potsdam haben, ist
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Dass wir als Lokalredaktion ein Herz für Potsdam haben, ist Ihnen bestimmt schon aufgefallen - schließlich liefern wir Ihnen täglich frische Nachrichten aus der Stadt und zweimal wöchentlich diesen Newsletter frei Haus mit allem, was Sie und uns am meisten interessiert.
Manchmal gibt es aber auch Aspekte des Stadtlebens, die wir nicht so einfach in der Zeitung erzählen können: Manche Themen sind einfach zu groß, um sie auf eine Seite zu packen. Deshalb legen wir in der kommenden Woche los mit einer neuen, spannenden Serie, mit der wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, einladen, die Stadt einmal mehr neu zu entdecken: “Potsdam ganz nah”.
Wie lebt man eigentlich in Potsdam? Und wie hat sich das Leben seit der Wende verändert, wer sind die neuen Nachbarn? Wo sind die schönsten Ecken jedes Viertels? Was macht Fahrland unwiderstehlich, was zieht die Menschen nach Babelsberg und wo ist man glücklicher: in der Platte oder in der Villa? Wir werden es herausfinden. Gehen Sie mit uns auf Zeitreise, hören Sie Ihren und unseren Nachbarn zu, es wird spannend.
Den Anfang machen in der gedruckten MAZ von Montag bis Montag die Berliner, die Nauener und die Jägervorstadt. Den gesamten ersten Teil mit vielen besonderen digitalen Angeboten finden Sie zudem in Kürze auf MAZ-online.de. Danach nehmen wir Sie in sieben weiteren Kapiteln jeweils für eine Woche im Monat mit in je einen weiteren Bezirk der Stadt. Neugierig geworden? Einen kleinen Vorgeschmack finden Sie weiter unten in unserem Video zur neuen Serie “Potsdam ganz nah”.
Was ansonsten in dieser Woche spannend war, habe ich hier für Sie zusammengefasst.
Genießen Sie das Wochenende, bleiben Sie gesund. Den nächsten Newsletter finden Sie wieder am Freitag in Ihrem Postfach. Alle aktuellen Neuigkeiten aus Potsdam und Umgebung lesen Sie wie gewohnt auf MAZ-online.de.
Herzliche Grüße
Ihre
Saskia Kirf
Redakteurin in der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Das Stadtgespräch

Die Kinder füttern gern das Shetland-Pony Pedro des Kinderbauernhofes. Quelle: Rainer Schüler
Die Kinder füttern gern das Shetland-Pony Pedro des Kinderbauernhofes. Quelle: Rainer Schüler
Das Schicksal des Kinderbauernhofs in Groß Glienicke beschäftigt schon lange die Stadtpolitik - und die vielen Nutzer des Bauernhofs natürlich auch. Das Problem: Bauten wurde ohne Genehmigung errichtet. Zwar soll das im Nachhinein geregelt werden, aber das wird noch lange dauern. Bis dahin dürfte ein Großteil des Hofbetriebs weitgehend gestorben sein, denn bereits jetzt soll der Besitzer alles ausräumen, was er selbst nutzt.
Mein Kollege Rainer Schüler begleitet die Posse um das Anwesen bereits seit Jahren. Nun hat er noch einmal den Gutsbesitzer besucht, der mit allen Mitteln gegen eine Räumungsverfügung vorgeht.
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Der kulinarische Tipp

Der neue Küchenchef im Restaurant Harbour im Resort Schwielowsee setzt auf die Küche seiner Heimat Israel, die Kräuter Arabiens und die Rezepte der Mittelmeeranrainer. Unsere MAZ-Restauranttesterin Manuela Blisse hat sich durch Sashimi auf Lauch-Confit in Koriander-Vinaigrette, Blaukrabben in Oliven-Chili-Knoblauch und andere Köstlichkeiten gefuttert und ihr Urteil gefällt.
Weißes Seefischfilet, Selleriewurzelcreme mit schwarzem Trüffelöl & angebratenen Wurzeln in Soja & Honigsud. Quelle: Bernd Gartenschläger
Weißes Seefischfilet, Selleriewurzelcreme mit schwarzem Trüffelöl & angebratenen Wurzeln in Soja & Honigsud. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Unsere Entdeckung der Woche

Der Chor Kirchenwind probt wieder. Foto: privat
Der Chor Kirchenwind probt wieder. Foto: privat
Wer einen Parkschein hat (oder ohne Auto anreist), kann ab sofort jeden Sonntag von 19.30 bis 21 Uhr heimlich den Proben des überkonfessionellen Kirchenwind-Chors lauschen. Nach fünf Monaten ohne Probe treffen sich die Sänger jetzt wieder regelmäßig - und zwar in einem Parkhaus in der Heinrich-Mann-Allee. „Wir suchten nach einer Möglichkeit, gemeinsam und doch geschützt singen zu können. Wir probieren es jetzt im Parkhaus“, erklärt Chorleiter Christian Lerch das neue, ungewöhnliche Probenkonzept. „Mit der Akustik sind wir ganz zufrieden und es zieht wie Hechtsuppe! Die Aerosole haben keine Chance.“
Der genaue Ort wird nicht verraten, um das Publikum überschaubar zu halten. Wer es dennoch genau wissen will, könnte sich an Chorleiter Christian Lerch unter der Adresse christian@kirchenwind.de wenden. Der sucht allerdings weniger Zuhörer als vielmehr weitere Sänger und neue Chormitglieder. Sie sollten allerdings Erfahrung im Chorsingen oder eine stimmliche Ausbildung mitbringen.
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wir wollten wissen: Wo ist das? Foto: Peter Degener
Wir wollten wissen: Wo ist das? Foto: Peter Degener
Das trübe, gewellte Glas lässt nur erahnen, was sich hinter der alten Tür verbirgt – ein riesiger Innenhof mit altem Pflaster. Ab und zu gehen Menschen hinüber, auch einige Autos sind dort geparkt. Es ist ein fast quadratischer, rund 40 Meter breiter Innenhof im Potsdamer Stadthaus.
Während sich die Besucher zumeist im vorderen Teil des Gebäudes aufhalten – bei Bürgerservice oder im Standesamt – ist der größte der immerhin vier Innenhöfe des Stadthauses meist nur Abkürzung für Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die sich vielleicht den Weg um eine Ecke durch die langen Flure sparen können, um zum Haupteingang, zur Kantine oder gar zum Oberbürgermeister zu gelangen.
Gesucht war das Potsdamer Stadthaus
40 Meter breit ist der Innenhof, der sich hinter dem Glas verbirgt. Foto: Peter Degener
40 Meter breit ist der Innenhof, der sich hinter dem Glas verbirgt. Foto: Peter Degener
Eine alte Idee ist es, den quasi ungenutzten Innenhof zu überbauen und zum Plenarsaal für die Stadtverordnetenversammlung zu machen. Der alte ist zu eng und den technischen Anforderungen längst nicht mehr gewachsen. Er wurde Anfang 2020 letztmals für die Sitzung der Stadtverordneten genutzt. Eine Vorentscheidung über die Idee des überdachten Hofs könnte noch in diesem Jahr fallen – dann steht fest, ob der gesamte Verwaltungscampus (mit Ausnahme des Stadthauses) langfristig aus der Innenstadt herausziehen soll, oder ob das Areal von Grund auf neu entwickelt wird. Die alte Tür mit ihrem trüben Glas, das vermutlich aus der Erbauungszeit des Stadthauses als Regierungspräsidium zwischen 1902 und 1907 stammt, bleibt natürlich, wo sie ist. Wohin sie dann führt, werden Sie sicher in der MAZ erfahren.
Das nächste Rätsel gibt es in einem der nächsten Newsletter. Sie haben ein eigenes Potsdam-Rätsel für die Leser des Newsletters? Teilen Sie uns Ihre Idee gerne mit einem Foto mit und schicken Sie ihren Vorschlag an potsdam-newsletter@maz-online.de!
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Romantik pur auf der Havel. Foto: M. Karnbach Fotografie
Romantik pur auf der Havel. Foto: M. Karnbach Fotografie
Woran denken Sie bei „O sole mio“?  Ich meine jetzt nicht, dass der Redakteur einen schlechten Musikgeschmack hat. Richtig: an venezianische Gondeln. Doch dafür müssen wir nicht mehr die Alpen überqueren, höchstens die Glindower Alpen. Denn Alexander Fuchs ist der Gondoliere von Werder - und meine Kollegin Ute Swart hat ihn getroffen. Der hauptberufliche Havel-Seemann hat sich eine originale Gondel aus Venedig restauriert und lädt nun zu Runden um die Insel Werder ein. Ob für Pärchen oder Kleingruppen: Fuchs sorgt für Picknick, Piccoli und Sonnenuntergang. Geht’s überhaupt romantischer? Als Chorsänger kann er sogar das „O sole mio“ anstimmen.  
Gondoliere Alexander Fuchs. Foto: M. Karnbach Fotografie
Gondoliere Alexander Fuchs. Foto: M. Karnbach Fotografie
Das Gondel-Geschäft lohnt sich vor allem dann, wenn es mit dem Klimawandel so weiter geht. Frost-Winter mit Eis und Schnee sind jetzt schon die Ausnahme. Und genau das treibt Joachim Dyllick aus Wilhelmshorst um. Er wundert sich, dass die Gemeinde Michendorf seit Jahren dieselben Winterdienstgebühren von ihm verlangt, obwohl er die Streufahrten inzwischen an einer Hand abzählen kann. Und als früherer Kreisjustiziar kennt er sich aus: Gebühren müssen die tatsächlichen Kosten decken. Weniger Schnee bedeutet weniger Aufwand ergo auch weniger Gebühren. Wie er sich gegen die neuen Bescheide juristisch wehren will, hat er MAZ-Reporter Jens Steglich erklärt.
Foto: Steve Parsons/DPA
Foto: Steve Parsons/DPA
Wie setzt man sich wiederum zur Wehr gegen einen Pferderipper? Der geht offenbar im Raum Teltow und Nuthetal um. Die Polizei ermittelt zu mehreren Fällen von verletzten Pferden. Jetzt traf es ein Tier auf einer Weide in Nuthetal. Es hatte eine tiefe Stichverletzung, die es sich auf jeden Fall nicht versehentlich selbst zugeführt haben kann. Steht die Tat in Verbindung zu zwei anderen Fällen, darunter der Missbrauch einer Stute in Teltow? Die Kripo ermittelt und mahnt vorsichtshalber alle Pferdehalter zu besonderer Wachsamkeit.
Text: Alexander Engels
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Unser Tipp fürs Wochenende

Die Band "Operation Zeit" spielt heute live für lau. Foto: Christian Morgenstern
Die Band "Operation Zeit" spielt heute live für lau. Foto: Christian Morgenstern
Live-Musik ist seit März eine Seltenheit. Und heute Abend gibt es gleich vier Auftritte auf einer Bühne. Das Music-Showcase “HomeBase” will ein neongreller Lichtblick am trostlosen Musiksommer-Himmel sein. Dazu werden an diesem Freitag ab 19.30 Uhr vier Brandenburger Bands auf die große Open-Air-Bühne am Waschhaus in der Schiffbauergasse steigen. Ein echtes Konzert! Und dazu bei freiem Eintritt!
Auf der Bühne steht zum Beispiel “Operation Zeit” aus Potsdam. Der Konzertveranstalter, der Landesverband für Soziokultur, Populärmusik und Festivals, beschreibt die Band mit diesen Worten: “Was die Jungs da machen ist schon Rap, Rap mit Band – jenseits von Gangsterposen. Fünf ausgefuchste Typen, die bewusst musikalische Genregrenzen übertreten und mit viel Wut im Bauch was sagen wollen.”
Aus Frankfurt/Oder reisen “Sinner & Saint” an, eine Symbiose aus Beatmachine und Synthesizer. Auch “Ekkon” kommen aus der Oderstadt und bringen einen Sound aus viel E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Synthesizern mit. Der vierte Auftritt gebürt “Mitch Alive & Yatziv Caspi” aus Brandenburg an der Havel, die Jazz, Funk und Soul in die Schiffbauergasse spülen wollen.
Apropos Jazz. Auch ein anderer Ort in dieser Stadt, will nun Menschen zur Live-Musik versammeln: die Nagelkreuzkapelle hinter der Baustelle der Garnisonkirche. Am Samstag um 18 Uhr beginnt dort eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel “Jazz und Kunst”. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Kunstwerk. Morgen ist das ein Werk von Christian Heinze. Unter dem Titel „around the table“ erklingt dazu Musik vom Jazz-Trio „Albrecht Gündel-vom Hofe“. Für alle Konzerte gilt: Bringen Sie eine Maske mit!
Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Wem gehört die Stadt? Es ist eine Frage, die wohl jeden in Potsdam auf irgendeine Art beschäftigt. Der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, findet, das nicht ganz unwesentliche Teile ihm und seiner Familie gehören sollten - schließlich wurde Kaiser Wilhelm II (des Prinzen Ur-Urgroßvater) und der Rest der Hohenzollern nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet. Der Streit um die Entschädigungen hat bizarre Züge angenommen, doch bislang war das Land Brandenburg starrsinnig. Das könnte sich nun ändern, Finanzministerin Katrin Lange (SPD) zeigt für quasi alle Beobachter völlig überraschend Kompromissbereitschaft.
Klar, dass sich auch unser Videokolumnist Marcus Gude seine eigenen Gedanken um eine Lösung des Problems - und einen sicherlich augenzwinkernd zu verstehenden Vorschlag dazu - macht.
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 13
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 13
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