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Giftschlangen im Mietshaus+++Sperrung der Behlertstraße+++Badestellen im Umland

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Wie stehen Sie denn so zu Schlangen? Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass im Land Brandenburg mit der Ringelnatter und der Glatt- oder Schlingnatter nur für den Menschen ungefährliche Schlangenarten anzutreffen sind. Und die Blindschleiche natürlich, aber die ist erstens keine Schlange und tut zweitens nun wirklich nichts. Mit ihr kuscheln möchte ich trotzdem nicht und auch in meine Wohnung würde ich weder sie noch eine ihrer Schlangenverwandten einladen.
Ein Mann in der Waldstadt hat offensichtlich eine sehr viel herzlichere Beziehung zu Schlangen. Immerhin hielt er 14 Gift- und einige Würgeschlangen in seiner kleinen Mietwohnung, viele der Terrarien standen im Schlafzimmer, das muss man schon mögen. Weil ihm eine Schlange augenscheinlich entwischt war, rief die Nachbarin die Polizei und die Schlangen wurden wegen nicht artgerechter Haltung sicher gestellt. Was jetzt mit ihnen passiert und welche Fragen noch offen sind, lesen Sie hier.
Falls Sie wirklich gar kein Schlangenfreund sind, aus Angst vor Begegnungen nicht gerne in öffentlichen Gewässern baden und sich schon auf die Öffnung der städtischen Schwimmbäder gefreut haben, dann habe ich hier eine schlechte Nachricht für Sie: Das “Kiezbad Am Stern” bleibt weiterhin geschlossen.
Eigentlich sollten die seit April 2020 andauernden Sanierungsarbeiten spätestens im Herbst abgeschlossen sein, doch aus verschiedenen Gründen kam es zu Verzögerungen und nun ist unsicher, ob das Bad überhaupt noch in diesem Jahr öffnen kann. Welche Gründe das sind und was die Schließung für die Schwimmkurse bedeutet, lesen Sie hier.
Apropos Wasser: Was könnte es Schöneres geben, als eine Bootstour rund um Potsdam? Die MAZ ist auf deswegen Entdeckertour und stellt Menschen aus Potsdam und dem Umland vor, die sich auf ganz verschiedene Art auf dem Wasser bewegen. Familie Höfler auf ihrer „Beluga“ zum Beispiel oder Steffi Ribbe auf ihrer Textil-Luftmatratze.
Und: Wir suchen noch Menschen, die gern auf dem Wasser sind, in der Freizeit oder auch zum Arbeiten. Sie machen lange Touren mit ihrem Boot oder fahren nur mal zum Angeln raus? Sie laden zu Partys an Bord ein – oder genießen Sie lieber die Ruhe? Sie schippern familienfreundlich? Oder sind Sie Abenteurer? Sie sind auf dem Boot groß geworden oder Anfänger? Sie sind sportlich unterwegs oder gemütlich? Dann melden Sie sich gern!
Sie erreichen uns unter Tel.: 0331/28 40 280 und per E-Mail an potsdam-stadt@maz-online.de – Stichwort „MAZ an Bord“. Wir freuen uns auf Ihre Geschichten!
Wenn Sie statt in ein Boot lieber in ein Haus investieren möchten, dann sei Ihnen das Gespräch meiner Kollegin Luise Fröhlich mit Mathias Barthel empfohlen. Der Chef von „Baukonzept Potsdam“ baut seit einigen Jahren Villen, unter anderem für bekannte Persönlichkeiten, hat aber auch schon mit der Pro Potsdam zusammengearbeitet. Im Interview erklärt er, wer sich Hausbauen in Potsdam heute noch leisten kann.
Damit entlasse ich Sie in den heutigen Newsletter, in dem Sie unter anderem alles Wissenswerte zur Sperrung der Behlertstraße ab Donnerstag lesen. Außerdem empfehlen wir faszinierende Potsdam-Fotografien in Kalenderform, die aktuelle Ausstellung in der AE-Galerie und haben ein Potsdamer Steak-House für Sie getestet.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Bleiben Sie gesund und seien Sie herzlich gegrüßt,
Sarah Kugler
Redakteurin der Lokalredaktion
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik - oder wollen uns auf Ihr Boot einladen? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Die Behlertstraße wird saniert. Foto: Bernd Gartenschläger
Die Behlertstraße wird saniert. Foto: Bernd Gartenschläger
Am Donnerstag wird es ernst: Dann wird eineinhalb Jahre lang die Behlertstraße saniert und dafür komplett gesperrt. Die Fahrbahn ist schlecht, die Leitungen darunter so marode, dass es immer wieder Rohrbrüche gibt. Der sonst dort hindurchströmende Verkehr in Richtung Norden wird über Nebenstraßen der Berliner Straße, über die Gutenberg- und Hans-Thoma-Straße und stadteinwärts über die Berliner Straße gelenkt.
Die Bewohner der Behlerthöfe kommen jetzt nur noch nachts mit dem Auto auf ihre Wohngrundstücke und finden so gut wie keine Parkmöglichkeiten außerhalb ihres Quartiers. Erst Anfang Mai haben sie diesen Stress dann hinter sich.
Worauf Sie ab Donnerstag achten müssen, wo Sie lang fahren können und was gar nicht mehr geht, hat mein Kollege Rainer Schüler hier für Sie aufgeschrieben.
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Die Corona-Lage

In Potsdam wurden mit Stand Montagmorgen keine neuen Corona-Fälle gemeldet. Die Lage bleibt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 3,3 stabil. Insgesamt sind im Verlauf der Pandemie 7.110 Corona-Infektionen in Potsdam registriert worden.
So beruhigend das klingt, die Corona-Lage bleibt insgesamt angespannt. Offenbar ist es möglich, sich mit zwei unterschiedlichen Varianten des Coronavirus gleichzeitig zu infizieren. Weltweit wurden mehrere solcher Fälle dokumentiert. Forschende wollen das Auftreten von Doppelinfektion unter anderem im Auge behalten, weil es das Auftreten von Mutationen befördern könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Die besondere Geschichte

Der Fotograf Arwid Lagenpusch fotografierte ab 1956 auch in Potsdam. Fotos: Arwid Lagenpusch
Der Fotograf Arwid Lagenpusch fotografierte ab 1956 auch in Potsdam. Fotos: Arwid Lagenpusch
Leere Straßen, einsame Ruinen: Der Theaterfotograf Arwid Lagenpusch hat in den Fünfziger Jahren das zerstörte Potsdam fotografiert. Die Aufnahmen wurden nur zufällig entdeckt und erscheinen erstmals in Form eines Kalenders. Der Fotograf sichtete dafür sein Archiv und wählte 13 Motive aus, herausgegeben hat den Kalendar Christine Jann - ihre Mutter war gut mit Lagenpusch befreundet.
Zur Fotografie kam Arwid Lagenpusch durch einen Zufall am Set im Studio Babelsberg. 1956 hatte er eine Statistenrolle im Film „Die Hexen von Salem“, einer Koproduktion der Defa mit einem französischen Filmstudio. Dort lernte er den Fotografen Roger Corbeau kennen – und der faszinierte ihn derart, dass er mit seiner Gage seine erste Kamera kaufte. Er brachte sich die Fotografie selbst bei.
Was seine Fotografien so besonders macht, hat mein Kollege Peter Degener für Sie hier aufgeschrieben.
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Verkehr aktuell

Baustellen in Potsdam. Foto: Bernd Gartenschläger
Baustellen in Potsdam. Foto: Bernd Gartenschläger
In dieser Woche beginnt der Umbau der Behlertstraße. Auch auf der Nuthestraße gibt es neue Beschränkungen. Zudem gibt es zahlreiche weitere Ferien-Baustellen:
An der Alten Zauche: Sperrung für zwei Wochen zwischen Binsenhof und Schilfhof. Hier gibt es eine neue Asphaltschicht. Umleitung über Heinrich-Mann-Allee und Horstweg.
Rückertstraße: Halbseitige Sperrung zwischen Hügelweg und Marquardter Chaussee wegen Leitungsarbeiten. Eine Ampel regelt den Verkehr.
Leipziger Dreieck: Die Friedrich-Engels-Straße ist vorm Hauptbahnhof weiter in Richtung Babelsberg gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Auch der Fußweg von den Trams und Bussen am Hauptbahnhof zur Langen Brücke ist gesperrt – es gibt eine Umleitung.
Horstweg: Kein Durchkommen von der Großbeeren- zur Nuthestraßen wegen Leitungsarbeiten. Umgekehrt ist der Horstweg eine Einbahnstraße. Umleitung ist ausgeschildert.
Alle anderen Baustellen, Staufallen und Verkehrsbehinderungen haben wir hier zusammengefasst.
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Der kulinarische Tipp

Das „800 Grad Prime Beef Steakhouse" befindet sich in der Mittelstraße im Holländischen Viertel in Potsdam. Foto: Bernd Gartenschläger
Das „800 Grad Prime Beef Steakhouse" befindet sich in der Mittelstraße im Holländischen Viertel in Potsdam. Foto: Bernd Gartenschläger
Die Speisekarte des Potsdamer Steakhouses 800 Grad gleicht einer Lesefibel: Beefen bei 800°. Dies ist die Besonderheit des fleischfokussierten Gasthauses im Holländischen Viertel und sorgt für den besonderen Geschmack.
Im 800° kann man sich deutsches und australisches Prime Beef wie Emsrind oder getreidegefüttertes Aberdeen Black aus New South Wales, aufgewachsen in natürlicher und artgerechter Aufzucht, aber auch Ente auftischen lassen – zubereitet im ­Beefer, jenem Hochtemperaturgrill, der für 800 Grad Hitze sorgt und damit die Fleischaromen so richtig herauskitzelt.
So schreibt es MAZ-Gastro-Kritikerin Manuela Blisse in ihrer aktuellen Kritik. Ob sich der Besuch vor Ort auch lohnt, lesen Sie hier.
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Unsere Entdeckung der Woche

Angelika Euchner vor Fotografien von Claudia Wiens in der AE-Galerie. Foto: Sarah Kugler
Angelika Euchner vor Fotografien von Claudia Wiens in der AE-Galerie. Foto: Sarah Kugler
Ein knallpinker Wäscheständer mit Unterwäsche in der gleichen Farbe, mit Grafitti besprühte Autos und einsame Sandalen vor einer Moschee. In der Ausstellung „Tunis. Sidi Bouzid“ präsentieren verschiedene Fotografinnen und Fotografen ihren Blick auf die Hinterbliebenen der Revolution und die Schönheit im Detail.
Zu sehen ist sie noch bis Samstag in der AE-Galerie in der Charlottenstraße. Ausgestellt sind dort Arbeiten von Claudia Wiens, Hamza Ayari, Petra Dachtler, Mejdi El Bekri, Joachim Gierlich, Wassim Ghozlani und Inge Hoenekopp ausgestellt. Alle Arbeiten zeigen Eindrücke aus Tunesien, als eine Art Dokumentation beschreibt Galeristin Angelika Euchner die Schau.
Ich habe mir die Ausstellung angesehen, viel gelernt und sehr beeindruckende Fotografien entdeckt. Warum sich ein Besuch in der AE-Galerie lohnt, lesen Sie hier. Und noch ein kleiner Nachtrag: Vergessen Sie nicht, auch das Kellergeschoss der Galerie zu besuchen.
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Blau und Gold sind wohl besondere Lieblingsfarben von Ele. Die Frau, die selbst lieber im Hintergrund bleibt, hat vor einigen Jahren begonnen, den sanierten, aber steingrauen Luisenplatz aufzuhübschen. Es begann mit Blumen an den Eingängen zur Tiefgarage unter dem Platz. Später kamen Kübelpflanzen rund um den Brunnen in der Mitte hinzu. Zuletzt schuf die „Blumenfee“ Mosaike mit blau-goldenen Steinchen.
Der Ausschnitt ist ein Teil des Kronen-Kunstwerks am Luisenplatz. Foto: Peter Degener
Der Ausschnitt ist ein Teil des Kronen-Kunstwerks am Luisenplatz. Foto: Peter Degener
Drei goldene Kronen in einem blauem Rahmen schmücken nun einen weiteren Eingang zu Tiefgarage unter dem Luisenplatz – einem Platz der mit dem ebenfalls bekrönten Brandenburger Tor urpreußisch ist. Die Kronen erinnern zwar eher an das Symbol des schwedischen Königreiches, doch das ist vermutlich reiner Zufall. Ele will damit preußische Königinnen ehren, die viel zu oft im Schatten der Fritzen und Wilhelms stehen. Zumindest auf dem nach Königin Luise benannten Platz soll das anders sein.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Die Havel bietet so viele Bademöglichkeiten. Foto: Lutz Hannemann, Julius Frick
Die Havel bietet so viele Bademöglichkeiten. Foto: Lutz Hannemann, Julius Frick
Die Sommerferien verlaufen bisher etwas durchwachsen. Aber die Aussichten sind gut für die Region. Wetter-Apps auf dem Handy machen Hoffnung auf Sonne und heiße Temperaturen. Dann wäre es doch gut, wenn man weiß, wo es eine Abkühlung gibt. Wo ist das nächste Strandbad? Wo finde ich eine idyllische Havelbucht? Wo kann ich meine Kinder sicher baden lassen, weil das Wasser schön flach ist?
Die MAZ hat deshalb für Ihre Leserinnen und Leser die schönsten Bademöglichkeiten zwischen Kleinmachnow, Beelitz und Werder gesucht und zusammengestellt. Darunter ist sowohl die Havel mit ihren unzähligen Seen und Buchten, aber auch die Strand- und Freibäder, die eine serviceorientierte Infrastruktur bieten. Den Überblick lesen Sie hier.
​In Stahnsdorf geht derweil die Diskussion um die Waldschänke weiter: Der Vereinbarung, ob die Gemeinde bei der Verpachtung der „Waldschänke“ auf die Einnahme von fünf Jahren Pachtzins verzichten darf, wenn der Pächter im Gegenzug für die Sanierung der Immobilie aufkommt, lässt die CDU derzeit von der Kommunalaufsicht überprüfen.
Die erste Einschätzung, die sich die Gemeinde gleich selbst eingeholt hat: Es liege keine offensichtlicher Untreueverdacht vor. Unterdessen erinnern die Investoren daran, dass ihr Marktplatz-Konzept gemeinwohl-orientiert ist. Es gehe nicht ums Geld, die Menschen dürften nicht vergessen werden. Die ganze Geschichte hat Umland-Redakteurin Konstanze Kobel-Höller hier aufgeschrieben.
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Das Letzte kommt zum Schluss: Hafemeister

Karikatur von Jörg Hafemeister.
Karikatur von Jörg Hafemeister.
In Potsdam geht’s steil bergauf. Auch die Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg hat der Landeshauptstadt dabei geholfen. Aber nun ist Potsdam soweit vorne, dass die GRW ein jähes Förderungsende in Aussicht gestellt hat. Hoffentlich gerät Potsdams Wirtschaftsmotor da nicht ins Stottern, bangt MAZ-Karikaturist Jörg Hafemeister diese Woche.
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