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Frohe Weihnachten+++Empfehlungen für die Feiertage+++Gefahr für Hunde

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Liebe Leserinnen und Leser,

von Herzen frohe Weihnachten! Ich hoffe, Sie hatten einen schönen Heiligen Abend - auch wenn er vielleicht nicht so war, wie Sie ihn kennen und lieben. Mein Mann und ich haben dieses Jahr schweren Herzens auf den Besuch unserer Eltern verzichtet und erfinden Weihnachten 2020 neu. Ohne Weihnachtsbaum, ohne Familienbesuche, dafür mit Bescherung per Videotelefonie, Familienplausch per Zoom und ohne Angst, einen geliebten Menschen anzustecken.
Auch viele Potsdamer Kirchengemeinden haben Weihnachten in den letzten Tagen neu erfinden müssen, bieten Gottesdienste und Seelsorge online an, versenden Weihnachtsgrüße per Post, verteilen Segenslichter am Zaun. Doch was bedeutet das eigentlich für die Pastorinnen und Pastoren - dieses Weihnachten ohne Gottesdienste, ohne Gemeinschaft? Der Potsdamer Pfarrer Tobias Ziemann sagt ganz offen: „Das ist wirklich traurig, ein nie dagewesener Zustand. Aber es ist nur vernünftig, so weh es tut.“
Sein ganz persönlicher Jahresrückblick ist Teil einer neuen Reihe in der MAZ, in der Menschen, die in der Pandemie in der ersten Reihe stehen, über ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Ängste, Sorgen und Hoffnungen 2020 berichten. Den Anfang hat Paketbote Sandro De Rosa gemacht, der sagt: "Ich glaube, Corona macht viele einsam.”
Ich hoffe, Sie, liebe Leserinnen und Leser, können die letzten Tage dieses schwierigen Jahres trotz Corona genießen. Falls Sie Lust auf einen Spaziergang haben, finden Sie weiter unten im Newsletter eine ganz besondere Empfehlung. Oder Sie lassen sich von uns in die Welt der Potsdamer Podcasts entführen, denn von denen gibt es tatsächlich gleich eine ganze Reihe, die wir Ihnen vorstellen möchten. Ans Herz legen möchte ich Ihnen außerdem unsere MAZ-WeihnachtsgeschichteHeiligabend in einer Potsdamer Apotheke”, geschrieben von der Potsdamer Autorin Christine Anlauff. Ach ja, und sollten Sie über die Feiertage Lust auf frische Brötchen haben, finden Sie hier eine Liste mit allen Bäckern, die geöffnet haben.
Den nächsten Newsletter erhalten Sie wie gewohnt am Dienstag, alle Neuigkeiten lesen Sie auf MAZonline.de. Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße
Ihre
Anna Sprockhoff
Leiterin der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Foto: dpa
Foto: dpa
Egal, mit wem ich in diesen Tagen gesprochen habe, irgendwann kam die Frage eigentlich immer: Wie feierst Du eigentlich Weihnachten? Vermutlich haben auch Sie sich diese Fragen schon gestellt. Die Eltern besuchen - ja oder nein? Die Kinder einladen? Die Tante wie sonst zum Abendessen an Heiligabend holen? Fragen, die auch uns in der Redaktion in den letzten Tagen und Wochen immer wieder umgetrieben haben, oft haben wir beim Blick auf die neuesten Corona-Entwicklungen diskutiert: Was ist noch zu verantworten? Und wie handhabt das eigentlich wer mit Weihnachten im Corona-Jahr? Sie wollen wissen, was dabei herausgekommen ist? Meine Kollegen Henry Lohmar, Stephanie Philipp, Karim Saab, Torsten Gellner und ich verraten es Ihnen.
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Die Corona-Lage

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Mit Heiligabend hat die Sieben-Tage-Inzidenz in Potsdam den Schwellenwert 300 überschritten. Der Wert für die Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner beträgt nun 316,6 – damit greift eine Neuregelung der Stadt:
Steigt die Inzidenz über 300, stellen Krippen, Kindergärten und Schulhorte die Regelbetreuung ein – zunächst vom 4. bis 8. Januar 2021. Es gibt eine Notbetreuung, die Eltern für ihre Kinder beantragen können.
Insgesamt gibt es in Potsdam bislang 3184 bestätigte Corona-Infektionen – 113 mehr als noch am Mittwoch, die Zahl der Neuinfektionen hat in den vergangenen Tagen neue Rekordhöhen erreicht. 2217 Patienten gelten bisher als genesen. 807 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne – 225 weniger als am Vortag, weil vor allem Quarantäneauflagen von Schülern abgelaufen sind. Einen Weihnachtsbonus in Form verfrüht aufgehobener Quarantäne gebe es nicht, versichert die Stadtverwaltung. 585 Potsdamer sind aktuell krank zu Hause. Diese bestätigten Covid-Fälle werden vom Gesundheitsamt betreut – durch Anrufe wie bei Quarantänefällen.
Die Krankenhäuser behandeln zurzeit 84 Covid-Patienten, von denen 18 auf den Intensivstationen liegen – das Niveau des Vortags. Inzwischen ist die Lage im Bergmann-Klinikum so angespannt, dass zusätzliche Betten in der privaten Heinrich-Heine-Klinik in Neu Fahrland akquiriert wurden.
Steigt die Zahl der Patienten weiter, wird es für das Ernst-von-Bergmann-Klinikum eng. „Uns treibt die Sorge um, dass die Kapazitäten in den kommenden Wochen nicht reichen“, sagt Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt. Das größte Krankenhaus der Region muss den Notfallbetrieb einstellen, wenn das Personal für Covid-Patienten benötigt wird.
Für den unermüdlichen Einsatz des Krankenhaus-Personals in Potsdam hat die MAZ eine Dankeschön-Aktion gestartet. Hier können Sie mitmachen.
Sollten Sie über die Weihnachtsfeiertage krank werden oder gar Corona-Symptome spüren, ist die ärztliche Bereitschaftsnummer 116 117 die erste Wahl. In Potsdam gibt es weitere Anlaufstellen.
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Die besondere Geschichte

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Es grenzt an ein medizinisches Wunder, was die Potsdamerin Ines Ganse vor über einem Jahr erlebt. Die Ladeninhaberin eines Second-Hand-Geschäftes in Babelsberg erleidet an einem Sommertag in ihrem Laden eine schwere Gehirnblutung. Ein Aneurysma ist geplatzt. Und das an einer äußerst komplizierten Stelle. Sie muss in Berlin operiert werden. Sechs Mal. Als wäre ihr Überleben der Wunder nicht genug, behält Ines Ganse nicht einen einzigen neurologischen Schaden zurück. Wie sie all das erlebt, wie sie sich gefühlt hat und wie glücklich sie ist, das alles nicht allein durchgestanden haben zu müssen, hat die 55-Jährige meiner Kollegin Annika Jensen erzählt
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Der kulinarische Tipp

Foto: Varvara Smirnova
Foto: Varvara Smirnova
Na, sind Sie noch im Schlemmmodus, oder reicht es nach dem Heiligen Abend schon? Falls im Dessert-Magen noch Platz ist, möchte ich Ihnen heute die Crêperie La Madeleine aus der Potsdamer Innenstadt ans Herz legen. Crêpes, in der Bretagne kreiert, sind in Frankreich und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Die Franzosen gehen dabei elegant zur Sache, der Eierteig wird ganz dünn ausgebacken und sie benutzen dafür ein spezielles Utensil, das Crêpe-Eisen.
Unsere Gastro-Kritikerin Manuela Blisse fand’s gut dort, jetzt bringt die Crêperie ihre süßen Sünden zum Abholen auf den Markt. Perfekt: Erst ein paar Gramm beim Spaziergang zum Restaurant abtrainieren, dann aber mit einem leckeren Crêpe belohnen. 
Der Bestell- und Abholservice ist erreichbar von Montag bis Samstag, 13 bis 18 Uhr, unter 0331/2705400 nutzen.
Text und Tipp: Saskia Kirf
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Unsere Entdeckung der Woche

Maria Vaorin und Markus Konczak aus Potsdam sind Podcaster. Foto: Matthias Baumbach
Maria Vaorin und Markus Konczak aus Potsdam sind Podcaster. Foto: Matthias Baumbach
Langweilen Sie sich im Lockdown oder Homeoffice? Dann gibt es jetzt was auf die Ohren: Podcasts haben auch in Potsdam Konjunktur. Die MAZ stellt in einer neuen Serie lokale Podcast-Produktionen und ihre Themen vor.
Zum Auftakt können Sie Maria Vaorin und Markus Konzcak beim Plaudern zuhören. Ihr Podcast „Gegensätze ziehen sich aus“ dreht sich ganz um ihre sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten. Veganerin trifft auf Allesesser, Ossi auf Wessi, Frühaufsteherin auf Morgenmuffel. Hören Sie unbedingt rein!
Auch an den Weihnachtsfeiertagen lohnt sich ein Blick auf die Webseite der MAZ – dann stellen wir täglich einen weiteren Podcast aus Potsdam auf www.maz-online.de vor.
Text und Entdeckung: Peter Degener
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wir fragten, wo in Potsdam das ist. Foto: Peter Degener
Wir fragten, wo in Potsdam das ist. Foto: Peter Degener
Haben Sie vor ihrem geistigen Auge Potsdams Straßenzüge nach blauen Leuchtreklamen abgesucht? Das war der Fehler. Wie in so manchem Film gibt es hier am Ende eine Überraschung: Das blaue „S“ ist die spätere Ergänzung eines stadtbekannten, rot leuchtenden Schriftzugs: Das über 100 Jahre alte „Thalia Kino“ in Babelsberg hatte nach dem großen Umbau in den Neunziger Jahren plötzlich nicht nur zwei, sondern vier Säle – da wurde die neue Vielfalt auch im Namen über dem Eingang sichtbar gemacht.
Gesucht war das Thalia Kino in Babelsberg. Foto: Bernd Gartenschläger
Gesucht war das Thalia Kino in Babelsberg. Foto: Bernd Gartenschläger
Während wir uns einig sein dürfen, dass die Mehrzahl von Kino „Kinos“ lautet und auch die Schreibweise eindeutig ist, gehen die Meinungen bei der Aussprache auseinander. „Wann geh‘n wir mal wieder ins Thaaalia?“, fragen sich wohl die meisten Potsdamer (hoffentlich bald!). Wer dagegen mit der Muse der Unterhaltung und Komödie aus der griechischen Mythologie vertraut ist, spricht von Thaliiia.
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Das ist los im Umland

Foto: Konstanze Kobel-Höller
Foto: Konstanze Kobel-Höller
Vize-Landrat Christian Stein (CDU) ist davon überzeugt, dass der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit Corona-Impfzentren in Potsdam, Cottbus und Luckenwalde gut aufgestellt ist. Dass die Mittelmärker in der Impf-Reihenfolge benachteiligt werden könnte, befürchtet er nicht, schließlich würden nicht die Kreise, sondern der Bund und die Kassenärztliche Vereinigung diese festlegen. Im MAZ-Interview spricht er außerdem darüber, wie der Kreis die Corona-Situation doch noch in den Griff bekommen möchte und was er ganz persönlich nach dem Lockdown als erstes machen möchte.
Foto: Konstanze Kobel-Höller
Foto: Konstanze Kobel-Höller
Das Bundeskartellamt erlaubt der Lebensmittelkette Kaufland die Übernahme von 92 Real-Märkten in Deutschland. Ob auch die Filiale in der Teltower Oderstraße den Anbieter wechselt, ist noch nicht entschieden. Der Real-Markt im Potsdamer Stern-Center steht offensichtlich nicht auf der Liste der Kaufland-Gruppe. 
Foto: Jens Steglich
Foto: Jens Steglich
In der Region breitet sich ein Erreger aus, der früher nur in Südeuropa bekannt war. Für Menschen ist er ungefährlich, für Hunde eine tödliche Gefahr. Die Saarmunder Tierärztin Benita Kühne hatte erste Fälle in ihrer Praxis, ein Hund aus Tremsdorf wäre fast gestorben. Auch die Tierklinik der Freien Universität Berlin registrierte in den vergangenen Monaten eine auffallende Häufung von Infektionsfällen in Berlin und Brandenburg. Neu ist, dass sich die Hunde in der Region infizieren. Die Tierärztin sieht zwei Gründe für die Zunahme der Fälle, weiß aber auch, wie man eine Erkrankung seines Vierbeiners vermeiden kann. 
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Unser Tipp für die Feiertage

Spaziergehen bleibt erlaubt - Potsdamer Stadtführer empfehlen schöne Routen. Foto: Varvara Smirnova
Spaziergehen bleibt erlaubt - Potsdamer Stadtführer empfehlen schöne Routen. Foto: Varvara Smirnova
Die Corona-Pandemie zwingt die Menschen ins Homeoffice, nachts gilt eine Ausgangssperre. Doch tagsüber dürfen die Menschen sich im Freien bewegen. Die MAZ hat Stadtführer um Empfehlungen für besondere Routen durch Potsdam gebeten. Den Auftakt macht Frauke Leßner, die in Wildpark-West vor den Toren Potsdams lebt. Den Wildpark nennt sie Lennés vergessenen Garten.
Mit einer Karte und tollen Hinweisen auf die Geschichte des Wildparks und auf die Details links und rechts des Weges schickt Frauke Leßner Sie nun gemeinsam mit der MAZ auf einen besonderen Spaziergang.
Ein besonderer Weg durch den Wildpark. Grafik: Gesine Thränhardt
Ein besonderer Weg durch den Wildpark. Grafik: Gesine Thränhardt
Gehen Sie raus und erfahren Sie vom Schicksal der Hirsche vor der Flinte der Könige und Kaiser – und vom Schicksal der Bronze-Hirsche am Eingang zum Wildpark in der Forststraße.
Tipp: Peter Degener
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Sitze ich gerade? Hab ich schon wieder gewackelt? Seit mehr als einem halben Jahr steht der Feinkosthändler Marcus Gude für seine Videokolumne “Marcus gibt seinen Senf dazu” vor der Kamera. Natürlich geht dabei auch einiges schief - deshalb gibt es zu Weihnachten Outtakes in der XXL-Variante. Danach müssen wir leider zwei Wochen pausieren - denn Marcus verabschiedet sich in den Weihnachtsurlaub. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir im Januar gemeinsam mit ihm in ein hoffentlich besseres Jahr 2021 starten können.
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 29
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 29
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