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Dienstaufsichtsbeschwerde gegen OB++Vierte Impfung++Bluttat in der Waldstadt

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Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Liebe Leserinnen und Leser,
gute Nachrichten sind in diesen Tagen rar, doch eine hat mein Kollege Jens Steglich gestern vom Beelitzer Acker mit nach Potsdam gebracht - und mir persönlich damit eine ganz besondere Freude gemacht: Der erste Spargel ist da - und zwar so früh wie selten im Jahr. Kein Herz für das Edelgemüse? Keine Vorfreude auf die köstlichen weißen Stangen mit Kartoffeln, Schinken und Soße? Dann lege ich Ihnen als kleinen Lichtblick am Morgen diese wunderbare Glosse über das Dauer-Drama im Potsdamer Denkmalamt ans Herz.
Sie erinnern sich? Zuerst blieb Amtsleiterin Andrea Behrend mehr Fata Morgana als Führungsfigur, nun zieht sich die Nachbesetzung ewig hin. In ihrer Glosse wagt meine Kollegin Ildiko Röd einen Blick in die Zukunft - genau genommen ins Jahr 2035. Da sitzt Langzeit-OB Mike Schubert mit weißem Wallebart stinksauer in einer Dienstbesprechung und hält einen Marmorbrocken in die Höhe. Warum? Lesen Sie selbst (frei lesbar).
Zurück im Hier und Jetzt ist das führungslose Denkmalamt längst nicht das einzige Problem des Oberbürgermeisters. Denn Tatsache ist: Noch nie gab es im Potsdamer Rathaus so viele offene Stellen - darunter auch zahlreiche Schlüsselpositionen. Und damit nicht genug. Auch das Chaos beim Bürgerservice nimmt kein Ende, nun hat ein Noch-Potsdamer deswegen sogar eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Schubert eingereicht (mehr dazu im heutigen Stadtgespräch).
Was sonst noch los war? Nach der Bluttat in der Waldstadt kommen immer mehr Details ans Licht. So ist der Mann, der eine Frau erstochen haben soll, bereits wegen Gewalttätigkeit verurteilt worden. Jetzt soll ihn ein Psychiater begutachten. Erfreulicher: Am Mittwoch waren Potsdamer Tierärzte zu einem besonderen Einsatz im Dorint-Hotel und haben die Haustiere der dort untergebrachten Geflüchteten aus der Ukraine untersucht, geimpft und gechipt. Für den Potsdamer Amtstierarzt Guido Schielke sind die vielen mitgebrachten Hunde, Katzen und Kleintiere eine besondere Herausforderung. “Das haben wir so noch nie gesehen”, sagt er im Interview mit meiner Kollegin Saskia Kirf.
Und ein letzter Hinweis noch für alle, die am Wochenende mit Bahn oder Auto unterwegs sind. Wegen den Bauarbeiten an der Hochstraßenbrücke sind von Freitagabend, 25. März, 20 Uhr, bis zum folgenden Montagmorgen, 5 Uhr, die Gleise voll gesperrt. S-Bahnen fahren ab Babelsberg. Auch die Friedrich-Engels-Straße ist in dieser Zeit unter der Brücke voll gesperrt. Alle Details lesen Sie hier (frei lesbar).
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende, unseren nächsten Potsdam-Newsletter finden Sie wieder am Dienstag in Ihrem Postfach.
Herzliche Grüße
Anna Sprockhoff
Leiterin der Lokalredaktion
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Das Stadtgespräch

Foto: Julius Frick
Foto: Julius Frick
Benötigten Sie in letzter Zeit einen Termin beim Potsdamer Bürgerservice? Wenn ja, dann hoffe ich für Sie, dass Sie zu den wenigen Glückspilzen zählen, die auch einen Termin ergattert haben. Dutzenden Potsdamerinnen und Potsdamern gelingt das seit Monaten nicht oder erst nach wochenlangem Kampf. Ein Dauer-Ärgernis in der Stadt - und zugleich Inspiration für den heutigen Beitrag unseres Video-Kolumnisten Marcus Gude weiter unten im Newsletter. In der Stadtverwaltung hat das Chaos im Amt nun übrigens zu einer neuen Eskalationsstufe geführt. Ein verzweifelter und ziemlich wütender Bürger hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) eingereicht. Was dahinter steckt und was das Rathaus zu dem Chaos sagt, hat meine Kollegin Saskia Kirf aufgeschrieben.
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Die Corona-Lage

Foto: Julius Frick
Foto: Julius Frick
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe gerade das Gefühl: Nie war Corona näher als jetzt. Um mich herum zeigt ein Test nach dem nächsten die gefürchteten zwei Striche, Freunde, Bekannte, Kollegen - immer häufiger höre ich: “Mich hat es jetzt auch erwischt”. Und tatsächlich sind auch die Zahlen in Potsdam nach wie vor hoch, mehr als 500 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meldete die Stadt am Donnerstag. Da bleibt die bange Frage: Wann bin ich dran? Oder: Kann mich die vierte Impfung schützen? Und habe ich überhaupt einen Anspruch darauf? Meine Kollegin Saskia Kirf hat alle wichtigen Infos zu Sinn und Unsinn einer vierten Impfung sowie einer angeblichen Superimmunität zusammengefasst. Das Ergebnis lesen Sie hier.
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Die besondere Geschichte

Foto: Christel Köster
Foto: Christel Köster
Adieu, Potsdam, der Prinz verlässt die Stadt. Nach mehr als 25 Jahren kehren Franz Friedrich Prinz von Preußen und seine Frau Susann Prinzessin von Preußen Potsdam den Rücken, gemeinsam ziehen sie nach Görlitz. Dort und im nahen Polen möchte der 77-Jährige mit Hilfe seines Netzwerks aus Kontakten die Ansiedlung neuer Unternehmen befördern. Doch auch in Potsdam hat Franz Friedrich Prinz von Preußen viel bewegt, dabei wirkten der Urenkel des letzten Kaisers und seine Frau Susann – eine ehemalige Konzertpianistin – nie dünkelhaft oder arrogant. Was sie und ihr Engagement in Potsdam ausmachte, lesen Sie hier.
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Der kulinarische Tipp

Spargelbauer Jürgen Jakobs freut sich über den ersten Spargel in diesem Jahr. Foto: Jürgen Jakobs
Spargelbauer Jürgen Jakobs freut sich über den ersten Spargel in diesem Jahr. Foto: Jürgen Jakobs
Es soll ja Menschen geben, die diese Nachricht achselzuckend hinnehmen. Denen bei dem Gedanken an den ersten frischen Spargel des Jahres nicht das Wasser im Mund zusammenläuft. Die nicht denken: Endlich! Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, dann springen Sie bitte zur nächsten Kategorie. Wenn Sie allerdings wie ich diese weißen Stangen mit Kartoffeln, Schinken und zerlaufener Butter lieben, dann genießen Sie nochmal diese wunderbare Nachricht: Die Spargelsaison ist eröffnet, der erste Beelitzer Spargel geerntet und verkauft. Wie teuer er in diesem Jahr ist? Welche Herausforderungen und Probleme die Spargelbauern zu bewältigen haben? Mein Kollege Jens Steglich hat es auf dem Spargelhof Jakobs in Beelitz herausgefunden.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Das große kreisrunde Fenster ist von innen mit Sperrholz gesichert. Der Besucher dieses friedlichen, einsamen Ortes fragt sich, ob das Gebäude überhaupt noch seinem ursprünglichen Zweck dient. Es ist ein mit seinen runden Ziegelmauern und der weit aufragenden Spitze aus der Ferne betrachtet ein seltsam anmutendes aber auch erhabenes Häuschen. Hier wird Menschen gedacht. Einer davon gilt als erstes Todesopfer einer menschenverachtenden Bewegung in diesem Teil der Stadt. Das Antlitz des 17-Jährigen erblickt man heute noch ganz in der Nähe.
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum Sonntag, 27. März, eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Vergessen Sie Ihre Postadresse nicht, denn Sie können ein kleines Paket gewinnen.
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Das ist los im Umland

Abschied von einem außergewöhnlichen Feuerwehrmann: „Oli, du bleibst immer einer von uns“
Der erste Spargel aus Beelitz ist da: Bauern rechnen mit guter Ernte und Preisen auf Vorjahresniveau
„Jeder hat seine Aufgabe“: Das erlebt ein ukrainischer Fernfahrer im Krieg
Achtung, Umleitung: B1 in Geltow wird halbseitig gesperrt
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Unser Tipp fürs Wochenende

Dieses Wochenende lockt nicht nur mit gutem Wetter, an diesem Wochenende lockt in Potsdam auch die Musik. Die Kammerakademie Potsdam (KAP) feiert 20-jähriges Bestehen, mit acht Konzerten will das Team ab Samstag an die eigene Erfolgsgeschichte erinnern. Noch gibt es Restkarten für den Auftakt der Festwoche: Persius-Ensemble (Samstag, 26. März, 19.30 Uhr, Schloss Lindstedt) und „Meilensteine Potsdamer Winteroper“ (Sonntag, 27. März, 18 Uhr, Schlosstheater Neues Palais). 
Am heutigen Freitagabend lädt außerdem das Kammerorchester Potsdam zu einem Benefizkonzert ein und spendet die Einnahmen für Geflüchtete aus der Ukraine. Los geht es um 19.30 Uhr in der Erlöserkirche.
In der Nikolaikirche findet am Samstag ein weiteres Ukraine-Benefizkonzert in Zusammenarbeit mit der Orgel-Konzerthalle Lemberg statt. Das Konzert gestalten vier ukrainische Künstlerinnen, die nun in Potsdam leben und Nikolaikantor Björn O. Wiede. Dazu sind Sängerinnen und Sänger aus Potsdam eingeladen, um gemeinsam Friedensbitten eines deutschen und eines ukrainischen Komponisten zu singen. Los geht es um 20 Uhr. Gespielt werden Werke von Bach, César Franck, Mendelssohn, Chopin und ukrainische Komponisten. Der Eintritt ist frei.
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 84
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 84
Probleme mit dem Bürgerservice? Wochenlang vor dem Computer sitzen, um einen Termin zu ergattern? Für unseren Videokolumnisten Marcus Gude liegt die Lösung auf der Hand: einfach mal einen Schritt zurückgehen.
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