Profil anzeigen

Dankesbotschaften+++Aufruf zur Mithilfe+++Bücher der Zuversicht

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Liebe Leserinnen und Leser,
ich möchte mit einer guten Nachricht für uns alle beginnen: Der Tiefpunkt der dunklen Jahreszeit ist erreicht. Die Tage werden wieder länger, nachdem am Montag mit der Wintersonnenwende der Winter begonnen hat. Heute schon geht die Sonne dadurch eine ganze Minute später unter – in Potsdam um 15.57 Uhr, um es ganz genau zu sagen. Es ist also wieder etwas mehr Licht zu sehen.
Dass es bei der Entwicklung der Corona-Pandemie auch schon bergauf geht, ist leider unwahrscheinlich. Hier steigen nur die Infektionszahlen. Diejenigen, die im Angesicht der knapper werdenden Kapazitäten nicht aufgeben, müssen also auf andere Art motiviert werden. Und wir alle wissen: Klatschen reicht nicht. Für Applaus bekomme ich kein Brot zu kaufen. Da braucht es bessere Bezahlung. Dennoch: Wenn man einen Marathon läuft, helfen die jubelnden Menschen am Straßenrand bei jedem Schritt der noch zum Ziel zu bewältigen ist. Die MAZ ruft Sie daher dazu auf, sich bemerkbar zu machen mit Ihrer Unterstützung für all jene Krankenschwestern und Pfleger, die Ärztinnen und Ärzte, Erzieherinnen und Erzieher sowie die vielen Helferinnen im Umfeld der Kliniken und Heime.
Schreiben Sie uns Ihre Grußbotschaften, schicken Sie ein paar Sätze von Herzen, machen Sie ein Foto. Was wollen Sie den Pflegekräften sagen? Was sollten auch die Reinigungskräfte, die Küchenkräfte, Physiotherapeuten, Seelsorger, die Ärzte und die Verwaltungsmitarbeiter unbedingt hören? Wir wollen daraus eine kreative und vielfältige Botschaft der Potsdamer für ihre Helden in der Corona-Pandemie gestalten. Deshalb senden Sie uns Ihren Gruß an potsdam-stadt@maz-online.de.
Vielleicht erzeugt er nur ein kurzes Lächeln während der harten Tage und Nächte in der Patientenbetreuung – doch es ist wie mit dem Tageslicht nach der Wintersonnenwende. Eine Minute bemerken wir noch nicht. Doch die Tage vergehen, die Minuten häufen sich, das Licht wird stärker, die Kraftreserven werden wieder aufgefüllt – und eine Vielzahl von Grußbotschaften trägt dazu auch etwas bei.
Was ja auch hilft: Auf andere Gedanken kommen. Daher hier drei Angebote, um das “C”-Wort mal kurz zu vergessen. Nummer 1: Mögen Sie eigentlich den vierbeinigen Bronzetrabi am Stadtschloss? Oder finden Sie ihn grotesk und würden ihn gerne nicht mehr sehen müssen? Jetzt ist klar: Er kommt weg und wird nicht von der Stadt angekauft. Nummer 2: Große Entwicklungspläne haben es in der Stadt nicht einfach. Der Ortsteil Golm wächst rasant - und seine Entwicklung soll nun noch einmal gänzlich neu betrachtet werden. Ganzheitlich und “von außen nach innen”. Was das heißt, steht im Konzept für die Vision eines “Golm 2040”. Nummer 3: Lachen Sie mit der Potsdamer Schauspielerin Amber Bongard in der Weihnachtskomödie “Familie Bundschuh im Weihnachtschaos“, die jetzt in der ZDF-Mediathek verfügbar ist. Hier erzählt die 23-Jährige von ihren 18 Jahren (!) Erfahrung am Filmset.
Bleiben Sie gesund!
Ihr
Peter Degener
Redakteur der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Das Stadtgespräch

Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) im Gespräch mit der MAZ. Foto: Detlev Scheerbarth
Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) im Gespräch mit der MAZ. Foto: Detlev Scheerbarth
Es ist eine Tradition der MAZ, zum Ende des Jahres mit dem Oberbürgermeister über die Entwicklung von Potsdam zu sprechen. In diesem Jahr haben wir das vermieden. Weder Krampnitz, noch die Mieten, das Kreativhaus Rechenzentrum oder gar die Garnisonkirche waren Thema, als sich MAZ-Lokalchefin Anna Sprockhoff und MAZ-Redakteur Peter Degener zum Interview mit Mike Schubert ins Rathaus begeben haben.
Während nebenan im städtischen Klinikum ein Hilferuf an die Bevölkerung formuliert wurde, standen diese Themen und Projekte ausnahmsweise zurück. Stattdessen ging es darum, wie lange wir als Stadt die steigenden Corona-Infektionszahlen in den Krankenhäusern noch managen können - und wie das Weihnachtsfest in so einer Situation gefeiert werden kann.
***
Die Corona-Lage

Auf der Intensivstation des Ernst-von-Bergmann-Klinikums. Foto: Bernd Gartenschläger
Auf der Intensivstation des Ernst-von-Bergmann-Klinikums. Foto: Bernd Gartenschläger
Die Situation an den Potsdamer Kliniken hat die Geschäftsführer des Ernst-von-Bergmann-Krankenhauses und des St. Josefs-Krankenhauses am Wochenende zu einem ungewöhnlichen Schritt veranlasst. Gemeinsam hatten sie über die MAZ die Bevölkerung aufgerufen, sich zu melden und bei der Bewältigung der Patientenversorgung mitzuhelfen – im medizinischen und nichtmedizinischen Bereich. „Bitte unterstützen Sie unsere Teams in Zeiten der Pandemie, sei es im Bereich der Pflege, beim Service wie Logistik und Entsorgung sowie auf Covid-Stationen. Der Aufruf hatte gewaltige Resonanz erzeugt. Bis zum Montag waren mehr als 200 Unterstützungsangebote eingegangen – ein großes Zeichen der Solidarität.
Die Aussichten sind alles andere als rosig. Über das Wochenende waren 126 neue Infektionsfälle bekannt geworden, am Montag 26 weitere. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf den Rekordwert von 241,8 gestiegen.
Viele der neuen Infektionen entfallen auf Senioren- und Pflegeheime, also auf die Gruppe, die am gefährdetsten ist, schwere Verläufe zu erleiden und im Krankenhaus versorgt werden zu müssen. Noch reichen die Versorgungskapazitäten allerdings aus. Die sogenannte Triage, bei der Ärzte entscheiden müssen, welchen Patienten sie den Vorrang geben müssen, sei bislang noch kein Thema.
***
Hinter der Recherche

In Quarantäne. Foto: Luise Fröhlich
In Quarantäne. Foto: Luise Fröhlich
Nach einem Corona-Fall in der Kita muss der eineinhalbjährige Sohn von MAZ-Redakteurin Luise Fröhlich in Quarantäne - und zum Test in die Potsdamer Metropolishalle. Etwa drei Tage soll es dauern, bis das Ergebnis vorliegt. Die Familie wartet und hofft. Denn der Sohn ist krank, hat unter anderem Symptome, die auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten. Angst kommt auf: Ist er infiziert oder hat er “nur” einen Infekt? Bei drei Tagen Wartezeit soll es nicht bleiben. Die Fröhlichs versuchen selbst aktiv zu werden und dem Testergebnis hinterherzurennen, aber das scheint unmöglich, wie der persönliche Erfahrungsbericht zeigt.
***
Verkehr aktuell

Foto: Bernd Gartenschläger
Foto: Bernd Gartenschläger
Bei Potsdams Verkehrsbaustellen gibt es kurz vor Weihnachten nur an zwei Punkten noch Überraschungen. Fahren Sie am heutigen Dienstag durch Bornstedt oder den Schlaatz? Dann aufgepasst:
Der Reiherweg in Bornstedt ist jetzt bis etwa 12 Uhr wegen der Aufstellung eines Krans gesperrt. Und die Straße An der Alten Zauche, die am Schlaatz vorbeiführt, muss heute bis voraussichtlich 18 Uhr voll gesperrt werden, um Asphaltarbeiten auszuführen.
Ansonsten gibt es die üblichen Verdächtigen: Leipziger Dreieck, Nuthestraße. Da wird weiter gebaut - Änderungen an der Verkehrsführung gibt es aber nicht. Hier ist der Überblick über den Status quo.
***
Der kulinarische Tipp

Sven Marquardt und Sandra Nitsche mit ihrem weißen Glühwein. Foto: Bernd Gartenschläger
Sven Marquardt und Sandra Nitsche mit ihrem weißen Glühwein. Foto: Bernd Gartenschläger
Na hoppla, auf einmal ist quasi schon Weihnachten. Wie wäre es mit einem besonderen Glühwein unter dem Tannenbaum? Der Potsdamer Weinhändler Sven Marquardt (45) betreibt bereits seit 2003 das Weinwerk im Holländischen Viertel. Der Experte hat gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Sandra Nitsche ein exklusives Glühweinrezept für die MAZ-Leser zusammengestellt.
Ein weißer Traubensaft wird aufgekocht und mit derselben Menge Grauburgunder – Sven Marquardt empfiehlt einen aus dem Hause Beck – aufgefüllt. Zwei Zimtstangen, die heiß abgewaschenen Schalen je einer Bio-Orange und Bio-Zitrone, einige Scheiben Ingwer, je eine Muskatblüte und ein Sternanis sowie einige Fenchelsamen und Kardamomkapseln in der heißen Flüssigkeit ziehen lassen. Nicht mehr kochen, sondern genießen.
Tipp: Saskia Kirf
***
Unsere Entdeckung der Woche

Bücher, die Zuversicht geben. Foto: Sarah Kugler
Bücher, die Zuversicht geben. Foto: Sarah Kugler
Ob auf der Couch oder im Bett, alleine oder beim Vorlesen in der Gemeinschaft: Die Weihnachtszeit bietet viele Gelegenheiten, sich Zeit für ein gutes Buch zu nehmen. Wir haben die Buchhändler aus dem Viktoriagarten und dem Literaturladen Wist nach Büchern gefragt, die in auch in diesem merkwürdigen Corona-Jahr Hoffnung oder Zuversicht schenken. Sie haben uns neun sehr unterschiedliche Bücher vorgestellt, die von tragischen Familiengeschichten, wundersam berührenden Einsiedlern, erfrischenden Corona-Gedanken und überraschenden Superkräften erzählen.
Text: Sarah Kugler
***
Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Knallblau prangt dieses „S“ über dem Eingang. Es ist eine der wenigen historischen Reklamen mit leuchtenden Buchstaben, die es in Potsdam noch gibt. Dabei ist das „S“ sogar eine spätere Zutat zu der überregional bekannten und traditionsreichen Institution.
Wie der Laden heißt? Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Wer seit früher Kindheit dort ein- und ausgeht oder im Kiez wohnt, sagt es so – wer sich dagegen in der griechischen Mythologie auskennt und erst später Fan wurde, wird es vermutlich anders aussprechen. Zumindest gibt es durchaus Diskussionen darum, wo man nun die Betonung setzt. Dabei ist ganz egal, welcher der zwei Aussprachevarianten man persönlich anhängt. Denn wenn es um diese leuchtenden Buchstaben geht, sieht einfach jeder rot.
Sind Ihnen noch andere leuchtende Buchstaben-Reklamen in Potsdam bekannt? Schicken Sie uns doch ein Foto! Vielleicht machen wir daraus das nächste Rätsel.
Und wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum 24. Dezember eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
***
Das ist los im Umland

Foto: Konstanze Kobel-Höller
Foto: Konstanze Kobel-Höller
Das Schnelltestzentrum in den Kleinmachnower Kammerspielen ist angelaufen - und die Nachfrage ist enorm. Fast alle Termine bis Weihnachten sind bereits ausgebucht, bei Bedarf soll jedoch die Öffnungszeiten erweitert oder die Taktung verändert werden. Wie man zu einem Termin kommt, wie zuverlässig der Test ist und was es zu beachten gilt, beantwortet meine Kollegin Konstanze Kobel-Höller hier
Foto: Jens Steglich
Foto: Jens Steglich
Es wurde viel geredet über die Jugend in diesen Corona-Zeiten, selbst zu Wort ist sie eher selten gekommen. Wie aber erleben junge Menschen diesen Ausnahmezustand? Gina Pefestorff (20) und William Böhm (22) aus Nuthetal erzählen im MAZ-Interview, wie es ihnen in dieser Corona-Zeit ergeht, was sie vermissen, wie sich ihr Leben verändert hat, was sie eines Tages ihren Kindern vom Jahr 2020 erzählen werden und was sie zuerst tun wollen, wenn die Pandemie vorbei ist. 
***
Hafemeister: Das Letzte kommt zum Schluss

Karikatur: Jörg Hafemeister
Karikatur: Jörg Hafemeister
Weihnachten macht es in diesem Jahr allen schwer. Selbst dem Weihnachtsmann. Und auch unserem Karikaturisten Jörg Hafemeister. Der sagt: “Früher war mehr Lametta, heute ist mehr Corona – was für eine Bescherung! Machen wir das Beste draus und feiern wir ein besinnliches Fest mit Obacht, Empathie und Zuversicht – und mit Vorfreude auf ein möglichst coronafreies Weihnachten 2021.”
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.