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++Corona-Kommission++Matrix 4++Radwege

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, schön, dass Sie da sind! Sie lesen die erste Ausgabe von „Po
Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

schön, dass Sie da sind! Sie lesen die erste Ausgabe von „Potsdam ganz nah“, dem neuen Newsletter der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Ab sofort nehmen wie Sie hier immer dienstags und freitags mit auf eine Reise durch die Landeshauptstadt und das Umland.

Worüber diskutieren die Stadtverordneten aktuell? Wo wird neu gebaut? Welche Themen beschäftigen die Potsdamer und wie kommen sie durch die immer noch anhaltende Corona-Krise? Darüber wollen wir Sie auf dem Laufenden halten.

Waren Sie am Wochenende mal wieder auswärts essen? Oder saßen Sie wie ich endlich wieder mit lieben Menschen bei einem Bier zusammen vor Ihrer Stammkneipe? Seit Freitag dürfen Gaststätten wieder unter Auflagen öffnen - der ganz große Andrang ist in Potsdam allerdings ausgeblieben. Und zugegeben: Ein bisschen verboten fühlte sich der Kneipenbesuch zwischen Mundschutz, Plexiglas und Namensliste auch noch an. Dabei machen die Zahlen Hoffnung, dass sich das Infektionsgeschehen auch in Potsdam - dem Corona-Hotspot Brandenburgs - zumindest beruhigt: In den letzten sieben Tagen gab es nur eine nachweisliche Neuinfektion mit dem Virus.

Mit einem Corona-Plan kehren nun auch das städtische Klinikum „Ernst von Bergmann“ und die christlichen Kliniken der Stadt langsam wieder zurück zum Regelbetrieb, doch die Sorge vor den Folgen der Lockerungen und einer zweiten Infektionswelle ist in beiden Häusern groß.

Erste Lehren haben beide Krankenhäuser aus den vergangenen Wochen bereits gezogen, doch nach dem Corona-Ausbruch im Bergmann-Klinikum ist eine Frage noch immer offen: Was genau ist in Potsdams größtem Krankenhaus schief gelaufen? Herausfinden soll das im nächsten halben Jahr eine externe Untersuchungskommission unter der Leitung der ehemaligen Gesundheitsministerin Antika Tack (Linke) und des Mediziners Frank Hufert - nach eigenem Bekunden „der einzige Virologe in Brandenburg“.

Sie merken, die Corona-Krise ist noch immer das große Thema in der Stadt. Doch es gibt auch andere Themen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Potsdam eine dynamische Beleuchtung auf Radwegen testen will? Dass nicht nur in Potsdam ein Autokino entstehen soll, sondern auch in Plötzin bei Werder? Oder dass demnächst die Dreharbeiten zu „Matrix 4“ in Babelsberg weitergehen könnten?

Wir sind weiter für Sie unterwegs. Die nächste Ausgabe von „Potsdam ganz nah“ haben Sie am Freitag in Ihrem Mailfach.

Herzliche Grüße
Ihre
Anna Sprockhoff
Leiterin der Potsdamer Lokalredaktion

PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-stadt@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Das Stadtgespräch

Die Mitarbeiter des einen Krankenhauses werden für ihren Einsatz belohnt und das Personal der anderen Kliniken geht leer aus? Finden Sie das gerecht? Erst kürzlich haben die Stadtverordneten mit der Entscheidung zur Tarif-Rückkehr des städtischen Bergmann-Klinikums auch dafür gestimmt, dass alle Mitarbeiter einen 500-Euro-Corona-Bonus bekommen. Die Belegschaft des katholischen St. Josefs-Krankenhauses der Alexianer hingegen geht leer aus - dabei waren sie zur Stelle, nachdem das Bergmann vom Netz gehen musste.
„Die Mitarbeiter sind unheimlich enttäuscht“
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Die besondere Geschichte

Fünfzehn Seiten lang ist der Bericht von Margarete Ehmig, verfasst zwischen dem 22. April und dem 16. Mai 1945 in ihrer Potsdamer Wohnung in der Brandenburger Vorstadt. Eine Abschrift auf einer Schreibmaschine hat sich seit dem Krieg in Familienbesitz erhalten, die MAZ hat sie exklusiv in sieben Teilen abgedruckt.

Ehmig ist keine Heldin im klassischen Sinne. Keine Protagonistin, die man tief ins Herz schließt. Ihre Perspektive ist die eines reinen Opfers. Von den deutschen Verbrechen des schrecklichen Krieges schreibt sie kein Wort. Doch wer war diese Frau? Und wie sind ihre Ansichten heute einzuordnen? Ein besonderes Stück Zeitgeschichte - und eine umfassende Einordnung von Historikern.
Das Kriegsende 1945 in Potsdam – ein Tagebuch in sieben Teilen
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Der kulinarische Tipp

Foto: Mirja Gottschalkson
Foto: Mirja Gottschalkson
Der Laden ist winzig, die Schlange vor der Tür dafür oft riesig. Zigmal bin ich schon am “Damascus Express” in Babelsberg vorbei gelaufen, zigmal habe ich gedacht: Da muss ich unbedingt mal essen. Jetzt hat es endlich geklappt - und was soll ich sagen: Eine Speisekarte aus zwei Gerichten, frisch gepresster Saft, der Duft von Gewürzen - es war einfach köstlich!
Seit mehr als 15 Jahren verkauft Zed Hawari (64) mit seinen Söhnen Falafel in Potsdam. Bekannt gemacht hat ihn sein Falafel-Wagen an der Schiffbauergasse, 2018 zog er fest in den kleinen Laden an der Karl-Liebknecht-Straße. „Ich glaube die Leute in Potsdam brauchen so einen kleinen authentischen Laden“, sagt Sohn Jamil (22). Im “Damascus Express” wird alles frisch zubereitet: „Wir kaufen die Zutaten täglich ein und verarbeiten alles selbst.“ Falafel bestehen vor allem aus Kichererbsen. "Doch bei uns sind noch zehn andere Gemüsesorten mit drin”, verrät Jamil, “ich kann sie kaum aufzählen.“ Bald wollen Zed Hawari und seine Söhne auch das Pita-Brot selbst herstellen, noch bekommen sie es aus einer kleinen Bäckerei im Berlin. „Unser Laden hat Gesicht, die Leute mögen das“, sagt Jamil.

Foto: Mirja Gottschalkson
Foto: Mirja Gottschalkson
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MAZ Insight

Unsere Druckmaschinen bei der MAZ in Potsdam können nicht nur Zeitungen produzieren, sondern auch als Bühne dienen - vor allem jetzt, wo es durch die Corona-Krise keine anderen Bühnen gibt. Gerade hat die Band “Vor Rotterdam” aus Potsdam und Berlin hier ein Mini-Konzert gespielt. Ohne Zuschauer natürlich - nur für Sie, die MAZ-Leser.
Video: Jan Russezki
Video: Jan Russezki
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Die Entdeckung der Woche

Vielleicht sind Sie Ihnen auch schon aufgefallen? Bunt bemalte Steine zusammengefügt zu einer Schlange. Im Kirchsteigfeld wächst sie immer weiter: Fast 1500 Steine in allen Formen und Farben reihen sich mittlerweile aneinander. Doch was steckt dahinter? In Potsdam teilen die anonymen Steinkünstler ihre Entdeckungen in der Facebookgruppe „PotsdamSteine“, die mittlerweile mehr als 770 Mitglieder hat.

Die Regeln sind ganz einfach: Wer ein schönes Stein-Exemplar findet, kann es anmalen, idealerweise mit dem Schriftzug „PotsdamSteine“ versehen, versiegeln und an einem öffentlichen Ort aussetzen. Der nächste, der den Stein entdeckt, darf ihn mitnehmen, ein Foto in der Gruppe hochladen und das Mini-Kunstwerk weiter auf die Reise schicken.

Nancy van der Meer hat die Gruppe ins Leben gerufen und selbst schon jede Menge Steine bemalt. „Die Aktion soll den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagt sie. Sie selbst bemalt schon seit dem Tod ihres Vaters Steine. 
Foto: Hannah Rüdiger
Foto: Hannah Rüdiger
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Verkehr aktuell

Über Wochen hat uns Corona leere Straßen beschwert - nun kehrt mit den schrittweisen Lockerungen auch schrittweise der Stau zurück. Nach Auskunft der Stadt Potsdam liegen die täglichen Verkehrsmengen aktuell noch immer zwischen 10 und 15 Prozent unter denen vor der Corona-Zeit. „Aus diesem Grund haben wir zurzeit sehr wenig Stau in der Stadt", sagt Stadtsprecherin Christine Homann. Knackpunkte waren und sind jedoch das Leipziger Dreieck und der Neubau der Hochstraßenbrücke auf der Landesstraße 40.

Und für Radfahrer? Wer in Potsdam mit dem Rad unterwegs ist, kennt vermutlich noch viele Knackpunkte. Die Stelle, die uns als Redaktion gerade besonders aufregt: die Baustelle auf der Friedrich-Engels-Straße unter der Hochstraßenbrücke. Dort ist die Straße verengt und der Verkehr mit einer Ampel geregelt - doch Platz gibt es nur für Autofahrer. Vorsicht also, wer dort mit dem Rad unterwegs ist.

Sie haben Hinweise auf weitere Stau-Stellen oder Radfahrer-Fallen, denen wir als Redaktion mal auf den Grund gehen sollten? Dann schreiben Sie uns an: potsdam-stadt@maz-online.de
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...und was sagt Hafemeister dazu?

Karikatur: Jörg Hafemeister
Karikatur: Jörg Hafemeister
Jörg Hafemeister ist Kult. Woche für Woche kommentiert der Karikaturist das Potsdamer Geschehen mit spitzer Feder in der MAZ. Ab sofort ist seine neue Karikatur immer dienstags vorab exklusiv in diesem Newsletter zu sehen.
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