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Corona in Potsdamer Kita+Hundeblutspende+Unfall in Geltow

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, langsam neigen sich die Sommerferien für die Schülerinnen u
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
langsam neigen sich die Sommerferien für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für Eltern und Lehrer dem Ende zu. Das heißt: Die Straßen werden morgens wieder voller, die Büros und Betriebe ebenso - und in den Schulen der Stadt soll schon in zwei Wochen praktisch wieder Normalbetrieb herrschen.
Wie das angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus funktionieren soll, vermag niemand zu sagen. Dabei sind die heftigen Auswirkungen der Pandemie für unsere Stadt vielerorts spürbar. Die wohl weitreichendste Folge: Die Notaufnahmen der beiden Potsdamer Krankenhäuser müssen sich immer häufiger aus dem Dienst abmelden, weil ihnen die Kapazitäten fehlen.
Doch auch in der größten Krise gibt es Hoffnungsschimmer. So hat mitten im Pandemie-Shutdown ein Geschäft für elegante Herrenmode eröffnet. Der unternehmerische Mut hat sich bezahlt gemacht.
Auch die Gastronomen der Landeshauptstadt haben Mut bewiesen, als sie ihre Konzepte für die Krise angepasst haben. Weit mehr als eintausend MAZ-Leser haben aus den vielen guten Ideen die beste gewählt. Wer Potsdams kreativste Krisenwirte sind und wie sie auf diese Auszeichnung reagieren, verrät mein Kollege Jan Russezki.
Und nein, es gibt nicht nur die Krise - weder in diesem Newsletter, noch im Stadtleben. Aber sie wird uns dennoch beiderorts weiter begleiten.
Den nächsten Newsletter finden Sie wieder am Dienstag in Ihrem Postfach. Alle aktuellen Neuigkeiten aus Potsdam und Umgebung lesen Sie bis dahin wie gewohnt auf MAZ-online.de.

Herzliche Grüße
Ihre
Saskia Kirf
Redakteurin der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Das Stadtgespräch

Die Tests fanden im Projekthaus am Schlaatz statt. Foto: Varvara Smirnova
Die Tests fanden im Projekthaus am Schlaatz statt. Foto: Varvara Smirnova
Das Schlimmste ist vorerst ausgeblieben, aber der erste Corona-Ausbruch in einer Potsdamer Kita war ein Schock. Bislang sind zwei Kinder und eine Erzieherin infiziert - doch nicht alle der mehr als 100 Tests von Kontaktpersonen des ersten infizierten Kindes sind bereits ausgewertet. Zur Erinnerung: 18.000 Kinder in Potsdam gehen in die Kita oder in den Hort. Es wird wohl nicht die letzte Nachricht dieser Art gewesen sein, denn Abstand halten in der Arbeit mit Kindern ist unmöglich.
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Die besondere Geschichte

ierärztin Saskia Morick (r.) und die Auszubildende Melina Ladewich haben mit Transfusionsprofi Ted leichtes Spiel. Foto: Bernd Gartenschläger
ierärztin Saskia Morick (r.) und die Auszubildende Melina Ladewich haben mit Transfusionsprofi Ted leichtes Spiel. Foto: Bernd Gartenschläger
Blutgruppe Bello, Rhesusfaktor supersüß: Die Potsdamer Tierklinik sucht händeringend nach Blutspendern - und zwar nach tierischen. Was niedlich klingt, hat einen sehr ernsten Hintergrund. Denn Hund und Katze können genauso krank werden wie Herrchen und Frauchen und brauchen dann eben auch mal Spenderblut. Meine Kollegin Nadine Fabian durfte die Tierblutspende beobachten.
Leider ist das Spenderblut bei unseren tierischen Freunden genauso knapp wie bei uns Menschen. Ob Ihr Haustier, liebe Leserinnen und Leser, Blut spenden kann? Junge, gesunde Hunde mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm sind grundsätzlich geeignet, die Tierklinik freut sich über jeden felligen Neuspender.
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Der kulinarische Tipp

Irenäus Wollek serviert Schweineschnitzel gebraten in Butterschmalz mit Pommes Frites. Foto: Varvara Smirnova
Irenäus Wollek serviert Schweineschnitzel gebraten in Butterschmalz mit Pommes Frites. Foto: Varvara Smirnova
Serviert wird gutbürgerliche deutsche Küche, gepaart mit unkomplizierten modernen Gerichten. Der Mittagstisch - das werktägliche Tagesgericht für 6,50 Euro - ist mit gefüllten Paprikaschoten und Salzkartoffeln oder Eisbein mit Sauerkraut vornehmlich klassisch ausgelegt. Was wohl auch die Bewohner des Hauses Kastanienallee 22 b erfreuen dürfte, denn das Restaurant-Café “Westufer” befindet sich im Erdgeschoss des Johanniter-Wohnquartiers an der Havel.
Unsere Gastro-Kritikerin hat es getestet und findet: “Dass auch kreativ über den Tellerrand gedacht wird, beweisen Gerichte von der Tageskarte.” Gnocchi gefüllt mit Ricotta und Spargel zum Beispiel. Ein schöner Zug sei zudem die Kinderkarte. Auch wenn sie nur zwei Gerichtet bietet, seien es Lieblingsgerichte: Schweineschnitzel mit Pommes und Fischstäbchen. 
Manuela Blisse ist am Ende begeistert, gibt fast in allen Kategorien vier von fünf Sternen. Nur beim Service gibt sie sogar viereinhalb von fünf Sternen. Ausprobieren lohnt sich also.
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Unsere Entdeckung der Woche

Foto: Saskia Kirf
Foto: Saskia Kirf
Kennen Sie das, wenn Sie an einem Ihnen sehr bekannten Ort etwas längst Vergessenes wiederentdecken? Ich war wirklich lange nicht mehr an meinem regulären Arbeitsplatz im MAZ-Haupthaus an der Friedrich-Engels-Straße: Homeoffice statt Schnack mit den Kollegen war nicht immer leicht, aber eben notwendig. Nun kehrte ich endlich zu einem Sonntagsdienst an meinen Tisch zurück. Das Büro haben wir Kollegen uns an manchen Stellen recht eigenwillig gestaltet, ganz potsdamerisch eben jeder nach seiner Facon.
So haben die einen gar nichts persönliches am Arbeitsplatz, die anderen gleich reihenweise Familienfotos, bei manchen hängt sogar ein Poster aus der Jugendzeitschrift Bravo (es zeigt aber keine Pop-Gruppe, sondern den Theater- und Filmstar Lars Eidinger). Und so hängt eben an meinem Computer-Bildschirm dieser Ausschnitt aus einer Zeichnung unseres MAZ-Karikaturisten Jörg Hafemeister. Es zeigt den Geschäftsführer und Politiker der Wählergruppe Die Andere, Lutz Boede, mit Clownsnase - als das Bild erschien, fand ich’s so zauberhaft, dass ich es als Erinnerung festgeklebt habe. Und nun konnte ich es wiederentdecken - welche Freude!
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Foto: Peter Degener
Foto: Peter Degener
An dem unsanierten Haus mit den Rettungsfolien kommt man in der Innenstadt regelmäßig vorbei – vor allem als Fahrgast in Bussen und Straßenbahnen. Es handelt sich um das Haus Charlottenstraße 99. Zur Linken gibt es ein orthopädisches Schuhgeschäft und einen Schlüsseldienst. Zur Rechten ist ein Fahrradgeschäft, gegenüber liegt die Bar Gelb, die sich das Haus mit einem syrischen Imbiss und einem Friseur teilt. Der arabische Lebensmittelladen „Rams“, der in dem vor einigen Jahren eröffnet hatte, ist mittlerweile ein paar Häuser weiter gezogen.
Das gesuchte Haus stammt aus dem Jahr 1783, wurde also noch von Friedrich dem Großen in Auftrag gegeben. Der Entwurf im „Zopfstil“ stammt vom Baumeister Johann Rudolf Heinrich Richter.
Das nächste Rätsel gibt es in einem der nächsten Newsletter. Sie haben ein eigenes Potsdam-Rätsel für die Leser des Newsletters? Teilen Sie uns Ihre Idee gerne mit einem Foto mit und schicken Sie ihren Vorschlag an potsdam-newsletter@maz-online.de!
Text: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Das war wohl keine so gute Idee: Ein 17-Jähriger ist mit vier Freunden, alle ebenfalls minderjährig, im Auto seiner Mutter um Mitternacht durch Geltow gefahren. Die Spritztour endete nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Auf der Straße Am Wasser verlor der Fahrer, der übrigens keinen Führerschein hatte, die Kontrolle über das Auto und prallte frontal gegen einen Baum. Alle fünf Jugendlichen wurden schwer verletzt, konnten sich aber selbstständig aus dem Wrack befreien. Gerade noch rechtzeitig, denn kurz danach begann das Auto zu brennen. Der Fahrer muss sich nun wegen mehrerer Straftaten verantworten.

Nach der Revolte im Übergangswohnheim in Stahnsdorf am Mittwoch hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark am Donnerstag 33 Bewohner mit einem Sonderbus der regionalen Verkehrsgesellschaft in die Quarantänestation nach Teltow bringen lassen. In der Gruppe befinden sich 19 Geflüchtete, bei denen das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Die übrigen Flüchtlinge sind Familienangehörige. Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft hatten gegen die Verlängerung der Coronafrist für ihr Wohnheim protestiert. In die Zwangsquarantäne wird aber niemand geschickt. Vom Ergebnis der letzten Tests in der Gemeinschaftsunterkunft hängt ab, ob die Frist für die Isolierung erneut verlängert werden muss. 
Schausteller Lothar Köllner steht mit seinem Hüpfburgenpark vor dem Aus. Foto: Annika Jensen
Schausteller Lothar Köllner steht mit seinem Hüpfburgenpark vor dem Aus. Foto: Annika Jensen
Im März waren alle Hüpfburgen schon eingepackt. Die ersten Hänger standen bereits in Falkensee. Dann kam Corona. Die Hänger mussten zurück nach Werder, ins Winterquartier. Dort steht Schausteller Lothar Köllner mit seinem Hüpfburgenpark noch immer. Normalerweise würde er durch Ostdeutschland reisen und ohne Unterbrechung seine Familienspaß-Landschaft aufbauen. Doch noch immer hat er keinen Cent verdient. Vor Corona hatte er ein gesundes Unternehmen. Seit April lebt er von Hartz IV. Schausteller und Zirkusleute zählen zu den letzten Gewerbetreibenden, die wegen der Corona-Pandemie noch immer kaum arbeiten können. Lothar Köllner erzählt, was das mit ihm macht.
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Unser Tipp fürs Wochenende

 Foto: Friedrich Bungert
Foto: Friedrich Bungert
Zum Ende will es der Monat Juli noch einmal richtig wissen, der Samstag soll der bislang heißeste Tag des Jahres werden - die Prognosen sprechen für Potsdam von bis zu knapp 30 Grad Celsius. Das ist eine Menge, und die ist wohl am besten am Wasser auszuhalten.
Der Trendsport dieses Sommers heißt Stand Up Paddling. Sicher haben auch Sie schon die sportlichen Menschen gesehen, die auf Surfbrettern stehen und paddelnd über das Wasser gleiten, statt Wind oder Wellen zu nutzen. Manche spielen auf den Brettern gar Polo. Gerade für die Potsdamer und Brandenburger Binnengewässer ist SUP, so lautet die Abkürzung, die perfekte Freizeitbeschäftigung.
Worauf es ankommt? Lust auf Bewegung an der frischen Luft und ein guter Gleichgewichtssinn. Für Anfänger gibt es extra breite Boards, die die Sache mit dem Gleichgewicht erleichtern. Zudem kann auch kniend gepaddelt werden. Und wenn es doch mal schief geht, wartet auch nur erfrischendes Wasser. Ich sag ja: Der heißeste Tag des Jahres kommt. Es gibt längst mehrere Anbieter in der Stadt, die Leih-Bretter und Equipment vorrätig halten. Wir sehen uns auf dem Wasser!
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Video: Marcus gibt seinen Senf dazu

Der MAZ-Videokolumnist Marcus Gude hat bekanntlich seinen Fleisch- und Feinkost-Laden in der Gutenbergstraße in der Potsdamer Innenstadt. Direkt nebenan findet mit dem “Blauen Lichterglanz” alljährlich Brandenburgs größter Weihnachtsmarkt statt. Ob und wie es in diesem Jahr überhaupt Glühweinschunkeln in großen Gruppen geben kann, steht in den Sternen; aber auch unabhängig von der Corona-Pandemie wird in der Stadt gestritten, ob der Markt mit all seinen Begleiterscheinungen nicht insgesamt umziehen sollte, raus aus der Fußgängerzone. Marcus hat dazu eine ganz klare Position.
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 9
Marcus gibt seinen Senf dazu - Teil 9
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