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Corona-Impfung+++Angergrund-Streit+++MAZ-ARTsventskalender

Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah
Liebe Leserinnen und Leser,

auch Sie haben sich bestimmt schon gefragt: Wie und vor allem mit wem kann man dieses Jahr guten Gewissens Weihnachten feiern? Die aktuellen Regeln sagen: Zehn Personen, egal aus wie viel Haushalten, sind in Ordnung. Aber droht das Fest der Liebe dann nicht zum Superspreaderevent zu werden? Worauf sollte man beim besinnlichen Weihnachtsschmaus achten? Und wie groß ist eigentlich die Chance, dass die ersten von uns dann schon geimpft sind?
Fragen über Fragen, die meine Kollegin Saskia Kirf der Potsdamer Gesundheitsbeigeordneten Brigitte Meier (SPD) gestellt hat. Denn klar ist: Unter Kontrolle ist die Ausbreitung des Coronavirus in der Stadt noch lange nicht. Und so viel sei aus dem Interview mit der Potsdamer Expertin an dieser Stelle verraten: Das Impfen wird uns noch mindestens bis Ende 2021 beschäftigen.
Ende 2021… Wie sich Potsdam, wie sich unser Leben bis dahin wohl verändert haben wird? Ich persönlich wage nach diesem Jahr keine Prognose mehr - nur so viel ist vermutlich sicher: In Potsdam wird wie gewohnt über die Entwicklung der Stadt gestritten. Kleingärten oder Wohnungen? Das könnte ein Streit sein, der auch Ende 2021 noch immer zwischen der Stadt Potsdam und dem Berliner Immobilienentwickler Tamax tobt.
Geht es nach Tamax, ist die Sache klar: Auf der geräumten Babelsberger Kleingartensparte “Angergrund” entstehen 650 Wohnungen für 1200 Menschen, darunter Mikroappartements für Studenten, Seniorenpflege- und Kitaplätze, Kiezgewerbe - kurzum: die laut Tamax beste aller Lösungen für die von Wohnungsnot geplagte Stadt. Wie das konkret aussehen könnte, hat der Entwickler jetzt überraschend detailliert mit zahlreichen Visualisierungen vorgestellt. Zumindest der Öffentlichkeit.
Der zuständige Beigeordnete der Stadt Potsdam Bernd Rubelt (parteilos) sagt, die letzten “ernsthaften Gespräche” zwischen Tamax und ihm lägen mindestens anderthalb Jahre zurück. Für ihn ändert auch die jüngste Offensive des Entwicklers nichts: “Am Angergrund kann man nicht verhandeln”, erklärt er, “dort brauchen wir die Kleingärten.”
Das klingt nicht nach einem Ende des Streits, deswegen verabschiede ich mich heute von Ihnen mit zwei guten Nachrichten: Unsere Potsdamer Buchhandlung “Wist - der Literaturladen” ist mit dem Buchhandlungspreis 2020 ausgezeichnet worden. Und: Sie bekommen ab sofort bis Weihnachten täglich in unserem ARTsventskalender einen Geschenk-Empfehlung von uns, mehr dazu lesen Sie weiter unten im Newsletter.

Was es sonst noch Neues gibt in Stadt und Umland, lesen Sie wie gewohnt auf MAZonline. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße
Ihre
Anna Sprockhoff
Leiterin der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!
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Das Stadtgespräch

Foto: Varvara Smirnova
Foto: Varvara Smirnova
Potsdam bekommt einen zweiten Boulevard in der City. Wann es soweit ist und wie viel die Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Nauener Tor und Charlottenstraße kostet, ist zwei Jahren nach dem Grundsatzbeschluss endlich klar. Die Überraschung: Der größte Kostenfaktor an der Neugestaltung wird am Ende gar nicht sichtbar sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Die besondere Geschichte

Foto: Manuela Clemens
Foto: Manuela Clemens
Keine Konzerte, keine Lesungen, keine Ausstellungen: Coronabedingt fehlt es Kulturschaffenden in diesem Jahr an Möglichkeiten, ihre Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren. Um sie zu unterstützen und Ihnen gleichzeitig richtig schöne Geschenktipps aus der Stadt geben zu können, stellen wir in unserem „ARTventskalender“ 24 Künstler aus Potsdam und Umgebung in Steckbriefform vor. Die Fragen beantworten die Künstler jeweils selbst.
Hinter Türchen Nummer eins verbirgt sich die Potsdamer Siebdruckkünstlerin Nora Fritz, die einen Kunstshop im Rechenzentrum organisiert. Warum sich ein Besuch vor Ort lohnt und was es dort zu erstöbern gibt, lesen Sie hier/oder lesen Sie hier.
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Verkehr aktuell

Foto: Julius Frick
Foto: Julius Frick
Wer diese Woche auf Potsdams Straßen unterwegs ist, sollte besonders aufmerksam sein. Denn neben zahlreichen bekannten Baustellen wie im Zuge des Neubaus der Hochstraßenbrücke oder der Leipziger Straße gibt es auch einige neue Staufallen sowie Änderungen an der bekannten Verkehrsführung.
Besondere Vorsicht ist am Leipziger Dreieck geboten: Am Donnerstag wird dort eine neue Bauphase in der Friedrich-Engels-Straße eingerichtet. Dafür müssen die Ampeln abgeschaltet werden. Der Verkehr in der Friedrich-Engels-Straße wird im Bereich des ZOB wieder auf der Nordfahrbahn geführt, die südliche Fahrbahn wird gesperrt. In der Heinrich-Mann-Allee stehen zwei Fahrspuren zur Verfügung. In der Friedrich-Engels-Straße sind wieder alle Fahrspuren frei. Im unmittelbaren Bereich des südlichen Einganges des Hauptbahnhofs zu den Bus- und Straßenbahnhaltestellen finden Arbeiten am Gleis statt. Hierzu ist die Fußgängerampel verschoben worden. 
Was sonst noch los ist auf Potsdams Straßen lesen Sie hier.
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Der kulinarische Tipp

Küchenchef Thomas Hübner (links) und Pascal Kuberski aus der "Alten Überfahrt". Foto: Bernd Gartenschläger
Küchenchef Thomas Hübner (links) und Pascal Kuberski aus der "Alten Überfahrt". Foto: Bernd Gartenschläger
Aktuell können wir von Restaurant-Besuchen zwar nur träumen - doch dafür bieten die aktuellen Gault-Millau-Empfehlungen allen Grund. Der kulinarische Aufsteiger der Region findet sich laut Gault Millau 2021 in Werder: Die Kreationen von Küchenchef Thomas Hübner des Restaurants „Alte Überfahrt“ waren dem Feinschmecker-Guide schon ein Jahr nach Erreichen der 15 Punkte einen weiteren Punkt wert. Mit nun 16 (aus 20 möglichen) reiht sich das Haus in die Top-Adressen in Brandenburg ein. Auch Potsdam darf sich über drei Restaurants mit 16 Punkten freuen: Das „Kabinett F.W.“ im Bayrischen Haus, das „kochZimmer“ mit seiner „neuen preußischen Küche“ und Tim Raues „Villa Kellermann“ hielten die Bewertung aus dem Vorjahr. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Bilderrätsel: Wo ist das?

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Ein Holzhaus steht auf einer Lichtung im Wald. Man kann es auf dem Rundweg leicht übersehen. Einerseits lenken zu beiden Seiten des Pfades zahlreiche ungewöhnliche Häuser und Objekte von dem Holzhaus ab. Andererseits scheint es sich zu mit seiner natürlichen Fassade und seiner Form, die ebenfalls auf die Natur zurückzuführen ist, hinter den Bäumen zu verstecken.
Modernste Technik tarnt sich hier. Im Keller des Hauses ist einer der schnellsten Computer der Welt verbaut. Die Hitze, die bei seiner Arbeit entsteht, sorgt dafür, dass der Bau autark von jeder anderen Wärmeversorgung ist. Eine einsame Hütte im Wald kann so etwas zwar nicht vorweisen – dafür punktet sie mit einem Kamin. Und was der ausstößt, wollen die Menschen im großen Holzhaus im Potsdamer Wald unbedingt erforschen. Welcher Ort ist gesucht?
Wenn Sie die Antwort kennen, schicken Sie uns bis zum 3. Dezember eine E-Mail mit dem Betreff “Bilderrätsel” an potsdam-newsletter@maz-online.de. Sie können ein kleines Paket gewinnen.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Die Corona-Lage im Umland
Der seit Anfang November bundesweit geltende Teil-Lockdown hat in Potsdam-Mittelmark bislang zu keiner Entspannung der Corona-Lage geführt. Im Gegenteil: Für den Landkreis wurde erst jüngst die bisher höchste Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Die Zahl der registrierten Mittelmärker, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus angesteckt haben, erhöhte sich am Montag auf 1759. Das ist hinter Potsdam der zweithöchste Wert im Land Brandenburg. Größere Corona-Ausbrüche im Landkreis gab es in einer Reha-Klinik in Bad Belzig und in der Teltower Lavendel-Residenz, aus der am Freitag eine traurige Nachricht kam. Am Montag wurde bekannt, dass eine Kita in Wildenbruch bis einschließlich 10. Dezember geschlossen wird. Zuvor waren in dem Kindergarten mehrere Corona-Infektionen festgestellt worden.
Wo gibt es noch Bauland?
Der große Drang aufs Land zu ziehen, hat im westlichen Potsdamer Umland dafür gesorgt, dass Bauland rar geworden ist. Werder, Schwielowsee und Groß Kreutz (Havel) sind so beliebt, dass es dort, abgesehen von Lücken, kaum noch Platz für neue Eigenheime oder Wohnungen gibt. In Groß Kreutz (Havel) könnte sich das bald ändern. Wie und wann erklärt Bürgermeister Reth Kalsow (CDU) der MAZ.
Andrang trotz Lockdown auf dem Tannenhof in Werder
Am Samstag auf dem Werderaner Tannenhof. Foto: Annika Jensen
Am Samstag auf dem Werderaner Tannenhof. Foto: Annika Jensen
Trotz Corona-Lockdown war der Andrang auf dem Werderaner Tannenhof am Wochenende groß: 1300 Menschen kamen am ersten Adventssamstag nach Plötzin, um sich dort einen Weihnachtsbaum zu schlagen oder um einfach in Adventsstimmung zu kommen. Das Hygienekonzept war vom Gesundheitsamt des Landkreises abgesegnet, dennoch lief nicht alles optimal

Virtueller Weihnachtsmarkt in Teltow
Die Teltowerin Jeannette Paech plant einen virtuellen Weihnachtsmarkt. Foto: Konstanze Kobel-Höller
Die Teltowerin Jeannette Paech plant einen virtuellen Weihnachtsmarkt. Foto: Konstanze Kobel-Höller
Mit einem virtuellen Weihnachtsmarkt möchte die Teltowerin Jeannette Paech den Menschen in der Region Teltow ein bisschen Weihnachtsstimmung ins Haus bringen und sie zumindest digital ein wenig näher zusammenrücken lassen. Da die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr abgesagt wurden, will Paech den Leuten, die daheim bleiben, verschiedene Angebote auf einer digitalen Plattform unterbreiten. Den virtuellen Weihnachtsmarkt soll ihr früherer Arbeitskollege Martin Adamsky einrichten. Adamsky ist für ein Online-Unternehmen tätig. Der virtuelle Weihnachtsmarkt soll zum Nikolaustag am 6. Dezember eröffnet werden und hier erreichbar sein. Geplant sind virtuelle Stände, an denen die Besucher Geschenke kaufen können, Bastel- und Backideen angeboten werden, und natürlich auch ein Chat.
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Das Letzte kommt zum Schluss: Hafemeister

“Was haben Potsdam und Karl Dall miteinander zu tun? Nichts. Bis auf die Tatsache vielleicht, dass Herr Grün und Herr Dall sich irgendwie ähnlich sind. Jedenfalls, wenn man ein Auge zudrückt. Ist Karl Dall getarnt als Herr Grün erster Promi des neuen Walk of Fame? Auf alle Fälle herrscht Ähnlichkeit. Jedenfalls, wenn man ein Auge zudrückt.”
Jörg Hafemeister über seine heutige Karikatur
Zeichnung: Jörg Hafemeister
Zeichnung: Jörg Hafemeister
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