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Amtsärztin über Geflüchtete, Tuberkulose und Corona +++ Spanisch essen in Babelsberg +++ Teuerungen belasten Handel

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Potsdam ganz nahPotsdam ganz nah

Guten Morgen, liebe MAZ-Leserinnen und Leser!
Langsam wird Frühling in Potsdam. Und obwohl die Sonnenstrahlen nicht über die schrecklichen Bilder aus der Ukraine hinwegtäuschen können, hilft es zumindest mir ganz kurz, die Nase in den warmen Wind zu halten.
Aber widmen wir uns der Realität. Die Potsdamerin Oksana Klymonchuk harrt weiter in Kiew aus. Am Telefon hat sie mir vom Alltag in einer leergefegten Millionenstadt erzählt. Hier in Potsdam hält die Welle der Solidarität mit den Opfern dieses Angriffskrieges unvermindert an. Im Nikolaisaal und am Brandenburger Tor gab es Benefizkonzerte, überall wird Geld gesammelt, werden Spenden akquiriert. Auch an den Kleinen gehen die Entwicklungen nicht vorbei, wie eine Fragerunde mit Grundschülern und Oberbürgermeister Schubert zeigte. Der Potsdamer Kinderzirkus Montelino hat sich Artistenkindern angenommen, die aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew fliehen konnten, andere Helfer packen Taschen für Babys in Notunterkünften. Einen fortlaufend aktualisierten Überblick über die Hilfsaktionen bieten wir Ihnen hier.
Neben dem Krieg gibt es derzeit aber auch noch Nachrichten. Wichtig in Potsdam: Ein Brand mit Knall-Effekt hat in der Nacht zum Montag viele Babelsberger erschreckt. Dringende Sanierungsarbeiten am Sockel der Alten Dorfkirche Golm werden durch den Personalnotstand in der städtischen Denkmalpflegbehörde ausgebremst. Die Stadt- und Landesbibliothek wünscht sich zum 25. Jahrestag ihres Projekts „Buchpaten gesucht!“ ein damaliges Standardwerk zur Hebammen-Ausbildung aus dem 18. Jahrhundert. Und die Gasversorgung in Potsdam ist auch im kommenden Winter gesichert. Doch wie geht es weiter? Erste Projekte sind jetzt gestartet.
Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Lesen dieses Newsletters. Bleiben Sie gesund und uns gewogen.
Herzliche Grüße,
Saskia Kirf
Redakteurin in Potsdam
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Das Stadtgespräch

Auch Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt sind teurer geworden. Quelle: Alexander Engels, Jonas Walzberg
Auch Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt sind teurer geworden. Quelle: Alexander Engels, Jonas Walzberg
Der Blick in den Geldbeutel oder auf die Rechnung aus dem Supermarkt ist derzeit für viele Menschen ein schmerzlicher. Vom Benzin bis zum Schnitzel, vom Blumenstrauß bis zur Geburtstagstorte: Die Lebenshaltungskosten sind in den vergangenen Monaten dramatisch gestiegen. Darunter leiden Verbraucher, aber auch Händler und Handwerker in Potsdam. Denn sie können, wenn überhaupt, nun nur noch teuer einkaufen und müssen die gestiegenen Preise ihrerseits an die Kunden weitergeben. Doch wie lange geht das gut, wo liegen die Schmerzgrenzen der Kunden? Potsdamer Händler haben es der MAZ erzählt.
Die besondere Geschichte

Potsdams Amtsärztin Kristina Böhm muss einerseits die sechste Coronawelle handhaben und andererseits den ukrainischen Geflüchteten helfen. Daniel Karmann, Bernd Gartenschläger, Julius Frick
Potsdams Amtsärztin Kristina Böhm muss einerseits die sechste Coronawelle handhaben und andererseits den ukrainischen Geflüchteten helfen. Daniel Karmann, Bernd Gartenschläger, Julius Frick
Am Rande unseres Gesprächs sagte die Potsdamer Amtsärztin Kristina Böhm irgendwann: “Mensch, wenn mir das alles jemand vor drei Jahren gesagt hätte…”. Denn die Chefin des Potsdamer Gesundheitsamtes hangelt sich von Coronawelle zu Coronawelle, von Krise zu Krise. Jetzt stehen mit den vielen ukrainischen Kriegsflüchtlingen die nächsten Menschen buchstäblich vor der Tür, denen Kristina Böhm und ihr Team helfen werden. Wie die aktuelle Lage im Amt ist, was die Medizinerin über den Wegfall der Corona-Maßnahmen denkt und welche Herausforderungen sich durch die Geflüchteten ergeben, lesen Sie im Interview.
Der kulinarische Tipp

Quelle: Bernd Gartenschläger
Quelle: Bernd Gartenschläger
Spanische Restaurants sind seltener als italienische – eigentlich unverständlich, denkt man an die gemütliche Tapas-Kultur. In Babelsberg gibt es mit dem La Copa einen Vertreter der spanischen Küche. Neben den warmen und kalten Häppchen bietet das Restaurant allerdings auch Hauptgerichte und einen reichlich unspanischen Mittagstisch. Ob dieser Mix unsere MAZ-Gastrokritikerin Manuela Blisse überzeugen konnte, lesen Sie hier.
Bilderrätsel: Die Auflösung

Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
Wo ist das in Potsdam? Foto: Peter Degener
“Liebe ist die stärkste Kraft” steht auf der bunt gestrichenen Wand in der Friedrich-Engels-Straße zwischen Hauptbahnhof und Babelsberg. Die Mauer gehört zum alten Reichsbahnausbesserungswerk RAW, wo bald der Bau des neuen “Creative Village” beginnt. Mehr als 1000 Hightech-Arbeitsplätze, sowie Räume für aufstrebende Firmen aus dem Digitalbereich sollen die Industriebrache mit neuem Leben füllen. Doch das wird auch das Umfeld, vielleicht sogar die Stadt verändern. Kritiker fürchten eine Beschleunigung der Gentrifizierung und sehen bei dem Großprojekt vor allem das Geld, was andere damit verdienen werden. Als der RAW-Investor den Spruch mit der Liebe auf der Wand anbringen ließ, reagierten sie und überpinselten das Wort immer wieder mit dem Begriff “Geld”.
Die Mauer am RAW-Gelände. Foto: Peter Degener
Die Mauer am RAW-Gelände. Foto: Peter Degener
Als einer der Urheber des Spruches dient übrigens der indische Politiker Mahatma Gandhi. Vollständig lautet sein Zitat: “Liebe ist die stärkste Kraft, die der Welt zu eigen ist, und doch die bescheidenste, die man sich vorstellen kann.” Vielleicht haben die Kritiker des Projekts sich in Bescheidenheit geübt und der Liebe deshalb am Ende den Vortritt gelassen.
Rätsel: Peter Degener
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Das ist los im Umland

Hautklinik Güterfelde: Vom Lost Place zum Generationencampus mit Pflege und Kita - Stahnsdorf
Hilfsgüter für Ukraine: Erster Zug verlässt Seddin - Brandenburg-Container
Flächenbrand am Bahndamm in Saarmund: Feuerwehr kommt nur schwer an die Flammen ran
Verkehr in Potsdam

Auf Potsdams Baustellen geht es langsam voran: Enger ist es auf der Berliner Straße vor der Behlertstraße und auf der Heinrich-Mann-Allee am Leipziger Dreieck. In Satzkorn gibt es eine Vollsperrung. Hier lesen Sie die gesamte Stauprognose für diese Woche.
Das Letzte kommt zum Schluss: Hafemeister

Karikatur: Jörg Hafemeister
Karikatur: Jörg Hafemeister
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