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Abi-Traumball geplatzt++Breite Straße gesperrt++Rosa Elefant gesichtet

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, freuen Sie sich auch darüber, dass wir mal wieder einen ric
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
freuen Sie sich auch darüber, dass wir mal wieder einen richtigen Sommer haben? Einen ohne italienische Hitze und spanische Trockenheit, sondern einen, der auch den Temperaturen und Niederschlägen in unseren Breitengraden entspricht? 1975 sehnte sich Rudi Carrell nach 40 Grad im Schatten und Sonnenschein von Juni bis September. Ich bin dagegen wirklich glücklich, wie viele Regenbogen-Fotos mit Potsdamer Skyline in den sozialen Netzwerken kursieren – ganz einfach, weil das heißt, dass es regelmäßig regnet. Während ich dies schreibe, huscht es vor meinem Fenster, und der Regenmesser im Beet hat wieder ein paar Millimeter hinzugewonnen.
Von einem Nass ins andere sind anscheinend auch die Schüler des Helmholtz-Gymnasiums geraten. Nach erschwertem Abitur unter Corona-Bedingungen fiel auch der Abiball aus, der pompös in der Schlossorangerie von Schloss Charlottenburg zelebriert werden sollte. Die Eltern hoffen nun auf Erstattung der teuren Tickets.
Und in der Stadtpolitik? Droht dort ein neues Unwetter über dem Ernst-von-Bergmann-Klinikum? Hagelt es neue Vorwürfe? Glücklicherweise nicht, aber dass der Auftrag der Untersuchungskommission zum Corona-Ausbruch am städtischen Krankenhaus nun deutlich kleiner ist als ursprünglich vorgesehen, schauen sich die Kollegen ganz genau an. Hintergrund sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: Der Auftrag der Kommission soll von den strafrechtlichen Ermittlungen klar abgegrenzt werden.
Kommissionchefin Anita Tack sagt dazu im MAZ-Interview: „Ich habe zum Gesellschafter und zur Aufsichtsratsvorsitzenden gesagt, wir brauchen eine Modifizierung des Auftrags. Denn mit dem Ermittlungsbeginn der Staatsanwaltschaft war klar, dass wir keine Gespräche mehr mit den Beschäftigten, mit dem Personal des Ernst von Bergmann führen können.“
Einen echten Silberstreif am Horizont gibt es übrigens in Satzkorn. Das barocke Gutshaus, das seit drei Jahrzehnten verfällt und bei jedem schweren Sturm weiter litt, hat endlich neue Eigentümer. Und die packen an, räumen aus, holen sich die Denkmalpflege ins Haus und haben große Pläne, damit aus dem Gutshaus und dem ganzen Gutshof ein Treffpunkt für den Potsdamer Norden wird. Schon in zwei Jahren soll der schmucke Bau nicht mehr durch sein metallisches Notdach glänzen, sondern bei jedem Wetter einladend wirken.
Liebe Leserinnen und Leser, kommen auch Sie gut durch den Tag, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie uns treu. Den nächsten Newsletter finden Sie wieder am Freitag in Ihrem Postfach. Alle aktuellen Neuigkeiten aus Potsdam und Umgebung lesen Sie bis dahin wie gewohnt auf MAZ-online.de.
Herzliche Grüße
Ihr
Peter Degener
Redakteur der Lokalredaktion Potsdam
PS: Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Dann schreiben Sie uns an potsdam-newsletter@maz-online.de. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Das Stadtgespräch

Fast 20.000 Euro hat die Abistufe des Helmholtz-Gymnasiums Abiball dafür gezahlt, in der Orangerie des Berliner Schloss Charlottenburg das Ende der Schulzeit fürstlich zu feiern. Doch stattdessen fand am 21. Juni ein glanz- und vor allem tanzloser “Ball” im Treffpunkt Freizeit statt. Jetzt streiten sich die Eltern mit der Veranstaltungsagentur “Abitraum”, die eigentlich versprochen hatte, den Großteil des Ticketpreises zu erstatten. Mittlerweile ist die Agentur für die Eltern nicht mehr erreichbar. Sie fürchten nun, dass diese pleite ist, sodass am Ende nicht nur der Traum vom schönen Abiball geplatzt wäre, sondern auch viel Geld in den Sand gesetzt wurde.
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Verkehr aktuell

Auch das noch - die Breite Straße wird in dieser Woche in Richtung Hauptbahnhof gesperrt. Die Fahrbahndecke auf Höhe des Marktcenters muss erneuert werden. Während die ersten Arbeiten schon laufen, ist derzeit immerhin noch eine der zwei Fahrspuren offen, aber ab Donnerstag bis voraussichtlich Samstag wird die ganze Fahrtrichtung zu gemacht. Die Umleitung führt um die gesamte Innenstadt - nämlich die Hegelallee und Kurfürstenstraße. Mehr Verkehrsmeldungen finden Sie in unserer wöchentlichen Stauprognose.
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Hinter der Recherche

Tierische Begegnung auf dem Petzinsee. Foto: Maike Schultz
Tierische Begegnung auf dem Petzinsee. Foto: Maike Schultz
Das nennt man wohl Reporterglück: Eigentlich wollte ich nur in Geltow eine Paddeltour für die Ausflugtipps im MAZ-Freizeit-Newsletter “Raus aufs Land” testen, als auf dem Petzinsee diese jungen Enten mein Board kaperten.
Eine machte den Anfang, zwitscherte laut ihrer Familie zu, und prompt folgte der ganze Geschwister-Schwarm. Nur die Mutter blieb seelenruhig auf dem Wasser, wohl ahnend, dass außer einem Feierabendbier für später keine Nahrung an Bord war. Zum Glück hatte ich aber das Smartphone griffbereit und konnte die Erkundungstour der Küken aufnehmen. Das entzückende Video können Sie hier anschauen.
Falls Sie den neugierigen Kleinen - sie sind tatsächlich regelmäßig am Nordwestufer anzutreffen, wie ich inzwischen weiß - auch einmal begegnen und bei dieser Gelegenheit den Trendsport Stand Up Paddling (SUP) ausprobieren wollen: Die Beschreibung der Route können Sie nächste Woche in “Raus aufs Land” nachlesen. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.
Text: Maike Schultz
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Bilderrätsel: Die Auflösung

Wir wollten wissen, wo sich dieses Bild befindet. Foto: Peter Degener
Wir wollten wissen, wo sich dieses Bild befindet. Foto: Peter Degener
„Kinder sind wie Pflanzen – sie brauchen ganz viel Platz zum Wachsen“. Dieser Spruch unter dem gemalten Kind mit den großen Augen geht im Gewirr der Schmetterlinge fast unter. Wir hatten Sie letzte Woche gefragt, wo dieser Kindskopf die Spaziergänger anstrahlt. Der Kopf mit dem so lebendigen Schopf selbst ist schon ein Hinweis auf die Lösung:
„An den Kopfweiden“ lautet die Antwort.
Die kleine Straße am Horstweg führt entlang des Neubaus des Bundespolizeipräsidiums direkt auf das Wandbild zu. Es schmückt eine Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 120 Flüchtlinge, die 2015 in Holzbauweise errichtet worden ist. Flüchtlingskinder der Unterkunft haben die zwei Streetart-Künstler „Herakut“ bei der Kreation des Bildes begleitet.

Unser nächstes Bilderrätsel gibt es in einem der nächsten Newsletter. Sie haben ein eigenes Potsdam-Rätsel für die Leser? Teilen Sie uns Ihre Idee gerne mit einem Foto mit und schicken Sie ihren Vorschlag an potsdam-newsletter@maz-online.de!
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Unsere Entdeckung der Woche

Das Fährhaus hat nicht nur seinen Turm zurück. Foto: Bernd Gartenschläger
Das Fährhaus hat nicht nur seinen Turm zurück. Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdams Norden ist um eine Attraktion reicher. Das Nedlitzer Fährhaus am Nordende der Insel Neu Fahrland ist fast fertiggestellt. Der Bau von Ludwig Persius hat nicht nur seinen im Krieg zerstörten Turm zurückerhalten, sondern dank der unerwarteten Farbe, die hinter dem Baugerüst zum Vorschein kaum, bereits einen Spitznamen. Vom “Rosa Elefanten” ist im Potsdamer Norden die Rede, wenn man wohlinfomierten Ortsbeiratsmitgliedern glaubt.
Dass die neue Landmarke am nördlichen Ortseingang nun rosafarbene Klinker aufweist, wo doch sonst im 19. Jahrhundert stets gelber oder roter Backstein im “normannischen Stil” in Potsdam verbaut wurde, mag mancher kaum glauben. Zumal unter dem Putz tatsächlich die Ziegel aus gelbem Glindower Ton schlummern. Doch die Denkmalpflege hat hier nicht einfach mit rosaroter Brille gearbeitet. “Der Farbton des Fährgutes wurde nach gründlicher Auswertung der Farbbefund-Untersuchung des Restaurators mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt”, sagt die Stadt.
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Das ist los im Umland

Königinnen für allerlei kulinarische Spezialitäten gibt es zuhauf. Glindow hat jetzt seine erste Kirschprinzessin und mit der 2019 gekürten Königin dadurch gleich zwei Hoheiten im Ort. Das Kirsch- und Ziegelfest musste zwar wegen der Corona-Pandemie ausfallen, doch Königin Christiane amtiert noch etwas länger und bereitet Prinzessin Jessica auf das hohe Amt im Jahr 2021 vor - und sucht derweil im echten Leben noch ihren Prinzen.
Von royaler Etiquette ist dagegen bei Maria Clara Groppler keine Spur. Wer ihr zuhört, muss Spaß verstehen, vor allem solchen unterhalb der Gürtellinie. Die 21-Jährige Comedy-Nachwuchskünstlerin aus Kleinmachnow war Finalistin beim Nightwash Talent Award 2018 in Köln und hat nun ihr eigenes Bühnenprogramm mit dem Titel “Jungfrau”. Das Marketing dafür lautet so: “Ein Abend mit Maria ist geiler als jede Predigt.” Doch die Künstlerin findet auch: “Wenn Frauen über Sex reden, neigen viele Männer dazu, sie auf dieses Thema zu reduzieren.”
Die Beelitzer “Venus” ist jetzt ein Denkmal - der Status, den manche Eigentümer fürchten, bedeutet in diesem Fall die Chance zur Rettung. Das Venus-Lichtspielhaus wurde in die Denkmalliste eingetragen. Damit können Fördermittel beantragt werden. Die Stadt will das Kino aus den 1930er Jahren zur Landesgartenschau sanieren - es steht seit 1991 leer.
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Hafemeister: Das Letzte kommt zum Schluss

Karikatur: Jörg Hafemeister
Karikatur: Jörg Hafemeister
Für MAZ-Karikaturist Jörg Hafemeister ist klar: Vor Corona sind alle gleich – außer die Coronahelden. Jedenfalls, wenn es nach der versprochenen Prämie geht. 
Der Pflegerin auf der Intensivstation bekommt die Prämie, die Raumpflegerin auf der Intensivstation nicht. Gut gedacht, schlecht gemacht: Die Corona-Prämie.
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